„Ich bin einfach nur ehrlich im Hinblick auf das, was ich weiß und was ich nicht weiß. Mein Baby ist erst zweieinhalb, wie viel können wir da über sein Geschlecht wissen?"
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„Ich bin einfach nur ehrlich im Hinblick auf das, was ich weiß und was ich nicht weiß. Mein Baby ist erst zweieinhalb, wie viel können wir da über sein Geschlecht wissen?"
Daimlervorstand: "Muss jemand, der in einem Handwerks- oder Industriebetrieb gute Arbeit leistet, wirklich zuerst perfekt Deutsch können? Da bauen wir zu viele und unsinnige Hürden auf. Ich kann heute nach China gehen und dort auf Deutsch die Führerscheinprüfung machen, ohne wirklich Chinesisch zu können. Damit ich in Deutschland eine Ausbildung machen kann, muss ich aber extrem gut Deutsch sprechen, sonst bestehe ich die Prüfungen nicht. Das halte ich für überzogen."
"Im 20. Jahrhundert waren es die Studenten, die gegen das Establishment aufstanden. Heute macht so was ein Professor. Früher gingen eher die Jungen, die Have-nots, die Linken auf die Straße. Heute tun es eher die Älteren, die Etablierten, die Konservativen."
"Ich möchte doch gar kein Model sein, oder ein Playmate, ich habe mich nicht dafür beworben, dass ihr mich alle geil findet."
Der Verlust eines geliebten Menschen kann einen aus der Bahn werfen. Nichts funktioniert mehr. Wie soll man damit umgehen? Ein Erfahrungsbericht aus dem Ausnahmezustand
“Irgendwann fing ich an, zu akzeptieren, dass ich nicht sagen konnte, wann es mir wieder besser gehen würde. Dass es keine Rolle spielte, welche Zeitspanne ich oder andere Leute für angemessen hielten, um ins Leben zurückzukehren. “
"Aber die Hochnäsigkeit, mit der viele Westdeutsche auf Pegida herabblicken, hat gleichwohl keine Berechtigung. Sie ist nicht von Mitgefühl getragen, sondern von der Sorgenfreiheit einer vergangenen Mittelstandsgesellschaft, bei der die Härte der Veränderungen noch gar nicht angekommen ist. Fragen Sie die Griechen."
Für Frauen ist die Scheidung meistens ein existenzielles Problem, für einen Mann ein finanzielles.
Der Kanadier Steven Pinker, Evolutionspsychologe an der Universität Harvard, gilt als einer der einflussreichsten Denker der Welt. Aber ausgerechnet seine größte These können die wenigsten glauben: Die Menschen werden immer netter.
“Wenn man die Welt in den Nachrichten sieht, erscheint es doch immer so, als würde alles nur noch schlimmer. Aber das ist eine Illusion! “
Ein Bias ist eine Verzerrung der Wahrnehmung oder des Denkens (bzw. des Urteilens), die unter bestimmten Bedingungen systematisch auftaucht. Bekannte Beispiele sind: das Verwechseln von Korrelation und Kausalität.
---> “das Zuschreiben von Verantwortung an Personen anstatt an Umstände und Situationen: der Kellner wird für unfähig und unfreundlich gehalten, wenn er unter Migräne leidet”
Die rassistische Hysterie nach den Übergriffen in verschiedenen deutschen Städten schadet den Opfern, weil sie eine wirkliche Debatte über sexualisierte Gewalt verhindert.
“Nun. Es hätte eine Debatte über sexualisierte Gewalt nach jedem verdammten Oktoberfest, nach jedem Karneval und jeder WM-Fanmeile geben können. Gab es aber nicht. Weil kaum jemand sich freiwillig mit so hässlichen Dingen beschäftigt und zugeben will, wie weitverbreitet Übergriffe dieser Art sind. In einer EU-weiten Studie gaben 55 Prozent der Frauen an, sexuelle Belästigung erlebt zu haben. “
Weder ein Waschbrettbauch noch Brüste wecken bei mir irgendeine sexuelle Reaktion – ich bin asexuell. Eine romantische Beziehung wünsche ich mir trotzdem.
"Eine romantische Beziehung für mich wohl nur mit einem anderen Ass möglich – oder mit jemandem, der Asexualität wirklich versteht.
Diese utopische Person kann meinetwegen auch gern Sex mit Menschen außerhalb unserer Beziehung haben.
Ich möchte mit ihr nämlich nur zusammen vor dem Fernseher einschlafen, einen Bausparvertrag aufsetzen, eklige Tofugerichte kochen und dann doch ins Restaurant gehen, eine Katze adoptieren, unsere Anfangsbuchstaben in einen Baum ritzen und hin und wieder ein Küsschen austauschen.
Und, ganz ehrlich, ist das wirklich zu viel verlangt?”
Ständig wird von Politikern persönlicher Einsatz in der Asyldebatte gefordert – diese drei haben Fremde zu Hause aufgenommen. Hier erzählen sie davon.
“Nichts war den beiden so wichtig wie ihr Asylantrag. Einmal haben sie darauf bestanden, dass ich sie nach Chemnitz fahre, wo sie einen Behördentermin hatten. Das Amt hatte allerdings mitgeteilt, dass sich der Termin verschiebe. Aber das haben sie nicht geglaubt. Sie hatten solche Angst, dass sie den Termin vielleicht verpassen könnten.
Das war einer der Momente, in denen ich begriff, dass die Zeit, in der wir die Flüchtlinge in Ungewissheit über ihre Zukunft lassen, so kurz wie möglich bleiben muss. Je länger das dauert, desto größer werden die Probleme.”
Akten stapeln sich, Beamte werden reihenweise krank oder verweigern die Arbeit. Lageso? Weit gefehlt: Berliner Behördenalltag, lange vor der Flüchtlingskrise.
Internet am Arbeitsplatz gibt es in den Finanzämtern de facto nicht – zu langsam. In jedem Amt steht dafür genau ein öffentlicher Rechner, an dem die Verbindung funktioniert.
"Bryan Stevenson hat ein aufrüttelndes Buch über die US-Justiz geschrieben. Als Treibstoff für die Bestrafungswut sieht er tief verwurzelten Rassismus."
Flüchtlinge werden im Schnitt nicht seltener, aber auch nicht häufiger straffällig als Vergleichsgruppen in der hiesigen Bevölkerung.
"Die Arbeitgeber waren zufrieden, sie haben mir gesagt, ich kann sofort mit der Ausbildung anfangen" sagt Amiri, und er würde jeden Ausbildungsplatz annehmen. Doch die Ausländerbehörde hat es nicht gestattet. In Bayern konnten in diesem Ausbildungsjahr etwa 11'000 Lehrstellen nicht besetzt werden. "
Den großen Erfolg – inklusive des neuen Rekordes von 3,142 Mio. Interaktionen mit den innerhalb des Monats veröffentlichten Artikeln – hat Focus Online fast einzig und allein der Flüchtlings-Thematik zu verdanken. 18 der 20 erfolgreichsten Focus-Online-Artikel hatten im Oktober mit der Flüchtlingskrise zu tun – und fast alle waren populistisch und machten Stimmung in eine bestimmte Richtung.