Words … just words.
03.05.2026 It seems everything has been said and yet again words must find words. To make the inexplicableexplicable.In the end remains incomprehension.
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Words … just words.
03.05.2026 It seems everything has been said and yet again words must find words. To make the inexplicableexplicable.In the end remains incomprehension.
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The step
“I stood at the edge and didn’t step.”This final step. but:I realised thatI would be harmingmy loved ones.I decided to stay;a friend from afarreached out to methrough memory. Her name: Yanisa.She gave me hope. Even though everythingfeels wrong now,I have to acceptand endurethe upcoming hardship. Two years of my lifelocked upby injustice.Fear touches my dreams. Will I still be able to grow?
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Injustice
“What kind of times are they, when A talk about trees is almost a crime Because it implies silence about so many horrors?” (“To Those Born Later” Berthold Brecht) It is just as relevant today as it was before World War II.
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Children
13. April 2026 This morning, I drove my daughter to the children’s home. Seven years ago, she had to stay there for over a year by force of the child protection agency. She got to know a good friend there, who was one year older than her. My daughter just turned 12 years old now. So, she was invited to visit this friend, who has to spend her whole childhood in this institution because her…
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Die Notwendigkeit
Diese Enge, diese Begrenzung, diese Existenzarmut, auf diese kommen wir zu sprechen: Man tut, was man kann. Es besteht ein Anspruch auf Qualität (von außen und vom Selbst). Kann man dies nicht erfüllen,tut man es trotzdem – Aus Notwendigkeit.
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“Stubborn”
10.4.2026 Eingang des Strafeintrittsaufgebots des AJV.Drei Wochen. Das ist die Ultima Ratio des Staates. Es berührt kaum mehr.Zu lange schon wirkte diese Bürde auf meine Existenz. Das Finale steht kurz bevor.Es gibt keinen Ausweg.Entweder Unterwerfung oder Abgang.Flucht wäre lediglich eine Lösung mit Aufschub.Alles ist unerträglich bedeutsam. Eine schwere Entscheidung –auch angesichts der…
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Überlebensvorsorge
31. März 2025 Erarbeiten eines Entlassungsgesuchs im Voraus für den Strafvollzug, datiert auf den 1. Mai 2027. Sich verbeugen (beugen) vor dem Justizapparat. Die Gratwanderung zwischen dem Verständnis zugunsten des Repressionsapparates und dem Bedürfnis zu überleben. Wie kann man Verständnis aufbringen für die Skrupellosigkeit einzelner Protagonisten, die uns und besonders mir so ziemlich…
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Hunger
21. März 2026 Ich verhungere. Ein erstarrter Körper,neben mir liegend.Keine Bewegung.Kein Verlangen.Versperrt von Gedanken. Jeder tastet ab:wie verletzbar man noch sein darf.Wo Grenzziehung zum System wird. Unter Verschluss: der Körper,der sich nicht öffnen will,nicht darf. Frau.Weib.Cunt. Unverdrossen.In sich gekehrt.Abgeschlossen.Unnahbar. Die Katze auf ihrem Schoß,die Kinder gebar.Zum…
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Zweisamkeit
11. März 2026 Ich fliehe mit EarPodsdurch innere Räume.Sie in Zweisamkeit Ich höre nichts,ich grenze ab.Handlungen wirken fremdwechselhaft – wie meineEin raues Tunflutet Ränder,lässt Grenzen einstürzen. Ihre Bewegungenfrisch und munterDie Sprache doch,sticht mitten hinein.Schwer lastet siedie Verlassenheit.
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Nachgeben
6. März 2026 Und dann gebe ich nach. Als Erstes kommt die Nachricht: Ich habe kein Geld …Als Zweites dann ein „Good morning“ …… und als Drittes überweise ich einen Betrag … Was soll man knausrig sein, angesichts dessen, was auf mich zukommt?
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Sorry
„Sorry, kleines Ich. Ich muss mich verhärten. Nicht jede Welle der Erinnerung muss dich erreichen. Nicht jedes Mitgefühl darf Tränen auslösen.“
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Vier Tage zurück
16. März 2026 Vor vier Tagen bin ich zurückgekehrt.Alles hat sich verschoben.Alles löst sich auf –verschwimmt. Bezichtigungen: wie Schläge ins GesichtDialog? Fehlanzeige.Monolog wird zur verbalen Waffe.Heftig – ungezügelt.Danach Schweigen – tagelang.Vermeiden von Begegnung.Schläft im Wohnzimmer auf der Couch.Die Einkäufe werden mit dem Rad erledigt.Ich könnte mit dem Auto fahren.Ihre nonverbale…
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Depression
5. Januar 2026 Ich betrachte soeben einen weiteren der üblichen Sonnenuntergänge: Die Welt dreht sich auch ohne mich. So der aufkommende Gedanke bei dem an sich beeindruckenden Anblick. Da überkommt mich wieder das bereits bekannte Bild: Ich, nach der Rückkehr – und es wird dann schon bald Frühling sein –, mein Leben in einer Gefängniszelle zu verbringen, eine unvorstellbare Dimension…
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Der Sohn
1. Januar 2026 „Why open?Because what is a blossom anyway but a fist saying, I can’t do this anymore.“ (Josef Fasano) „Warum öffnen?Denn was ist eine Blüte anderes als eine Faust, die sagt: „Ich halte das nicht mehr aus.“ (Josef Fasano) Ich sandte diesen Aphorismus an meinen Sohn mit Wünschen zum neuen Jahr. In der gegenwärtigen Situation, Worte zu finden, ohne floskelhaft zu wirken, ist…
Abzähltage
25. Dezember, 2025 Die Tage werden gezählt – nicht von mir, sondern von einer Ordnung, die längst über mich verfügt hat. Abzähltage. Als säße ich bereits in der Zelle, deren Wände mich langsam, aber unerbittlich erdrücken. Ende Januar wird der Ernstfall eintreten, und ich werde ihm begegnen müssen – unvorbereitet, unfertig, unversöhnt mit dem, was dann beginnt oder endet. Ich suche nach einem…
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Nicht hier sein
12. März 2026 Die Tochter rückt weg,Zur Mutter. Kuchen am Abend. Ihre Blicke verhaltenbeobachtend.Entfremdet Die Distanz dazwischen spricht. Sie flüstern leise miteinander,Worte erreichen mich nicht.Nur Bruchstücke. Ich sitze da.Anwesend –und doch nicht gemeint. Geduldet Keine spricht mich an.Keine sieht mich. Der gleiche Habituswie vor meiner Reise. Ein fremder Gastam falschen…
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Vom Hauch des Lebens
Ein Versuch über die Begegnung mit mir selbst Der 7. März 2026 war ein Samstag. Ich notierte: „Heute habe ich etwas für mich selbst gelebt.“ Ein Satz, der erst im Rückblick sein ganzes Gewicht entfaltet. Denn was bedeutet es, für sich selbst zu leben? Ist es der Moment im Gym, die Bahnen im Pool, die Anonymität des Samstagabends im Zentrum des Nachtlebens? Oder ist es etwas ganz anderes – etwas,…
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