Ich bin in Österreich gebeoren, ein Stadtkind. Ich lebte ein zurückhaltendes Leben bis zu meinem 15. Geburtstag. Meine Leben änderte sich und auch das Leben aller Menschen die ich kannte. Ich habe das Tourette Syndrom, ich schreie und beiße, meist auf sehr erheiternde, niedliche weiße wie es mein Umfeld behauptet. Anfang 2018 wurde bei mir Epilepsie diagnostiziert. Es war eine kleine Erleichterung - endlich was normales, etwas erklärbares. Doch viele Symptome blieben bis jetzt unerklärt. Mir wird oft schwindlig, manchmal hält dies an, ein paar Tage, Wochen, das längste war bisher 1,5 Monate. Ich krampfe oft, bei vollen Bewusstsein, die Häufigkeit schwankt von ein mal im Monat bis zu 3 mal täglich. Man fühlt sich wie ein Fisch im trockenen. Ich suche Halt. Ich suche Sicherheit. Mir fehlt die Kontrolle meines Körpers. Doch ich lebe, wenn auch in Zeitlupe. Ich habe einen Freundeskreis der mich unterstützt, eine Familie die versucht damit umzugehen und zu lernen. Vor kurzem habe ich eine Lehre abgeschlossen. Es war ein Kampf. Ich brauchte viel Unterstützung aber ich habe es geschaft. Ich bin unendlich dankbar. Ich bin ein Teil der Welt und ich werde mein Leben leben auch wenn das heißt, dass ich immer kämpfen muss.
Ich bin nicht komplett, ich teile mein Leben. Ein Teil von mir heißt Tourette, ein anderer Epilepsie, immer wieder tauchen Angst und Panik auf, doch das bin nicht ich, es ist nur ein Teil von meinem Dasein. Ich bin gerne da, es bedeutet für mich lachen und Freude teilen. Es ist nie langweilig, immer passiert etwas und um ehrlich zu sein, oft ist es negativ aber nur weil es so hart ist das positive richtig wahr zu nehmen. Manchmal dreht sich alles, das ist aber normal, das tut die Erde auch. Ich sehe das nicht so eng, immerhin ist es ja nur ein Teil von mir und nicht ich.