Ahnung
Vielleicht sind es gar nicht die Romantischen, die sich etwas vormachen, sondern die Zynischen.

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Ahnung
Vielleicht sind es gar nicht die Romantischen, die sich etwas vormachen, sondern die Zynischen.
Bedingungslos geliebt zu werden ist ein unbeschreibliches Gefühl, eins, welches ich niemals verlieren will. Deswegen Urteile nicht über mich, wenn ich mich an sie Klammer, sobald ich sehe das sie mir vielleicht verloren geht.
- Hommella
Die Ahnung ist in dir, deshalb ist sie wahr.
Der Traum allein ist trügerisch, die Ahnung aber ist immer wahr. Gewissheit entsteht, wenn die Ahnung mit den Fakten und Tatsachen zusammengebracht werden kann. Das ist der Unterschied zwischen Verstehen und Begreifen. Unwahrheiten lassen sich mit dieser Methode entlarven. Fehlt die Ahnung, dann lass es besser sein.
Die innere Uhr rostet im Regen der Theorie; siehst du Blitz - zwo, drei, vier, fünf, sechs - hörst du Donner und hängst die Gemütsruhe an die Zahl, die dich in Sicherheit wiegt. Aber verstörend zuckt der Blitz aufs Neue und die Ahnung marschiert mit dir in den Stiefeln der Angst. Wirf die Uniform ab, die für dich genäht wurde, damit das Ticken deiner Uhr dich trägt, wenn du die Schönheit des Blitzes bewunderst, der dich vielleicht erschlägt.
Du ahntest es. Es war dir klar. Doch als du es erfahren hast, sahst du wie deine Welt zerbrach.
Ahnung ist nass.
Das Wissen der Menschheit ist ein Archipel
aus kleinen Inseln beweisbarer Fakten
In einem seichten Meer aus bloßen Ahnungen
Den Kahn,
Mit dem man
trockenen Fußes
von Insel zu Insel gelangen kann.
Nennt man Intuition!
Krebs
Krebs ist einer der schlimmsten Krankheiten auf der Welt. Es zerfrisst einen wortwörtlich von Innen. Hört sich hart an. Nicht wahr? Mit knapp zwölf wurde ich damit diagnostiziert. Um ehrlich zu sein; ich hatte keine Ahnung und es war mir egal. Ich dachte, meine Familie, meine Verwandten und die Ärzte würde nur ein riesengroßes Drama machen. Insgesamt wurde ich sieben mal wegen Krebs operiert. Beim ersten und zweiten male am rechten Ohrhelix. Dann wurden zwei betroffene Lymphknoten entfernt. Am rechten & linken Oberarm und rechten & linken Oberschenkel wurde ich je einmal operiert. Narben trage ich natürlich davon. Die ganze Zeit war die Rede von einem Malignes Melanom. Aber mit zwölf weiß man nichts darüber. Mit 15 habe ich erst danach gegoogelt. Ich dachte mir „Wow. ich hatte Krebs und das ohne es zu wissen.“ Ich hatte über Wochen geheult, obwohl ich ihn besiegt hatte. Für mich war das schlimmste, dass ich erst Jahre später mitbekam, dass ich im dritten Stadium war und es gibt nur vier Stadien. Ich hätte wortwörtlich dran sterben können. Irgendwie hat mich das gestärkt. Irgendwo dachte ich mir auch; warum ich? Nun denk ich mir; wenn mich nicht mal der Krebs runterbekommen konnte, dann schafft es nichts. Trotzdem hätte ich lieber keins.
So jung und unerfahren sie war, ahnte sie die Zerbrechlichkeit aller Dinge.
Julien Green: “Der verruchte Ort”, S.254