Manuel Gehrke: Arbeiter* verlassen die Fabrik
Keller Drei - Hannover, Weidendamm 28, 30167 Hannover04.09.2020 - 25.09.2020
Eröffnung: Freitag, 04.09. ab 20 Uhr
Öffnungszeiten Zinnober :
Samstag 05.09. 11-20 Uhr
Sonntag 06.09. 11- 19 Uhr
Do-So jeweils von 17-20h
Personenanzahl: maximal 20
Außerdem: Das sogenannte Establishment (DSE) präsentiert am Samstag, 05.09 um 20:00 Uhr ein Konzert mit der Gruppe BassDie Multimediaausstellung "Arbeiter* verlassen die Fabrik" zeigt Videoinstallationen, Gemälde, Skulpturen und Fotografien, die Social Media als Gegenstand gemein haben. Dabei fokussieren die Arbeiten stets Strategien der Anpassung in der Konkurrenz. Untersucht wird, wie sich Individuen innerhalb einer bildgewaltigen Produktion, stetig darstellen und permanent neue Rituale und Praktiken hervorbringen. Eine ernsthafte Auseinandersetzung mit dem Gegenstand soll Notwendigkeiten der Strategien einer Bildkonkurrenz sichtbar machen. In den Arbeiten werden gedankliche Übergänge, beginnend mit der reinen Produktion und Archivierung von Realem, über subjektivierte Ideale und Selbstbilder bis hin zu den Gewinnern dieser Konkurrenz, den Selbstvermarktern, die Inhalt und Vermittlung zum Zeichen moralischer autonomer Individuen machen, aufgezeigt.
Der Zwang zur Arbeit und seine moralische Rechtfertigung liegen bereits früh in Gehrkes Biografie angelegt. Geboren (1982) in einer ostdeutschen Kleinstadt in eine Arbeiterfamilie, war die stete Auseinandersetzung mit Arbeit, aber gerade dem nicht Vorhandensein derselben und der daraus resultierende stete Kampf in der Konkurrenz um die wenigen Arbeitsplätze nach der Wende, allgegenwärtig.
Bevor Manuel Gehrke sich der Reflexion von Social Media zuwandte, arbeitete er hauptsächlich mit Musikern (Messer, Andreas Spechtl, Die Heiterkeit) an audiovisuellen Installationen und Musikvideos unter anderem an der Volksbühne in Berlin, den Kammerspielen in München und Kampnagel Hamburg zusammen. Die Einzelausstellung „Arbeiter* verlassen die Fabrik“ zeigt die in den Jahren 2019 - 2020 entstandenen Arbeiten, des Medienkünstlers.
Der Keller Drei weist darauf hin, dass die zu dem Zeitpunkt der Ausstellung geltenden Regeln einzuhalten sind und ggf. auf das Tragen von Masken, Abstandhalten usw bestanden werden muss. Ebenfalls kann es zu Einlass-Stopps kommen, falls die Personenzahl die zu dem Zeitpunkt geltende Höchstzahl erreicht hat. Wir bitten jetzt schon um Verständnis, dass wir uns den Regeln unterordnen müssen und hoffen, dass ihr uns bei der Einhaltung helft, damit wir auch weiterhin zu Ausstellungen einladen können!
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Der Keller Drei wird gefördert aus Mitteln der Atelier- und Projektraumförderung der Stadt Hannover, der Stiftung Sparda-Bank Hannover und der Dr. Christiane Hackerodt Kunst- und Kulturstiftung. Die förderung umfasst etwa 30% der jährlichen Fixkosten, daher ist der Keller Drei zum weiteren Erhalt auf Spenden angewiesen. Wer hierzu beitragen möchte, kann vor Ort oder per Überweisung an das Keller-Konto spenden:Keller Drei e.V., Sparkasse Hannover, IBAN: DE56 2505 0180 0910 4556 43, BIC: SPKHDE2HXXX, Verwendungszweck: Spende.