Die Worte die ich schreibe sind wohl selbst die einzigen, die sie jemals lesen werden.
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@offeneaugen
Die Worte die ich schreibe sind wohl selbst die einzigen, die sie jemals lesen werden.
Praha
Wenn man zu den Verlorenen gehört, dann ist man immer einsam, denn die Verlorenen sind schließlich verloren und werden nicht gefunden.
i’m thinking about ending things
Ich mag die Tiefe, weil sie so viel einfacher zu erreichen ist, als der Himmel. Das Fliegen ist so anstrengend. Das Fallen, aber, das Fallen fühlt sich an wie Fliegen und es kostet bloß den Aufwand von einem einzigen Schritt.
Sketching fragments of my mind
I need to post more often
Ich funktioniere. Aber ich lebe nicht.
Erst wenn der Brunnen ausgetrocknet ist, schätzt man den Wert des Wassers.
Ganz egal wie groß deine Rolex ist, mehr Zeit hast du trotzdem nicht.
Kings10man
Ich und des Nachbars schwarze Katze
Ich und des Nachbars schwarze Katze verstehen einander. Wie sie im Innenhof herumläuft und immer stehen bleibt, ihren Kopf hebt sobald das Tor zur Welt sich öffnet und ein Mensch hereinkommt, oder heraustritt. Wie man es immer erkennt, ganz deutlich, in ihren frischen neugierigen unschulds- Augen, wenn man nur einmal hinsehen würde, wie angespannt sie beobachtet, von den gespitzten Ohren hin bis zur erregt zuckenden Schwanzspitze. Nur horchen tut sie, kurzes, fokussiertes horchen auf diese Welt dort draußen, die Augen auf den hellen Spalt gerichtet, der von der strahlenden Sonne erzeugt wird. Ob sie die Sonne kennt? Ob sie bis tief in Ihren Hof hinunterscheint?
Immer sieht man sie einen entschiedenen, schnellen Schritt nach vorn gehen, als wäre sie entschlossen jetzt durch den Spalt zu jagen, die Strahlen zu jagen, das Licht einzufangen. Wie sie dann genau in jenem Moment von der Nachbarin gerufen wird und dieser Ruf die Katze in ihrer Bewegung zurückreißt, als hätte sie eine unsichtbare Fessel um ihre Hinterläufe.
Ich denke jedes Mal, sie könnte es schaffen, die Katze, sie wäre durchaus dazu in der Lage an meinen Füßen vorbei zu huschen, aktiv würde ich sie nicht hindern. Ich würde dich nicht hindern. Doch helfen tue ich dir auch nicht. Ich kann nicht. Ebensowenig wie du nicht an mir vorbeispringen kannst, ebensowenig wie ich hinaus in die Welt gehen kann. Immer tut es mir leid wenn ich das Tor hinter mir schließe, für mich und für sie.
Dann knie ich mich nieder und sie kommt zu mir, ich streichle sie, hier um der Ecke sieht die Nachbarin uns nicht, ganz leise, ganz leise und ich sage ihr, es liegt in unseren Augen, irgendwann gehen wir beide durch das Tor.
Ich bin nicht müde, weil ich zu wenig schlafe. Ich bin müde, weil ich zu viel funktioniere.
Teufelstanz
Einsamkeit, Eiszeit Mein Herz ist kalt wie Alaska Ich weiss, was ich seh' ist nicht wahr Trotzdem sagt mir mein Kopf, alles ist glasklar
Nachgedacht, bis weit über Mitternacht Dunkelheit schwappt aus der Tiefe empor Meine Dämonen stimmen ein zum Chor Schrecken und Angst kriechen hervor
Ein wilder Kampf, Teufelstanz Meine Gedanken dreh'n sich im Kreis Pirouette nach Pirouette dreht mein Geist Immer weiter, immer weiter im Kreis
Halt! Stoppt diesen wilden Tanz Langsam verliere ich meinen Glanz
I can’t die. I can’t live. I don’t know where to go.
In der Ferne
Ich gehöre in die Ferne,
Ich gehöre in den Wind,
Ich gehöre in die Sterne,
Auf dass die Flut mich nimmt
Die Ferne soll mich zu ihr ziehn,
Der Wind mich zu den Lüften drehn‘,
Mit den Sternen soll ich gehen,
Mit ihnen in die Flut entfliehen
In die Spiegelung hinein,
Hinterm Wasser wird es sein,
Mein geliebtes liebes Heim
Und das Heim der lieben Sterne
In der Ferne, in der Ferne
Ich brauche jemanden der so verzweifelt ist wie ich, so denkt wie ich, so schreibt wie ich, jemand der mit mir verzweifelt, der verzweifelt zurückschreibt wenn ich schreibe und ich in diesem Schreiben das Denkmuster erkenne, das ebenfalls in mein tiefstes Wesen gemeißelt ist. In der Satzstellung selbst muss bereits die Verzweiflung zu erkennen sein, aus jedem Buchtsaben muss das Leidensblut tropfen, so wie es aus mir tropft, das selbe Blut müssen wir Bluten. Wie zwei Stumme müssen wir schreiben, selbst wenn wir nebeneinander säßen, schreiben, schreiben, kein Wort wird ausgesprochen, alles ginge darin verloren. Die Bedeutung in allem geht verloren indem ich es ausspreche, nichts kann ich sagen, für das Sprechen bin ich nicht geschaffen, es ist unmöglich.
Sobald eine Konversation über das rein Oberflächliche hinausgeht ist es nicht mehr etwas über das gesprochen werden kann, alles was ich die Leute sagen höre ist bedeutungslos, fast immer ist es eine Lüge, oft ist es reine Selbstdarstellung eingehüllt in den Tüchern der Wichtigtuerei, so kann ich ebenfalls nichts Wahres aussprechen, da ich es schließlich nie getan habe, sowie es niemand tut.
Falsch, was ich schreibe, doch wieder falsch. Versuche mich zu erklären und verstehe mich selbst nach dem Lesen weniger als zuvor.
Diese Augen, diese Augen müssen in mich dringen, mit nur einem Blick, und dann werden wir es wissen.
Mein ganzes Leben besteht bloß aus Worten.