Ein Neubeginn zwischen Altlasten und Zukunftsliebe
22. Juli 2025 – von Lin
In einer Woche ziehe ich in meine Trainingswohnung.
Allein. Zum ersten Mal wirklich allein.
Es fühlt sich an wie der erste Atemzug nach einer langen Zeit unter Wasser.
Ich lerne wieder auf eigenen Füßen zu stehen. Schritt für Schritt. Stolpernd, aber aufrecht.
Und gleichzeitig… öffnet sich mein Herz ganz vorsichtig für jemanden neuen.
Für Nico.
Wir haben uns geküsst. Beim zweiten Date.
Und es war kein überstürztes “Ich will dazugehören“-Küssen.
Es war eines von der stillen Sorte. So eins, bei dem man die Augen schließt und nichts beweisen muss.
Wir wollen uns Zeit lassen. Warten.
Weil wir beide wissen, wie weh es tun kann, zu schnell zu viel zu wollen.
Und trotzdem spüre ich: da wächst was. Zwischen uns.
Vertrauen. Wärme. Neugier.
Er glaubt mir nicht, dass ich ihn attraktiv finde.
Aber ich sehe in ihm so viel mehr, als er selbst in sich sehen kann.
Und vielleicht… darf ich ihm ein Stück davon zeigen.
Gleichzeitig ist da Maik – mein Ex.
Wir wohnen noch zusammen. Es ist kompliziert.
Er hat gestichelt, als er von Nico erfuhr.
Ich weiß nicht, ob es verletzter Stolz war oder einfach das Unvermögen, loszulassen.
Aber diesmal war ich klar:
„Es geht dich nichts an – selbst wenn ich mit ihm zusammen wäre.“
Früher hätte ich gezweifelt.
Jetzt weiß ich:
Ich darf weitergehen.
Ich darf neue Nähe erleben, auch wenn mein Herz noch Narben trägt.
Ich darf Fehler machen und trotzdem glücklich sein.
Ich darf lieben – auf meine eigene, ehrliche, langsame Weise.
Dieser Blogpost ist kein Abschluss, sondern ein Startschuss.
Für ein Leben, in dem ich nicht mehr gegen mich kämpfe.
Sondern mit mir gehe.
Und mit ein bisschen Glück...
geht jemand mit mir mit.














