Die Samsung Gear Fit ist sicherlich nicht die neueste Smartwatch/Fitnesstracker auf dem Markt. Aber das hat auch seine Vorteile, denn gerade der Preis des Gerätes ist nach 4 Monaten im Laden sehr attraktiv, näheres aber später. Wer einen Artikel über Spezifikationen lesen möchte, der kommt hier zu einem entsprechenden Artikel. In diesem Beitrag geht es weniger um reine Hardware, sondern mehr um die Erfahrungen, sowohl positiver, als auch negativer Art und um das grundsätzliche Leben mit der Samsung Gear Fit.
… sollte ich noch kurz über meine Gewohnheiten schreiben, denn die Samsung Gear Fit hat nicht umsonst “Fit” im Namen. Ich fahre eigentlich fast jeden Tag Fahrrad (sei es nur der 3/4 Kilometer zum Bus oder mal etwas besorgen) und spiele 2 Tage in der Woche Tennis für 2 Stunden. Außerdem versuche ich keinen Fahrstuhl zu nehmen, sondern laufe lieber die Treppen hoch. Dazu kommt hin und wieder ein Spaziergang mit den Hunden. Bitte haltet also in den kommenden Abschnitten diese Informationen im Kopf. Eure Ansprüche könnten andere sein, als die, die ich habe.
Samsung setzt auch bei seiner Smartwatch auf eine umweltfreundliche Box (meines Wissens nach wurde diese Vermarktungsstrategie mit dem Samsung Galaxy S3 gestartet, bin mir aber nicht so sicher). Die äußere Pappe weist eine hübsche, dem Aussehen von Holz nachempfundene Farbe auf. Alles wirkt sehr hochwertig und dem Preis entsprechend. In der Box befindet sich eine Kurzanleitung auf Deutsch und auf Englisch, welche auf recyceltem Papier gedruckt wurden. Nach Bildern in Farbe sucht man hier aber vergebens und persönlich finde ich die Kurzanleitung nicht besonders gut zu lesen. Sie ist auch nicht nötig, aber dazu später mehr. Ebenfalls auf Papier gedruckt ist die Warranty Card, welche die genauen Details von Samsungs Garantie enthält. Diese sollte man auf jeden Fall aufheben, so wie eigentlich alles heutzutage. Neben dem Papierkram ist natürlich auch der Ladeadapter der Gear enthalten, sowie ein weißes Micro-USB Kabel und ein Netzteil mit USB Port. Das USB Kabel ist relativ kurz und der Adapter relativ klein, aber da die Uhr eh nicht jeden Abend an die Steckdose muss, geht das schon in Ordnung. Wer halbwegs Ordnung behält, für den sollte der kleine Ladeadapter auch kein Problem darstellen. Positiv ist hier, dass dieser nicht mehr ganz so umständlich ist, wie noch in der Samsung Galaxy Gear. Natürlich befindet sich auch die Samsung Gear Fit in der Box und um diese wird es jetzt gehen.
Kurz gesagt: Die Gear Fit sieht sehr edel aus. Das Armband ist aus einem dünn geriffelten Plastik und fühlt sich echt gut an. Anders als bei anderen Armbändern nimmt es keinen Schweiß oder so auf und kann problemlos unter Wasser gesäubert werden. Was vielleicht nicht alle wissen und was man definitiv nicht sieht: Das Armband ist auswechselbar. Wer also gerne ein wenig Farbe in sein Leben bringen möchte, der kann sich bei ebay.de oder amazon.de einfach ein anderes Armband bestellen(ein paar Links dazu gibts unten). Hier sei aber gesagt, dass es ein produktspezifisches Uhrband ist, d.h. nur für dieses Gerät entwickelte Bänder passen rauf. Das Armband wird mit zwei metallenen Noppen in den dafür vorgesehenen Löchern befestigt. Das ist anfangs ein wenig ungewöhnlich, aber es hält sehr gut. Die Gefahr, dass die Samsung Gear Fit beim Sport abfallen könnte, besteht im Grunde nicht. Es sind auch genügend Löcher vorhanden und auch von der Länge sollte es den meisten genügen (habe ein relativ großes Handgelenk und hätte noch ein wenig Platz). Wer sich dennoch sorgt, der sollte einen Laden aufsuchen und es einmal ausprobieren. Einzig stören mich die Rillen auf der Unterseite des Armbands, denn diese können ein wenig drücken, wenn man das Armband zu eng einstellt (ist aber nötig, damit der Pulsmesser richtig funktioniert), ich scheine mich aber auch gerade in einem Bereich zu befinden, bei dem das Band entweder zu lose oder zu fest ist. Das klingt schlimmer als ist, denn grundsätzlich trägt sich die Uhr sehr angenehm. Auch das Display lässt sich selbst bei hoher Sonneneinstrahlung ganz gut ablesen, vorausgesetzt, man vergisst nicht die Helligkeit einzustellen bevor man das Haus verlässt, denn sonst erkennt man so gut wie nichts auf dem Display. Hier liegt ein wichtiger Kritikpunkt: Warum konnte kein Lichtsensor eingebaut werden, der eine automatische Helligkeit einstellen könnte? So muss man sich ein wenig mit der Uhr auskennen, um zu den Einstellungen zu kommen und dort unter Anzeige die Helligkeit zu erhöhen, denn das Display ist auf niedriger Stufe im Sonnenlicht einfach nicht mehr (gut) abzulesen. Ist die Helligkeit aber erstmal eingestellt, kann man sich wirklich nicht beklagen. Samsung hat sogar einen “Outdoor-modus” auf Stufe 6, den ich aber eigentlich nie benutze, da man schon auf 4 eigentlich alles ausreichend erkennen kann (zumindest lässt sich die Uhrzeit ablesen und auch Nachrichten, der Hintergrund ist allerdings bei starkem Sonnenlicht gar nicht mehr zu erkennen). Das Display ist zudem leicht abgerundet, das sieht gut aus und lässt die Uhr weniger stören. Gleichzeitig wirkt es futuristisch und man erntet doch den einen oder anderen Blick auf das Gerät und das Handgelenk. Das Gehäuse der Samsung Gear Fit besteht aus Plastik, von dem Silbernen Rand um das Display bis hin zum Ein-,Aus-Knopf. Nur die 5 Pins für den Ladeadapter sind aus Metall. Ebenfalls auf der Unterseite ist der Pulsmesser, welcher sich ein bisschen von der Unterseite abhebt.
Sobald die Uhr angeschaltet ist, muss sie mit einem Samsung Galaxy Gerät gekoppelt werden, erst dann lässt sich die Samsung Gear Fit verwenden (interessanter Weise macht es danach keinen Unterschied, ob die Uhr gerade eine Bluetoothverbindung mit dem Handy besitzt oder nicht. Die Uhr lässt sich auch wunderbar ohne Smartphone bedienen und zählt auch weiterhin Schritte, misst den Puls usw., nur Dienste, für die das Handy benötigt wird, funktionieren dann natürlich nicht). Das Koppeln an sich ist übrigens sehr einfach, sobald die Samsung Gear Fit angestellt, Bluetooth im Smartphone aktiviert ist und die Gear Fit App installiert wurde (Link dazu findet ihr ganz unten), erscheint schon eine Nachricht auf dem Smartphone, dass eine Samsung Gear Fit in der Umgebung entdeckt wurde. Ihr klickt auf Koppeln und bestätigt den Vorgang auf der Gear Fit. Das wars. Zunächst erstmal zur Software auf der Smartwatch selbst, bevor ich später noch etwas über die erforderliche “Gear Fit Manager” App etwas schreibe. Auf der Samsung Gear Fit läuft Tizen OS, Samsungs eigenes Betriebssystem, aber das ist nicht so wichtig. Wichtig ist das Benutzererlebnis und das ist eigentlich sehr ordentlich. Das Display aktiviert sich, sobald man die typische “ich schaue auf die Uhr” Geste macht, und das ist in den meisten Fällen sehr praktisch, da man nicht erst auf den Knopf drücken muss und gerade beim Sport macht sich das bezahlt. Nachts allerdings kann es auch ein wenig stören, denn das Display leuchtet natürlich auf, sobald man den Arm ein wenig bewegt, allerdings kann das Display sehr Dunkel gemacht werden und sollte einen im Schlaf nicht stören. Hier hängt es aber auch vom jeweiligen Benutzer ab, da man nicht unbedingt der Schlaftracker verwenden muss, wenn man keine Informationen über die geschlafene Zeit und Informationen über die länge der Tiefschlafphase braucht. Trotzdem wäre es schön gewesen, würde die Uhr mit dem Einschalten der “Schlafen”-funktion das automatische Anschalten des Displays unterbinden(Es ist doch möglich, man kann in den Einstellungen den Ruhemodus aktivieren. Dieser unterbindet alle Benachrichtigungen, außer gesetzte Alarme, und verhindert die Aktivierungsgeste). Dazu aber weiter unten mehr, wenn es um die Apps geht. Auch hat sich Samsung einige Gedanken bei der Oberfläche gemacht. Diese ist sehr aufgeräumt und nach wenigen Minuten weiß man eigentlich, was man wo finden kann. Die Hauptseite zeigt standardmäßig nur die Uhrzeit und das Datum an, man kann aber über die Manager App auf dem Smartphone oder in den Einstellungen>>Uhr auf der Smartwatch auch eine andere Hauptseite einstellen, zum Beispiel die Uhrzeit und das Wetter oder die Uhrzeit und Nachrichten. Auch andere Softwareentwickler können diesen “Homescreen” designen und ihr Lösungen über den Google Play Store zugänglich machen. Insgesamt hat die Uhr 5 Seiten, auf denen, abgesehen von der Hauptseite, jeweils 3 Apps Platz finden können. Ab Werk sind 10 Apps installiert, welche durch das nach oben oder nach unten Scrollen erreichbar sind. Auch die Reihenfolge lässt sich über das Smartphone ändern, ist über die Gear selbst aber nicht möglich. Zu den 10 Apps gehören der Schrittzähler, das Training, der Pulsmesser, der Timer, die Stoppuhr, Schlafen, Benachrichtigungen, Medienkontrolle, Einstellungen und Gerät suchen. Auch Apps von Drittanbietern sind möglich, ich bezweifele aber stark, dass viele Entwickler ihre Apps an das Format der Gear Fit anpassen werden. So gibt es bislang nur 4-5 Apps im Google Play Store. Wer also auf das so genannte Ökosystem der Smartwatch setzt, der ist hier an der falschen Adresse. Diese extra Apps landen übrigens in einem Ordner “App-Verbindung”. Eine separate Auflistung dieser anderen Apps auf der Smartwatch ist nicht möglich. Die Namen der Apps erklären meistens auch schon ihre Funktion. In der gesonderten Kategorie “Sport” gehe ich dabei auf die Leistungen der Samsung Gear Fit als Sportbegleiter ein. Programme wie Timer und Stoppuhr funktionieren natürlich ohne Probleme, habe ich persönlich aber nicht besonders häufig verwendet. Mit der “Medienkontrolle” lässt sich die Samsung eigene Musik App fernsteuern, sodass man sein Handy nicht mehr aus der Hosentasche ziehen muss. Man kann das Lied pausieren, zum nächsten Titel springen, zum Anfang des Titels zurück und sogar die Lautstärke verändern. Unter den Einstellungen lassen sich der Hintergrund und das Uhreninterface verändern, unter dem Menüpunkt Anzeige kann die Helligkeit eingestellt werden und die Aktivierungsgeste aktiviert oder deaktiviert werden, Bluetooth kann ausgeschaltet werden und der weiter oben beschriebene Ruhemodus aktiviert werden. Weiterhin lässt sich hier auch das eigene Profil verändern (Geburtsdatum, Körpergewicht und Körpergröße und die angezeigte Einheit, also Kilometer oder Meilen) und ein Sperrbildschirm erstellen(meiner Meinung nach aber nicht besonders wichtig, da dieser sich auf der Uhr nur aktiviert, wenn die Bluetoothverbindung getrennt wurde, wer aber die Sicherheit gerne hat, der kann den Pin natürlich aktivieren). Zu guter lässt sich ein Befehl für den Doppelklick auf den Powerknopf einstellen und die Uhr resetten. Die “Gerät suchen” Funktion startet den Klingelton des gekoppelten Gerätes und zwar auf voller Lautstärke, egal was vorher eingestellt wurde. Das erspart einem so manche Suchaktion, sollte man zu den Personen gehören, die ihr Samsung Galaxy Gerät gerne mal rumliegen lassen. Jetzt noch ein paar Worte zu den “Tracking”-Apps: Wie weiter oben schon beschrieben, misst der Schlaftracker die geschlafene Zeit und kontrolliert weiterhin, wie viel man sich im Schlaf bewegt hat. Anhand dieser Daten berechnet er dann die Dauer des bewegungslosen Schlafes und gibt diese in Prozent an. Interessanterweise lag ich konstant bei rund 89% bewegungslosen Schlafes. Beim sogenannten Training lassen sich 4 Sportarten auswählen(Laufen, Radfahren, Gehen und Wandern). Die Uhr misst deinen Puls und sobald dieser gemessen wurde beginnt die Uhr zu zählen. So erhält man Auskunft über die zurückgelegte Strecke, den aktuellen Puls und die verbrannten Kalorien. Unter dem Menüpunkt Schritte werden die Schritte gezählt, dabei ist es egal, wie kurz die Strecke ist. Leider zeigt die Uhr nicht direkt im Training die gelaufenen Schritte an, es lässt sich aber jederzeit bei Schritte nachgucken. Der letzte Menüpunkt ist Puls und tut nichts anderes als deinen Puls zu messen. Die letzten 4 genannten Apps, also Schlafen, Training, Schritte und Puls werden übrigens mit dem Smartphone synchronisiert und finden sich in der “Gear Fitness” App wieder (ebenfalls kostenlos im Samsung Store erhältlich).
Das ist das Hauptinterface der Samsung Gear Fit mit Wetteranzeige.
In diesem Ordner landen alle installierbaren Apps aus dem Play Store.
Samsung Gear Fit als Fitnesstracker
Kommen wir nun zu einem Thema, welches für viele sehr interessant sein dürfte: Wie gut funktioniert die Samsung Gear Fit als Fitnesstracker? Schließlich steckt in dem Namen ja auch Fit drin. Kurz gesagt: Für jemanden, der ganz genaue Daten haben will, ist die Uhr sichr nicht geeignet. Zunächst zu meiner persönlichen Erfahrung: Der Pulsmesser funktioniert sehr gut, wenn man kein Sport gemacht hat. Das klingt irgendwie ironisch und ist es auch, aber gerade nachdem man ein wenig geschwitzt hat, sind die Messungen sehr inkonstant, soll heißen: Oft gibt es Fehlermeldungen, das Signal sei zu schwach und man solle sich entspannen. Beim Fahrradfahren mit angeschaltetem Training ging der Puls teilweise auf 50 runter statt auf 100 hoch und blieb dort auch. Komischer Weise funktionierte es manchmal ganz normal und perfekt und dann auch das ganze “Training” über, aber oft war der Puls viel zu niedrig und im Vergleich zu einer Messung mit den Fingern natürlich nicht stimmig. Leider war auch die Geschwindigkeits- und Streckenmessung sehr inkonsistent und ungenau. So wurde meistens eine zu große Distanz gemessen, die mit Google Maps um einiges kleiner war. Wer hier genauere Informationen möchte, dem empfehle ich diese Google+ Gruppe. Ich bin offensichtlich nicht der einzige mit diesen Problemen. Viele kritisieren hier die fehlende Kompatibilität zu Apps von Drittanbietern, wie Runtastic oder Runkeeper. Die Samsung Gear Fit funktioniert nur mit Samsungs eigenem S Health und natürlich dem Gear Fit Manager und der Gear Fitness App, wobei im Bereich Fitness hauptsächlich die Gear Fitness App aktiv ist. Diese liefert zwar schicke Grafiken und Statistiken und präsentiert die von der Uhr erhaltenen Daten sehr ordentlich, ist aber auf Grund der nicht ganz so genauen Daten fehlerhaft. Einzig die Schlafen-funktion scheint wirklich gänzlich fehlerfrei zu funktionieren und auch beim Schrittzähler gibt es soweit keine Probleme. Zumindest erhält man ungefähr eine Vorstellung, wie viele Schritte man am Tag zurückgelegt hat (100% Genauigkeit will ich hier natürlich nicht bescheinigen). Auf Grund der nur mäßigen Leistung als Fitnessbegleiter kann ich die Samsung Gear Fit nicht als solches an Sportler empfehlen. Hier gibt es wesentlich bessere Lösungen von anderen Herstellern, welche auch mit den großen Fitnessapps wie Runtastic zusammenarbeiten und auch funktionieren.
Zum Stromsparen wird das Display nach wenigen Sekunden dunkel.
Samsung Apps auf dem Smartphone
Jetzt noch kurz zu den drei Apps auf dem Samsung Galaxy Gerät. Die wichtigste ist der Gear Fit Manager. Über diese App wird die Verbindung mit der Samsung Gear Fit gewährleistet und diese enthält gleichzeitig einen Link zur Samsung Fitness App, wenn man auf Fitness drückt. Ansonsten lassen sich hier diverse Einstellungen vornehmen, wie zum Beispiel den Hintergrund einstellen, die Apps umsortieren und Einstellungen vornehmen, welche Nachrichten an die Samsung Gear Fit weitergeleitet werden. Dazu wählt man aus der langen Liste einfach die entsprechenden Apps aus. Außerdem läuft die Bluetoothverbindung über diese App, welche in der Nachrichtenleiste dauerhaft präsent ist und anzeigt, ob die Uhr verbunden ist oder nicht. Insgesamt funktioniert der Gear Fit Manager sehr gut und ist sehr einfach und verständlich gehalten.
Die Samsung Fitness App wiederum sammelt wie weiter oben schon beschrieben alle spezifischen Daten, die die Uhr misst und analysiert. Es bedarf allerdings eines Konto bei Samsung, damit man Zugriff auf alle Tabellen und Statistiken hat. Ebenfalls störend ist, dass es manchmal zu Serverfehlern kam. Zu diesen Zeiten konnten die Daten der Gear Fit nicht an Samsungs Server übermittelt werden und die Statistiken demzufolge nicht aktualisiert werden. Die Leute unter euch, die nicht so gerne ihre Daten im Internet sehen, sollten also wissen, dass viele der von der Gear Fit gesammelten Daten auch ins Internet geladen werden, solltet ihr diesen praktischen Überblick in der Samsung Fitness App haben wollen.
Über die Samsung S Health kann ich persönlich nicht so viel berichten, da ich die App nur ganz selten benutzt habe. Ich interessiere mich nicht so für die verbrannten Kalorien und mache wenig Kraftsport und Jogging um die Funktionen voll auszunutzen. Was mir aufgefallen ist:
1. Die App ist beim Starten auf meinem Samsung Galaxy S4 sehr langsam (braucht rund 4 Sekunden) und die Daten zwischen S Health und Fitness App stimmen nicht immer überein. Da ich aber schon grundsätzlich nicht viel von dem strengen Reglement der Kalorienzufuhr und -verbrennung halte, kenne ich mich da auch nicht so aus und möchte hier in keinem Fall irgendetwas garantieren oder schlecht machen.
Die Batterie hielt bei normaler Nutzung genau 3 Tage. Dabei kommt es natürlich stark darauf an, wie oft ihr die Uhr zum Joggen, Fahrradfahren etc. verwendet und wie Hell ihr euer Display dabei einstellt. Ich persönlich hab draußen eine Helligkeit von 4 gehabt, hab aber die Trainingsfunktionen nur sehr selten benutzt. Ansonsten habe ich natürlich des öfteren auf die Uhr geschaut oder kontrolliert, wie viele Schritte ich gelaufen bin und wie mein Puls ist. Insgesamt würde ich aber sagen, dass selbst bei intensiver Nutzung die Uhr rund 2 Tage durchmachen sollte. Dabei finde es persönlich nicht schlimm, die Uhr alle 3 Tage mal an die Steckdose zu hängen auch wenn es natürlich immer noch ein zusätzlicher Faktor ist, neben dem Tablet und dem Smartphone. Wer also viel Wert auf eine besonders lange Akkulaufzeit legt, für den ist die Samsung Gear Fit also eher nichts. Insgesamt liegt die Smartwatch/Fitnesstracker bei der Akkulaufzeit im Mittelfeld zwischen den Android Wear Geräten und den Fitnesstrackern ohne eigenen Bildschirm.
So sehen die Einstellungen aus. Hier findet man auch die Informationen über den aktuellen Ladestand der Uhr
Jetzt geht es zum schwierigsten Teil. Insgesamt ist die Samsung Gear Fit eine halbwegs gelungene Mischung aus Fitnesstracker und Smartwatch, aber auch nur halb. Große Kritikpunkte sind hier die ungenauen Daten bei der Messung von sportlichen Aktivitäten und das mehr oder weniger abgeschlossene Tizen OS mit nur ganz wenigen Apps von Drittanbietern. Auch dürfte die Akkulaufzeit zu wenig für den einen oder anderen sein.Was die Uhr hingegen sehr gut kann ist das Empfangen von Benachrichtigungen. Bleibt nur noch die Frage:”Für wen ist denn nun die Uhr geeignet?”
Ich würde diese Uhr Personen mit folgenden Eigenschaften empfehlen:
1. Liebe und Offenheit zu neuartiger Technik
2. der Wunsch, Nachrichten auf der Uhr zu empfangen (zum Beispiel Geschäftsleute, die in vielen Meetings nicht auf ihr Handy gucken können oder wollen)
3. eine Begeisterung für aktives Leben haben, aber keine genauen Daten brauchen
4. die ein Samsung Galaxy Gerät besitzen
Das ist insgesamt eine ziemlich kleine Menge an Personen und ich glaube nicht, dass viele von diesen Menschen bereit gewesen wären, 200€ zu bezahlen. Wer allerdings trotz der Probleme gerne eine Samsung Gear Fit kaufen möchte, der bekommt sie auf Amazon für 150€ und auf ebay oder Kleinanzeigen gebraucht für 100-130€.
2014 ist das Jahr der Smartwatches, aber die Samsung Gear Fit sorgt dabei sicherlich nicht mehr für den Durchbruch, es ist ein cooles Gadget, aber auch nicht mehr.
Hier gibts noch weitere Bilder:
Samsung Gear Fit Manager: http://www.samsungapps.com/appquery/appDetail.as?appId=com.samsung.android.wms&cntyTxt=262&equipID=GT-I9505
Samsung Fitness with Gear: http://www.samsungapps.com/appquery/appDetail.as?appId=com.sec.android.app.shealthlite&cntyTxt=262&equipID=GT-I9505
S Health: https://market.android.com/details?id=com.sec.android.app.shealth
Hier geht es zu der Google+ Gruppe:
Google+ Gruppe
Hier sind gesponserte Links zu Amazon (wer mich und meine Arbeit unterstützen will, der kann über diese Links die Produkte kaufen):
Samsung Gear Fit Smartwatch – Schwarz
Samsung Gear Fit Basic Armband in Blau
Samsung Gear Fit Basic Armband in Orange
Was haltet ihr von der Samsung Gear Fit? Einfach nur überteuertes Spielzeug oder habt ihr schon einen Nutzen für sie? Schreibt das doch in die Kommentare und teilt mir bei der Gelegenheit auch mit, ob euch mein Testbericht gefallen hat und was verbessert werden kann. Auch für Fragen stehe ich euch gerne zur Verfügung und werde diese so schnell wie möglich beantworten. Wer mehr lesen will, dem empfehle ich ein Abonnement meiner Seite auf Facebook, Twitter oder Google Plus.
Im Test: Die Samsung Gear Fit – einfach nur cooles Gadget? Die Samsung Gear Fit ist sicherlich nicht die neueste Smartwatch/Fitnesstracker auf dem Markt. Aber das hat auch seine Vorteile, denn gerade der Preis des Gerätes ist nach 4 Monaten im Laden sehr attraktiv, näheres aber später.