Eingeschneit durch den Januar - perfekt für Autoren! Warum der Winter optimal zum Schreiben ist
Schnee! Meine lieben Leser und Leserinnen, ja, es liegt Schnee! Der Winter hat sich entschieden, doch noch einmal vorbeizuschneien und das Land mit einer weißen Decke zu zieren. Wie findet ihr winterlichen Schnee? Mögt ihr ihn? Oder gehört ihr eher zu denjenigen, die sagen, dass sie den Schnee so gar nicht brauchen? Ich persönlich finde ihn ja schön anzusehen (solange er frisch ist und nicht tausendundein Mensch hindurch getapst ist). Ansonsten brauche ich den Schnee aber nicht. Ich mag es lieber schön kuschelig warm. Da bin ich eher ein Kind des Frühlings, wenn alles zu neuem Leben erwacht. Mit dem Neubeginn beschäftigt sich auch der heutige Post zur Beitragsreihe. Der Januar ist der erste Monat eines Jahres, das alte liegt hinter einem, das neue liegt noch ungelebt und unberührt vor einem… Perfekt geradezu für Autoren! Warum, das lest ihr hier. ;)
Wie verführerisch ist es doch, sich bei dem kalten Wetter ins Bett zu verkriechen, sich vom Fernsehprogramm berieseln zu lassen oder – besser! – ein Buch zu lesen, statt sich in die Arbeit zu verkriechen und eins selbst zu schreiben. Oder der aktivere Mensch unter uns ist eher geneigt hinaus zu stürzen voller Euphorie über den Schnee lustige Schneemänner und Iglus zu bauen, Schlitten zu fahren und wilde Schneeballschlachten zu schlagen. Der Schnee und insbesondere der Winter bieten im Januar so einige Anlässe, um dem Schreiben zu entgehen.
Die neuen Vorsätze liegen noch gar nicht so lange zurück, da zaudert man bereits und hinterfragt Sinn und Unsinn seiner einst mit großer Begeisterung und Vorfreude gefassten Pläne. Sei es, mehr zu schreiben, mehr Engagement in anderer Hinsicht (z.B. im Brotjob) an den Tag zu legen oder schlichtweg mehr Sport zu treiben. Die Zahl der gefassten Beschlüsse ist schier endlos. Endlos scheinen da auch die Zahlen derjenigen, die eben jene Vorsätze nach zwei Wochen bereits wieder über Bord werfen. Niedergeschlagen. Traurig. Voll schlechten Gewissens. Das Verlierertum winkt und in der kalten und dunklen Jahreszeit ist die Neigung, dieses Winken zu erwidern, nur allzu groß.
Oder man hat sich mit dem neuen Jahr anderweitig mehr Stress als zuvor zugemutet. Die Hektik des Alltags überrollt einen wie ein Güterzug, der laut tutend über das Gleisbett brettert. Zurück bleibt ein paralysierter Autor, der kaum weiß, wo er anzufangen hat, um all seine Ziele umsetzen zu können. Ein neues Jahr bietet ja meist genügend Raum für Neuanfänge. Neue Liebe, neue Ziele, neuer Job womöglich. All dies sind Bereiche, die einen großen Anteil im Leben jedes Einzelnen von uns nehmen. Wie soll man da noch das Schreiben unterbringen, fragt man sich?
...hat auch positive Seiten!
Häufig ist all dies ja aber nur eine Sache der Einstellung. Ja, ich weiß, positiv denken. Das liest und hört man überall. Auch wenn es abgedroschen erscheint: Es stimmt! Alles im Leben hat bekanntlich zwei Seiten. So auch meine bisherigen Argumente.
Draußen ist es nass? Kalt? Ungemütlich? Umso besser! Warum nicht mit einer gemütlichen Decke, und einer warmen Tasse Tee es sich gemütlich machen und der Fantasie freien Lauf lassen? Das kalte, unfreundliche Wetter im Januar bietet genug Optionen, um es sich innerhalb der eigenen vier Wände gemütlich zu machen und sich der Schreiberei widmen. Man denke nur an das romantisch-verklärte Bild, das wohl jeder von uns im Geiste mit sich trägt: Der Schreiberling, der im Kerzenlicht am Tische sitzt. Die Feder, die leise über das raschelnde Papier kratzt…
Sicher, das Klackern der Tastatur klingt nicht annähernd so romantisch. Aber warum nicht neue Inspiration erreichen, indem man einmal klassisch per Hand schreibt? Oder warum nicht einmal ein Diktiergerät ausprobieren? Die Möglichkeiten sind zahlreich und laden ein, genutzt zu werden!
Das neue Jahr beginnt für viele mit neuen Vorsätzen (für mich auch!). Wichtig für den Autor ist es hier wohl, Prioritäten zu schaffen. Seien es nur zehn Minuten, die man am Tag etwas niederschreibt – Hauptsache, man schreibt. Auch Kleinvieh macht bekanntlich Mist. ;) Daher sollten Vorsätze entsprechend gefasst werden und vor allem auch konkret genug sein. Anstatt beispielsweise zu sagen: „Im neuen Jahr werde ich ein Buch schreiben!“ hilft es eher das große Ziel in viele kleine, erreichbare Etappen einzuteilen: „Im neuen Jahr werde ich damit beginnen, das erste Kapitel, in dem dies und das passiert, zu schreiben. Die Handlung wird so und so aussehen. Das Ende wird SO ablaufen und DAS zeigen!“ Mit solch einer konkreten Planung ist meist schon die halbe Miete gezahlt. Ebenso lässt sich auf solch eine Weise die Vereinbarkeit mehrerer Ziele angehen. Anstatt also zu sagen: „Ich werde mehr Sport treiben, gesünder essen und ein Buch schreiben!“ ist die Erfolgsquote höher, wenn man jedes dieser drei Ziele in machbare Schritte unterteilt: „Ich werde montags, mittwochs und freitags Joggen, ein Rezeptbuch über gesunde Ernährung kaufen, etc.“
Man sollte immer im Hinterkopf behalten, dass jedes neue Jahr, ja, jeder neue Monat, jede neue Woche, selbst jeder neue Tag eine neue Chance beinhaltet. Man kann immer neu anfangen. Nichts ist verloren! Hauptsache ist aber, dass man an seinen Zielen festhält, sie nicht aus den Augen verliert und immer weiter auf die Erreichung hinsteuert.
Ihr seht, meine lieben Leser und Leserinnen, der Januar bietet viele Gelegenheiten und Möglichkeiten, um als Autor nicht in hilflose Lethargie zu verfallen angesichts der dunklen Jahreszeit. Mit der richtigen Perspektive und Einstellung gegenüber einigen Dingen findet sich meist eine Lösung, um als Autor produktiv durch den Januar zu kommen.