Man trifft sich,
man stöĂt an,
man sagt: âAlles gut.â
Und ich frage mich,
ob das schon alles ist.
Ob wir wirklich leben
oder nur vermeiden,
allein mit uns zu sein.
Not today Justin
I'd rather be in outer space đž
DEAR READER
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Kiana Khansmith

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@jkuntitled
Man trifft sich,
man stöĂt an,
man sagt: âAlles gut.â
Und ich frage mich,
ob das schon alles ist.
Ob wir wirklich leben
oder nur vermeiden,
allein mit uns zu sein.
Wir versprechen, den Anruf nachzuholen.
Das Treffen verschieben wir, weil heute nicht passt.
Der Spaziergang bleibt ein Plan, der nie umgesetzt wird.
âIch erzĂ€hle es dir spĂ€terâ â Worte, die in Vergessenheit geraten.
Wir glauben, wir haben die Zeit im Griff, als ob sie uns gehört.
Doch plötzlich merken wir, dass âspĂ€terâ nicht mehr da ist.
Die Stimmen, die uns lieb sind, verstummen.
Die vertrauten Gesichter werden zu Erinnerungen.
Der Tag verwandelt sich in Nacht und StĂ€rke wird zur bloĂen Fassade.
Ein LĂ€cheln verblasst und das Leben, das wir vor uns herschieben, vergeht.
âSpĂ€terâ wird zu âzu spĂ€tâ, zu einem Schatten â einem Echo dessen, was hĂ€tte sein können.
Was wir aufgeschoben haben, bleibt ungesagt, ungetan.
JK
Warum glaube ich
gut fĂŒr mich sei nicht das,
was ich verdiene?
Warum wÀchst in mir
ein GefĂŒhl der Ablehnung,
wenn jemand mich sieht,
wertschÀtzt, liebt?
Warum renne ich Menschen hinterher,
die mich in die schlechteste Version meiner selbst verwandeln,
nur um mich dann so zurĂŒckzulassen?
Warum nenne ich das Liebe,
etwas Besonderes,
wenn es mich doch nur zerreiĂt?
Warum reicht das Wissen,
das Verstehen,
nicht aus,
um mich zu befreien,
und es wirklich zu Àndern?
âââââââââââââââââââââââââââââââââââââ
J.K
So etwas erlebt man nur einmal im Leben â erinnerst du dich?
âââââââââââ
J.K
âž»
Ich dachte lange, du wÀrst alles, was ich brauche.
Jetzt weiĂ ich:
Du bist alles, was ich nicht brauche.
Ich habe mich oft gefragt,
wie etwas so Magisches
so falsch sein kann.
Jetzt weiĂ ich:
Es kann.
Ich wĂŒnsche mir echte Liebe.
Und richtig guten Sex.
Tief in mir habe ich nie geglaubt,
dass beides zusammen möglich ist.
Verstanden habe ich das erst durch dich.
Auch wenn ich lieber darauf verzichtet hĂ€tte â
nur durch dich
konnte ich mich heilen.
J.K
Warum finde ich keinen Mittelweg,
warum keine Ruhe â kein Bleiben.
Immer zwei Seiten.
Und keine fĂŒhlt sich richtig an.
Ich brauche Sicherheit â doch erst im Risiko fĂŒhl ich mich lebendig.
Will NĂ€he â und zieh mich zurĂŒck, wenn sie zu nah wird.
Will fliegen â doch der Boden unter mir fehlt mir dann.
Mit einem von beiden bin ich unglĂŒcklich.
Mit beidem ĂŒberfordert.
NĂ€he.
Distanz.
Freiheit.
AbhÀngigkeit.
Ich will einfach nur glĂŒcklich sein.
Mich nicht mehr verschwenden
in durchgestofften NĂ€chten,
in falschen Versprechen,
in vergÀnglichen Kicks.
Aber woher kommt dann diese Anziehung?
Der Rausch, der ruft,
wenn eigentlich alles genug sein sollte?
Vielleicht will ich das Feuer,
ohne zu verbrennen.
Vielleicht will ich mich verlieren ,
Und trotzdem gefunden werden.
VielleichtâŠ
will ich einfach ankommen.
Bei mir.
Aber noch weiĂ ich nicht,
wie.
ââââââââââ
J.K
The worst part isnât the pain.
Itâs this helpless in-between.
This knowing:
Thereâs nothing I can do.
I keep existing and have to endure it.
But something in me refuses.
Like a child
who sits down
in the middle of the hallway
and wonât go on.
I know youâre gone.
I know I should accept it.
Not because I canâtâ
but because I donât want to.
Because I refuse to believe
that now everything is different.
And everything keeps moving.
The everyday.
The hours.
Life.
But something is missing.
Not somewhere.
In me.
J.K
Du gibst mir Hoffnung.
Hoffnung auf ein anderes Leben.
Auf das Leben, was ich mir mit 16 ertrÀumt hab.
Ich dachte, das wĂŒrd ich nie mehr fĂŒhlen.
J.K
Das Schlimmste ist nicht der Schmerz.
Es ist dieses hilflose Dazwischen.
Dieses Wissen:
Es gibt nichts,
das ich tun kann.
Ich existiere weiter
und muss es aushalten.
Ich weiĂ,
du bist fort.
Ich weiĂ,
ich sollte es akzeptieren.
Aber etwas in mir weigert sich.
wie ein Kind,
das sich mitten im Gang
auf den Boden setzt
und nicht weitergeht.
Nicht weil es nicht könnte-
sondern weil es nicht will.
Weil es nicht einsehen will,
dass jetzt alles anders ist.
Und alles lÀuft weiter.
Der Alltag.
Die Stunden.
Das Leben.
Aber es fehlt etwas.
Nicht irgendwo.
In mir.
J.K
Ruhe und Frieden
Dein Glas steht noch da.
Halb leer.
Wie die Zeit seitdem.
Dein Platz am Fenster â keiner wagt sich hin.
Dein Lachen hÀngt noch zwischen dem Rauch und dem Gin.
Sie reden um mich, doch ich hör nicht hin,
nur Stimmen, die dich nicht kannten.
Und ich bleib sitzen, Nacht fĂŒr Nacht,
als wÀr hier noch was offen, das keiner mehr sagt.
Ich wĂŒnsch dir Ruhe und Frieden,
wo immer du bist.
Keine Fragen mehr,
keine Last, kein Vermissen.
Ich halt dich fest
in Momenten,
die keiner mehr sieht â
nur ich.
Dein Mantel hÀngt da,
als wĂŒrdest du gleich reinkommen
und sagen: âKomm schon, wir gehn.â
Aber drauĂen fĂ€llt Regen auf den kalten Stein
und ich bleib allein mit dem, was wir waren.
Man sagt, mit der Zeit wird es leichter,
doch ehrlich: Die Zeit wird nur leerer.
Du fehlst nicht laut, du fehlst ganz still,
so wie der Rauch, der sich langsam verzieht.
Ich wĂŒnsch dir Ruhe und Frieden,
mehr als ich mir.
Ein letzter Gedanke,
ein letzter Schluck Bier.
Ich red mit dir
ohne Stimme â
und glaub, du hörst es
von hier.
Kein groĂer Abgang.
Kein Licht, das kam.
Nur die Stille.
Und ich,
die nicht schlafen kann.
Ich wĂŒnsch dir Ruhe und Frieden â
mehr bleibt mir nicht.
Du warst der Grund,
warumâs manchmal hell war in mir.
J.K
Wahrscheinlich
habe ich mir noch nie so sehr im Leben gewĂŒnscht,
dass sich alle tÀuschen.
Dass du gar nicht so schlecht bist,
wie sie sagen.
Das war zumindest das,
was du zu mir gesagt hast.
Aber tief in mir wusste ich wahrscheinlich die ganze Zeit,
dass mehr Wahrheit in der Sichtweise der anderen steckt.
Es sollte mir also gut damit gehen,
dass du losgelassen hast.
Es sollte mich befreien.
Doch du gehst mir nie ganz aus dem Kopf.
Und genau das macht es so schwer.
Du bist mir nicht egal.
Das wirst du auch nie sein.
Selbst als du sie getroffen hastâŠ
Selbst als du bei ihr eingezogen bistâŠ
standest du immer wieder vor meiner TĂŒr.
Irgendwie
ist ja immer wieder einer zurĂŒckgekommen.
Ich dachte,
das bleibt ewig so.
Doch diesmal ist es anders.Wir sind nicht mehr wir.
J.K
Ich hab etwas in dir gesehen,
das mir das GefĂŒhl gab:
Du bist mehr.
Vielleicht warst du das auch mal.
Aber es war nicht aufzuhalten.
Du bist mir entwichen â
verloren gegangen,
weil du dich verlieren wolltest.
Und was blieb uns davon?
Der beste Sex?
Ja. Definitiv.
Aber fĂŒr mich
war es immer mehr.
Einzigartig.
Leidenschaftlich.
Tief.
Ich hab mich fast verloren,
um dich zu retten â
und dir warâs egal.
Du nimmst Menschen mit in deinen Abgrund,
weil du lÀngst aufgegeben hast.
Auch dich.
Ich frag mich â
und irgendwie auch dich:
Bist du es leid nicht zu kÀmpfen?
Ist es leichter,
anderen weh zu tun,
als dich selbst zu fĂŒhlen?
FĂŒr mich warst du mehr.
Aber deine Zweifel waren stÀrker.
Sie haben dich blind gemacht â
fĂŒr das,
was du hÀttest sein können.
FĂŒr mich.
FĂŒr dich selbst.
FĂŒr uns.
Menschen arbeiten jahrzehntelang fĂŒr Geld, um dann im Alter damit ihre Gesundheit zu âzurĂŒckzukaufenâ.
Du hast mich gesehen,
wie keiner zuvor.
So, wie ich wirklich bin.
Du hast geschafft,
was niemand vor dir geschafft hat.
Ohne meine Hand zu halten.
Ohne mich kĂŒssen zu können.
Ohne mir nah zu sein.
Du kennst mich,
so wie nur ich mich kenne.
Mit dir fĂŒhl ich Sicherheit.
Meine Mauern â
fast ganz weg.
Du hast sie nicht zerbombt.
Du hast sie mit mir abgebaut.
So hell warâs bei mir noch nie.
Und auch wenn kleine Ecken
immer noch dunkel sind â
Ich will, dass sie leuchten.
Ich bin mir sicher,
dass du es bist.