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@endlose-endgueltigkeit
So, ab jetzt Umzug zu @lostmyblog-again
Dieser Blog ist dann sozusagen Tod gelegt.
TW: Einsamkeit, Allein sein, Minderwertigkeit, Depressionen, Gut genug sein, Verlust
Ich weiß, ich sollte mich davon lösen, mein Selbstwertgefühl nicht mehr von anderen abhängig machen. Doch ich kann es nicht. Was sagt es über jemanden aus, wenn jeder Mensch geht? Ich habe versucht ich zu sein, ich habe versucht jeder andere zu sein, nur nicht ich, ich habe versucht ein Mittel zu finden. Doch egal wer ich war oder bin, Freunde im realen Leben gehen, Menschen im virtuellen Leben melden sich nie wieder, egal wer ich sein werde, ich bin nie genug um es wert zu sein, dass andere mich mögen oder ihre Zeit opfern. Was auch immer an mir falsch ist, ich finde es nicht und das frisst mich innerlich auf und lässt mich in eine unendliche Tiefe fallen.
TW: Depressionen, Gut genug sein, Freunde finden, Verlust, Selbstwert
"Die Definition von Wahnsinn ist, immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten.", dieses Zitat wird häufig Albert Einstein zugeschrieben, obgleich unbekannt ist, ob es tatsächlich von ihm stammt. Wer auch immer zum ersten Mal diese Definition niedergeschrieben hat, legt man sie über die eigenen Verhaltensweisen fällt einem auf, wie häufig man dem Wahnsinn verfällt. Wie häufig tun wir Dinge, verzeihen Menschen, versuchen ein besonderes schweres Level oder probieren erneut ein Gericht, dass wir eigentlich gar nicht mögen obwohl uns klar ist, wie es enden wird, nämlich genauso wie bei den vorherigen Versuchen. Überraschung überraschung, meist haben wir recht und fallen erneut auf die Nase. Insbesondere dann, wenn es um das Zwischenmenschliche geht. Wie häufig hab ich bereits versucht hier Leute zu finden mit denen man schreiben kann, sich anfreunden kann und zu 99% lief es genauso ab wie aktuell, am Anfang melden sich viele auf die Aufrufe, von einigen bekommt man nicht einmal eine Antwort auf die erste Nachricht, bei einigen passt es einfach nicht, das merken meist beide Seiten, die Basis für eine potentielle Freundschaft ist einfach nicht gegeben. Doch leider gibt es dann noch diese andere Gruppe, Menschen die man sympathisch findet, die einen aber im Gegenzug nicht sympathisch zu finden scheinen. Die sich irgendwann nicht mehr melden, die einfach nicht mehr antworten. In diesen Momenten kommt das Gefühl wieder hoch, es ist die perfekte Bestätigung, dass man einfach nicht gut genug ist. Nicht interessant genug, nicht geeignet, nicht die Zeit wert. Ich glaube das ist der ewige Kampf des Lebens, der Versuch gut genug zu sein und anderen es Wert zu sein ihre Zeit zu "opfern". Vielleicht erreiche auch ich irgendwann diese Ebene. Ich kann nur hoffen bis dahin.
Trigger-Warnung für: Tod, Leben nach dem Tod, Natur, Schauspiel
Blitze schlagen ein im reinen Blau des Meeres. Der Donner grollt über flache Wiesen, prallt gegen schneebedeckte, still stehende Riesen und bricht die Stille der dazwischen liegenden Täler.
Regentropfen versickern, sammeln sich als Grundwasser, fließen aus einer Quelle zurück ins Meer, rein, sauber und klar. Der Wind weht zwischen den Bäumen, bewegt Blätter, lässt sie herabfallen auf den Boden. Irgendwann, nach Minuten, Stunden brechen die Wolken, die Sonne scheint hindurch, die Welt atmet, sie lebt, in jeder Pflanze, in jedem Baum, doch die Zeit steht still, niemand zählt sie, niemand wird getrieben durch sie, so wie es war vor dem ersten Lebewesen an Land, so wird es auch werden nach dem Ende des Leben. Friede kehrt zurück auf die Erde und das wunderschöne Spektakel der Natur, Wellen, Gewitter, rosaroter Himmel sind schöner denn je, nun wo sie keiner mehr beobachtet. Wir werden alle überdauert durch das was war, was ist, was immer sein wird.
Trigger-Warnung für: Leere, Tod, Suizid, Leben danach, Sinn des Lebens, Vergessen werden, Hoffnung
Scheiße. Manchmal bräuchte ich eine Trigger Warnung für mich selbst, für meinen eigenen Kopf. Bloß ist das Problem, bei einem externen Trigger kann man sich entfernen, um Ruhe bitten oder weg hören, meist zumindest, die Stimme in meinem Kopf aber folgt mir, spinnt die Gedanken weiter und foltert mich. Ich habe heute ein Buch zu Ende gehört, ein Hörbuch, das vermutlich nahezu jeder kennt und mal gelesen hat, doch an mir war es immer vorbei gegangen, ich kannte den Namen der Hauptcharaktere, das aber auch nur vom Einband. Und während ich das Buch hörte und mehr und mehr Verbindungen knüpfte und mich einfühlte, so stieg in mir auch irgendwie das Gefühl zu wissen, worauf der Countdown hinausläuft. Aber ich hätte nicht falscher liegen können, der Twist hat mich ins Mark getroffen, vollkommen unerwartet und für einen kurzen Moment hatte ich das Gefühl ich wäre Teil des Buches, Teil der Gruppe. Auch wenn ich den Ich-Erzähler des Buchs nicht leiden kann, so konnte ich mich dennoch teilweise identifizieren. Letztlich blieb ein großer Gedanke bei mir hängen, "Wir alle gehen".
Egal ob wir es schaffen das Altern zu stoppen, jede Krankheit ausrotten und ewig leben könnten, wir alle würden gehen. Auch wenn wir unsere Erde bis auf den letzten Tropfen leer saugen, ehe wir in eine neue Heimat aufbrechen, irgendwann wird jede Materie vergehen. Wir werden zerfallen, unsere Haut und unser Fleisch, die Muskeln, Sehnen und Adern, bis letztlich Knochen bleiben, die über Jahrhunderte zu Kohle oder Öl werden. Selbst wenn wir diesem Kreislauf entkommen könnten, irgendwann folgt der Bug Freeze, Big Crunch oder Big Rip, der Tod unseres Universums. Solange wir es bis dahin nicht schaffen durch höhere Dimensionen zu reisen, so wird dies dann unser aller finales Ende sein. Bloß das Ich und jeder den ich kenne und je kennen werde, dann schon längst vergessen ist. Ein Durchschnittsbürger bleibt vielleicht 150 Jahre lebendig nach seinem Tod, doch auch dann wird es niemanden mehr geben der sich erinnert. Gewiss taucht der Name in alten Dokumenten auf, doch wofür dieser Mensch stand, was er war, was ihn ausgezeichnet hat und zu dem gemacht hat, der er war, das wird keiner mehr wissen. Selbst unsere größten Köpfe werden in spätestens 20.000 Jahren vergessen sein. Als hätten Sie nie existiert. Und während wir alle vergehen, davon scheiden aus dem Leben und den Erinnerungen, so wird das Universum seinen Weg weitergehen, als wäre nichts passiert, alles nimmt seinen Lauf wie es das immer schon tat, Jahrhunderte, Tausende, Millionen und Milliarden, Ewigkeiten, bis auch hier alles endet.
Wir wissen nicht was passiert, kühlt das Universum im Big Freeze aus, zerreißt es von den kleinsten Atomen bis zu den größten Sternenhaufen als Big Rip oder kracht alles zusammen und endet gar in einem neuen Urknall als Big Crunch, keiner von uns wird das erleben. Keiner von uns weiß wie es danach weiter geht, beginnt alles von vorne, in einem ewigen Kreislauf des Determinismus, haben wir alle bereits unzählige Male diese Schleifen erlebt? Oder wird alles bei jedem Zusammensturz anders? Oder ist dort nur eine unendliche Leere? Und egal ob wir es schaffen durch interdimensionales Reisen auch dieses Ereignis zu überleben indem wir in ein Paralleluniversum fliegen, ich werde es nicht erleben, ich werde tot sein, genauso wie jeder den ich kannte, tot und vergessen. Daran kann ich nichts ändern, das kann niemand. Der Himmel ist nicht nur der Ort wo wir unsere Verwandten wiedersehen, es ist auch das einzige, was uns davon abhält durch zu drehen, denn ohne ihn wäre jedes Ereignis bedeutungslos, denn letztlich ist ein ganzes Leben im Vergleich zum Kosmos nicht mehr als ein Wimpernschlag von dem nichts übrig bleiben wird. Der nichts ändert, jedes unserer Probleme ist winzig und eigentlich unbedeutend. Es muss ein "Danach" geben, sonst wäre das "Jetzt" bedeutungslos.
David Romano: When Tomorrow Starts Without Me
When tomorrow starts without me
And I’m not here to see
If the sun should rise and find your eyes
Are filled with tears for me
I wish so much you wouldn’t cry
The way you did today
While thinking of the many things
We didn’t get to say
I know how much you love me
As much as I love you
And each time you think of me
I know you’ll miss me too
But when tomorrow starts without me
Please try to understand
That an angel came and called my name
And took me by the hand
And said my place was ready
In Heaven far above
And that I’d have to leave behind
All those I dearly love
But when I walked through Heaven’s gate
I felt so much at home
When God looked down and smiled at me
From His great golden throne
He said this is eternity
And all I promised you
Today your life on earth is past
But here it starts anew
I promise no tomorrow
For today will always last
And since each day’s the same way
There’s no longing for the past
So when tomorrow starts without me
Don’t think we’re far apart
For every time you think of me
I’m right here in your heart
Trigger-Warnung für: Leere, Traurigkeit, Hoffnungslosigkeit, Alkohol, Depressionen, Suizidgedanken, Tablettenmissbrauch
Es fühlt sich an als wäre mein Kopf der Times Square, es ist wahnsinnig laut, wahnsinnig hell und alles verwischt ineinander. Ich kann keinen dieser Gedanken greifen oder artikulieren. Und zeitgleich ist da diese Leere, diese Stille, als würde die Zeit still stehen. Kennst du diese Tage an denen du aufwachst und am liebsten 3 Schlaftabletten einwerfen würdest, auf dass das nächste aufwachen erst am nächsten Tag ist? Wenn du nicht einmal weißt warum du dich so fühlst und mit niemandem reden kannst? Weil ein "Weiß ich nicht" so aufgefasst wird als hättest du nichts, als wärst du nur auf Aufmerksamkeit auf? Dabei ist das genau das schlimmste Gefühl, nicht zu wissen weshalb man sich so fühlt bedeutet auch, dass man es nicht ändern kann.
Wie lenkt man sich ab, wenn die Traurigkeit ständiger Begleiter ist in allem was man tut, wenn es nicht der Gedanke an jemanden ist oder die Arbeit? Wenn man einfach nicht ausweichen kann? Wenn man umgeben ist von Leuten, nur schweigt und sich so einsam fühlt wie nie zuvor? Wenn man das Gefühl hat, dass die eigene Existenz keine Auswirkung hat, dass es egal wäre ob man da ist oder nicht, die Welt dreht sich weiter und ihre Bewohner tun es ihr gleich. Was macht mich aus, was macht mich einzigartig, was macht mich unersetzbar? Mit jeder Sekunde die ich darüber nachdenke, in der ich keine Antwort finde, verfestigt sich mein Glaube, dass es eben nicht so ist. Ich bin weder einzigartig, noch unersetzbar. "Ein Mensch ist erst dann tot, wenn er vergessen wurde", ich wüsste nicht an was von mir man sich in einem Jahr noch erinnern sollte.
Klar schwirrt mein Name durch zig Datenbanken, Dokumente und Werbepost, doch ich kann mir keine Situation vorstellen in der mich jemand aufrichtig vermissen würde. Wir alle hinterlassen unsere Spuren, manche für immer im Zement, andere, wie ich, im warmen Sand am Strand, ich weiß nicht ob der Wind diese Spuren verwehen wird oder ob die nächste Welle sie hinfort spült, doch mir ist klar, dass eines davon passieren wird, eher früher als später. Ich starre in mein Glas, es könnte gar nicht tief genug sein um es mit genug Alkohol zu füllen bis die Leere einfach egal ist. Wozu bin ich hier, was ist der Sinn meines Lebens, wo bin ich abgebogen, dass ich nun hier stehe, Tränen in den Augen, Alkohol in der Hand und ein Schatten auf der Seele.
Egal was ich mir gerade vorstelle, meine Reaktion sieht immer gleich aus, egal ob man mir sagt ich hätte im Lotto gewonnen, würde morgen nach Bali reisen oder nächste Woche shoppen gehen, die schlimmste Reaktion ist genau die in meinem Kopf, Gleichgültigkeit, keine Vorfreude. Das hat mich immer durch die Phasen gezogen, in zwei Wochen hat man Urlaub, in drei Monaten findet das Konzert statt, in fünf Monaten fliegt man in den Urlaub oder auch Kleinigkeiten wie ein Fußballspiel oder ein Besuch am Ende der Woche. Doch da ist nichts mehr, nichts was mich zieht, was mir Hoffnung gibt oder mich motiviert. Ich fühle einfach nur eine endlose Leere, als würde ich durch das All schweben und jeder Stern den ich zuvor gesehen habe, der mir den Weg und die Hoffnung gezeigt hat, ist erloschen, mich umgibt die unendliche Leere und Dunkelheit, über mir, unter mir, vor mir und hinter mir, in einem leeren Nichts. Man soll den Kopf nicht hängen lassen, doch manchmal ist die Last einfach zu schwer, die Last die kein anderer sieht, weil sie nicht wie ein Gewicht am Hals hängt, sondern sich eher wie ein Hirn aus Blei verhält. Niemand sieht es und doch zieht es runter, so dass es einfach nicht möglich ist den Kopf oben zu halten. Ich werde weiter machen, versuchen zu kämpfen, durchzuhalten, doch ein Gedanke bleibt: "Wofür".
TRIGGER Warnung: Sinn des Lebens, Tod, Alkohol
Spaß haben, berühmt werden, 42? Was ist der Sinn des Lebens, der wahre Sinn hier zu sein. Viele Menschen stellen sich diese Frage, mal für 5 Minuten, mal das Leben lang, mal in der Gegenwart, mal vor Jahrhunderten oder gar - tausenden im alten Griechenland. Manch einer hat gar sein Leben mit der Suche nach etwas verbracht, dass er nie gefunden hat.
Denn was ist der Sinn des Lebens wirklich? Möglichst alt zu werden?
Viel Vermögen aufzubauen?
Statussymbole wie ein großes Haus und teuren Wagen besitzen?
Möglichst viel von der Welt sehen?
Eine Familie gründen?
Weltweit bekannt zu sein?
Oder sind es eher die kleinen Momente?
Die Nacht in der man durchgetanzt hat bis die Sonne wieder aufging?
Mit Freunden, Energie, Alkohol, Schweiß, Nähe und einem Tanz im lauwarmen Sommerregen kurz vor Mitternacht, als man mal wieder gespürt hat was leben wirklich heißt?
Es ist schwer zu sagen was wirklich der Sinn unserer Existenz ist, vermutlich werden wir auch nie eine objektive Antwort darauf bekommen, jeder sollte sich selbst überlegen welches Leben er nicht mit seinem letzten Atemzug bereuen würde. Und genau dieses Leben, dass sollte man jeden Tag voll und ganz leben.
TRIGGER-Warnung: Schicksal, Fehler, Zukunft, Scheitern, Determinismus, Tod, Vorspielen von Gefühlen
Was wäre wenn? Eine Frage die sich wahrscheinlich jeder schon mindestens einmal gestellt hat. Sei es nach einer Entscheidung, an einem Meilenstein des Lebens oder einfach um 3 Uhr nachts, wenn das Gedankenwirrwar mal wieder über die Müdigkeit siegt. Aber was wäre wenn man wüsste was wäre wenn etwas anders wäre? Das klingt kompliziert, stellt aber eigentlich nur die Frage nach den Konsequenzen wenn wir die "Was wäre wenn?" - Frage beantworten könnten. Wenn es ein kleines Gerät geben würde, das uns verrät wie es aussehen würde wenn eine Entscheidung anders ausfällt.
Aber welcher Zeitraum wäre von Nöten? Vielleicht fragt man sich was gewesen wäre, wenn man einen anderen Job angenommen hätte. Klar könnte man sich dann anschauen wie es in 5 Jahren aussieht. Wer verspricht einem aber, dass das tolle Bild mit hohem Gehalt und viel Luxus, dass man in 5 Jahren sieht, nicht 2 Monate später einstürzt und man letztlich alles verliert? Wählt man dann lieber die 5 angenehmen Jahre und ändert sein Schicksal oder nimmt man doch lieber die sichere aber weniger profitable Variante? Um das letztlich bestmöglich entscheiden zu können müsste man im Schnellraffer bis zum eigenen Tod schauen. Aber möchte man diesen Weg dann gehen? Entweder man kann das Schicksal dann ändern, allerdings würde das bedeuten man wüsste nie wirklich was passiert, da bei der nächsten Nutzung des Geräts der zuvor gesehene Strang zerstört werden würde oder aber all die künftigen Nutzungen und Entscheidungen wären bereits in diesem Strang enthalten und mit berechnet, das dann gewählte Schicksal würde bedeuten, dass die Zukunft deterministisch vorbestimmt und unabänderbar ist und man bereits genau weiß was passieren wird, wie man sterben wird etc. und es nicht ändern kann.
Führt man diesen Faden weiter stellen sich mehrere andere Fragen. Wer verspricht einem, dass das was man sieht auch das Innenleben spiegelt? Wenn man sieht, wie man mit einem Menschen glücklich ist und lacht und diesen Weg wählt, wie lange redet man sich Gefühle oder Liebe ein, basierend darauf, dass man ja gesehen hat wie glücklich man war, bis man bemerkt, dass man nicht Glück gesehen hat sondern der Glaube an künftiges Glück. Das Lächeln das man gesehen hat war aufgesetzt, denn, und nun wird es kompliziert, schaut man mit 30 in die Maschine und sieht sich selbst mit 35 lächelnd und glücklich und wählt diesen Weg dann, so gibt es zwei Optionen, mit 35 ist man glücklich oder man glaubt weiterhin man würde noch glücklich werden weil man ja gesehen hat dass es so kommen wird und spielt es daher vor. Und genau an diesem Punkt hat man sich vor 5 Jahren gesehen, nicht glücklich sondern wartend auf ein Glück, das nicht mehr kommen wird.
Zudem bleibt offen ob man überhaupt noch wachsen würde. Wir wachsen an Fehlern, an Schmerz, am Scheitern, all das macht uns zu dem, der wir heute sind und der wir in Zukunft sein werden. Ist man bereit Entscheidungen zu treffen, obgleich man bereits gesehen hat, dass man es bereuen wird und das es nicht die beste Option ist? Oder meidet man Fehler und verhindert damit auch daran charakterlich zu wachsen? Ein wichtiger Punkt den ich im Leben gelernt habe ist, dass Fehler wichtig sind, ich nenne es "falsche Entscheidung zur richtigen Zeit", im Nachhinein wird man es wahrscheinlich bereuen und sich fragen wieso es so gekommen ist, doch in dem Moment ist es das richtige. Auch hier treffen zwei Weltbilder aufeinander, das Leben im hier und jetzt, tun was man tun möchte, was sich gerade richtig anfühlt, egal was es für die Zukunft bedeutet oder lieber die Entscheidung die einem in der Zukunft mehr bringt? Beides kann richtig sein, muss es aber nicht. Man kann jahrelang Geld sparen auf einem Konto, damit man sich in Zukunft ein Haus kaufen kann, entweder man freut sich dann in Zukunft über das Haus oder bereut es das Geld nicht ausgegeben zu haben, weil es nun durch eine Hyperinflation wertlos ist. Gibt man das Geld aus freut man sich im Hyperinflation-Szenario denn man hatte etwas vom Geld, vielleicht ärgert man sich im anderen Szenario aber dass man sich eben kein Haus leisten kann.
Eine "Was wäre wenn?" - Maschine würde diese Frage beantworten aber letztlich würde man doch nur noch auf genau dieses Ziel hinarbeiten ohne das auf dem Weg liegende zu genießen.
Auch wenn es manchmal erscheint als sei eine solche Maschine äußert nützlich, so bleibt dennoch immer die Frage wie viel man sehen müsste um richtig entscheiden zu können, ob man sich nicht selbst täuscht weil man eben durch das gesehene manipuliert wurde und wie gut man mit einem deterministischem Schicksal und der Kenntnis des eigenen Todes umgehen könnte.
Vermutlich ist es für uns alle besser, dass es eine solche Maschine außerhalb der Science-Fiction nicht gibt.
Wie beginnt man etwas, von dem man nicht weiß wie es enden wird, wohin der Weg führt und was unterwegs lauert?
All das ist für mich noch komplett offen und nachdem ich mich deshalb ziemlich unwohl gefühlt habe und seit Monaten zögere diesen Account endlich zu eröffnen und zu nutzen, hab ich mich nun damit abgefunden und mich ein Stück weit damit auch angefreundet. Letztlich ist ein Ziel vor Augen auch immer eine Ablenkung. Das klingt jetzt erstmal komisch, normalerweise wird man ja abgelenkt davon sein Ziel zu erreichen, doch wenn man ganz fest auf ein gewisses Ende hin arbeitet, verpasst man dann nicht zwischendurch zig Möglichkeiten die einfach nicht auf den Weg zu passen scheinen?
Ich habe jetzt zum ersten Mal verstanden was "Der Weg ist das Ziel" wirklich bedeutet. Es heißt nicht, möglichst viel Spaß auf dem Weg zum Ziel zu haben, sondern den Weg offen zu bestreiten, an jeder Gabelung unvoreingenommen zu entscheiden und sich überraschen zu lassen, wo man am Ende stehen bleibt.
Ich hoffe Du begleitest mich auf dieser Reise. Getreu allem was ich zuvor versprochen habe wird auch mein Blog geführt werden, es kommen Gedichte, Gedanken, Kurzgeschichten, Emotionen, Briefe, alles, alles was mir zu dem Zeitpunkt als richtig erscheint. Das bedeutet aber leider auch, dass ich sicher auch einige Posts Trigger enthalten werden.
So gerne ich Dich bei jedem Text mitnehmen würde und mich freuen würde wenn Du alles liest, so wichtig ist mir auch Deine Gesundheit, insbesondere die mentale. Ich werde versuchen jeden Post mit den entsprechenden Trigger-Warnungen zu versehen. Allerdings können Trigger sehr vielfältig sein, Dinge die für mich unproblematisch sind können bei Dir Traumata wieder aufleben lassen. Das möchte ich vermeiden, ich möchte Dich mitnehmen, mal zum Lachen bringen, mal zum Nachdenken und vielleicht auch mal zum Weinen denn das ist auch prinzipiell etwas schönes. Ich möchte aber in erster Linie niemandem schaden, wenn du also durch eher seltene/spezielle/individuelle Dinge getriggert wirst, die viele gar nicht bemerken, dann sei bitte vorsichtig und brich auch lieber das Lesen von einem Post ab, bevor er dir schadet. Falls dir aber mal auffällt, dass etwas triggert in eine Richtung, die ich nicht erwähnt habe in der Warnung, dann gibt mir bitte kurz Bescheid, du musst mir nicht erzählen warum es triggert (du darfst aber gerne wenn es dir hilft /du möchtest), es wäre aber schön wenn du mir kurz sagst, dass dieser Begriff ein Trigger für jenes Thema sein kann, so kann ich die Warnung in den Post einarbeiten und für künftige Texte in dieser Richtung bzw mit diesem Thema direkt von Anfang an einpreisen. In der Hoffnung, dass niemandem geschadet wird und Du hoffentlich Freude an meinem Account haben kannst.
Vielen Dank wenn Du bis hierhin gelesen hast, weitere Posts findest Du unten oder aber in Kürze falls Du zu den ersten Menschen gehörst, die mich hier gefunden haben.