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der Schmied Willi ist der Sohn von Max und Hermine. Max arbeitet als Hufschmied bei seinem Vater Gustav in der Nähe von Posen. Hermine als Näherin in Heimarbeit. Die Arbeit hatte ihr die Schwiegermutter – Magda besorgt. Magda ist Polin. Sie wurde eingereicht. Schon sie verstand es, den Reichsbeamten mit körperlichem Einsatz die Steuern zu entrichten. Gustav legte bei Zeiten Wert darauf, Max…
Wehrdienst verweigern - jetzt
Eine Lebensgeschichte
Über die Schulstreiks Anfang Dezember 2025 gegen die Wiedereinführung des Wehrdienstes in Deutschland hatten wir berichtet. Tenor in allen Reden auf diesen Demos war, dass man vorsorglich schon jetzt die Absicht den Wehrdienst zu verweigern kund tut.
Alles andere, was die "Gedienten" so erzählen, möchte man sich lieber ersparen. Deshalb ist es wichtig, dass es Menschen gibt wie den Autor seiner Lebensgeschichte im Blog auf 33dbm.de. Er hat beim Bund nichts weltbewegendes und nichts wirklich schreckliches erlebt und seine Geschichte ist doch eine Mahnung beim "Krieg spielen" mitspielen zu wollen. Sein Fazit:
"Während der Zeit beim Bund und danach habe ich mir immer geschworen, dieses Erlebnis und die Erfahrung der militärischen Zerstörung der eigenen Identität meinem potentiellen zukünftigen Kind ersparen zu wollen. Inzwischen ist das Kind schon lange da und nun die Wehrpflicht auch wieder."
Einfach mal lesen!
Mehr dazu bei https://33dbm.de/blog/2025/12/mein-wehrdienst
Kategorie[21]: Unsere Themen in der Presse Short-Link dieser Seite: a-fsa.de/d/3MJ Link zu dieser Seite: https://www.a-fsa.de/de/articles/9422-20260129-wehrdienst-verweigern-jetzt.html Link im Tor-Netzwerk: http://a6pdp5vmmw4zm5tifrc3qo2pyz7mvnk4zzimpesnckvzinubzmioddad.onion/de/articles/9422-20260129-wehrdienst-verweigern-jetzt.html
Flucht vor dem Töten. Tausende Männer aus #Russland haben in Deutschland #Asyl beantragt, weil sie den #Kriegsdienst verweigern. Gewährt wird es aber nur den wenigsten, obwohl daheim die Einberufung droht.
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Darstellung der Einberufungsaufstände von 1863 Kampf der Regierungstruppen mit dem Mob Source: The Illustrated London news
Schwarze wurden an ihren Genitalien durch die Straßen geschleift
Von Berthold Seewald. Veröffentlicht am 10.06.2020
Im Sommer 1863 erschütterten die Draft Riots New York. Vor diesem Hintergrund inszeniert Martin Scorsese das Duell zwischen einem jungen irischen Einwanderer und dem Anführer einer Gang, der 16 Jahre zuvor seinen Vater getötet hatte.
Nach der Einführung der allgemeinen Wehrpflicht kam es 1863 in New York zu blutigen Unruhen. Afroamerikaner wurden gejagt und gelyncht, weil sie von Iren als billige Konkurrenten um Arbeitsplätze angesehen wurden.
Auf den Straßen New Yorks herrschte nackte Gewalt. Zehntausende zogen randalierend durch New York, machten Jagd auf Menschen, die durch ihre Kleidung oder ihre Hautfarbe auffielen. Öffentliche und Privatgebäude gingen in Flammen auf. Die Polizei war hoffnungslos überfordert. Schließlich musste die Regierung reguläres Militär einsetzen, um den größten zivilen Unruhen in der Geschichte der USA Herr zu werden. Hunderte verloren in den Straßen von New York ihr Leben.
Der Mann, in dessen Namen der Feuerbefehl auf US-Bürger gegeben wurde, war kein Geringerer als Abraham Lincoln, einer der am meisten verehrten Präsidenten der amerikanischen Geschichte, bei dessen Memorial in Washington die letzten sechs seiner Nachfolger in ihr Amt eingeführt wurden. Denn Lincoln wird in der Reihe der Gründerväter der USA geführt, weil er durch seinen Sieg im Bürgerkrieg (1861–1865) die Einheit der Nation sicherte und vier Millionen schwarzafrikanische Sklaven in den Südstaaten befreite. Ausgerechnet dieses Kriegsziel provozierte die sogenannten Draft Riots, die im Juli 1863 New York und weitere US-Städte erschütterten.
Die Polizei war nicht in die Lage, die Unruhen unter Kontrolle zu bekommen
Das Jahr hatte damit begonnen, dass Lincoln mit der Emanzipationserklärung den seit 1861 tobenden blutigen Konflikt um die Sezession der elf Südstaaten mit der Abschaffung der Sklaverei verknüpfte. Doch bis dahin war es noch ein weiter Weg. Zwar war es den Unionsarmeen bis zur Jahresmitte gelungen, aus ihrer materiellen Überlegenheit auch wichtige Siege zu schlagen. Aber die Drohung, mit ihrer „besonderen Institution“ eine, wenn nicht die maßgebliche Klammer ihrer Identität zu verlieren, bestärkte den Süden in seiner Überzeugung, es bis zum Letzten auszufechten.
Doch woher sollten die Männer dafür kommen. Der Amerikanische Bürgerkrieg gilt als der erste „totale Krieg“ der Geschichte; zum einen, weil in ihm erstmals umfangreiche Industriepotenziale mobilisiert, zum anderen, weil Millionenheere aufgeboten wurden. Insgesamt stellte der Norden mehr als 2,5 Millionen Soldaten ins Feld, der Süden rund eine Million.
Bis 1863 hatte das traditionelle Prinzip der Freiwilligkeit noch genügt, um die Reihen der Union zu füllen. Handgelder von mehreren Hundert Dollar leisteten dabei Überredungshilfe. Doch nach zwei Jahren Krieg lief die Dienstzeit für zahlreiche Veteranen aus, sodass der US-Kongress im März die Einführung der allgemeinen Wehrpflicht für Männer zwischen 20 und 45 Jahren beschloss. Allerdings bot dieser „Civil War Military Draft Act“ zahlreiche Ausnahmen.
So bestimmte das Los, wer von den Wehrpflichtigen tatsächlich eingezogen werden sollte. Die es traf, konnten wegen familiärer Verpflichtungen, durch die Zahlung von 300 Dollar oder das Stellen eines Ersatzmannes freigestellt werden, was umgehend ein lukratives Gewerbe entstehen ließ. Clevere Zeitgenossen verdienten sich Tausende, indem sie ihre Unterschrift leisteten, desertierten und sich im Nachbardistrikt erneut als Ersatzmann anboten.
Aufruf zur Einschreibung in die Rekrutierungslisten 1863
Für die oppositionellen Demokraten war dies ein gefundenes Fressen. Über Jahrzehnte hinweg war die Partei die Interessenvertretung der Plantagenbesitzer des Südens gewesen und verfügte auch in den Großstädten des Nordens nach wie vor über starken Rückhalt. Nun sahen die Demokraten eine Chance, die Kriegsmaschinerie der Republikaner zum Stottern zu bringen, und traten eine Kampagne gegen den Draft Act los. Der Slogan lautete: Die Einziehung zum Militär zwinge weiße Männer, für die Freiheit der Schwarzen zu kämpfen, die anschließend in den Norden kommen und ihnen ihre Jobs wegnehmen würden.
Dass derartige Rhetorik vor allem in den Einwandererquartieren von New York auf fruchtbaren Boden fiel, hing mit dem großen irischen Bevölkerungsanteil zusammen. Als Katholiken, die der britischen Herrschaft entkommen waren, hielten sie sich auch zu der protestantischen, angelsächsischen Elite der USA auf Distanz. Sie bemaßen ihren Stellenwert an den 300 Dollar, die ein wohlhabender Weißer für einen (irischen) Ersatzmann aufbringen musste, mit den 1000 Dollar, die auf den Sklavenmärkten des Südens für einen Schwarzen gezahlt wurden.
Anders als die andere große Immigrantengruppe der Deutschen, denen sich dank guter Kontakte zu Landsleuten, besserer Bildung und gutem Image gute Aufstiegschancen öffneten, sahen die Iren in den freien Schwarzen des Nordens ihre direkten Konkurrenten um Arbeit und Ansehen. Dass das nicht ganz aus der Luft gegriffen war, hatte sich bei einem Ausstand der New Yorker Hafenarbeiter gezeigt, als schwarze Schauerleute unter Polizeischutz die Arbeit von streikenden Iren übernommen hatten.
Als die Rekrutierungsoffiziere am 11. Juli 1863 in New York mit der Aufstellung ihrer Listen begannen, blieb es zunächst noch ruhig. Aber am nächsten Tag rotteten sich Hunderte in den Bars der Einwandererquartiere zusammen. Was folgte, hat der Regisseur Martin Scorsese in seinem Film „Gangs of New York“ (2002) plastisch in Szene gesetzt.
Bald waren es Tausende Männer und auch Frauen, die marodierend und plündernd durch die Straßen zogen. Rekrutierungsbüros gingen in Flammen auf, aber auch Häuser und Einrichtungen der Schwarzen wie das bekannte Coloured Orphan Asylum, aus dem mehr als 230 Waisenkinder unter abenteuerlichen Umständen in Sicherheit gebracht werden mussten.
Gut gekleidete Weiße und vor allem Schwarze mussten um ihr Leben fürchten. Sie wurden attackiert und oft genug gelyncht. Ein gewisser William Jones wurde auf offener Straße verbrannt. William Williams wurde gesteinigt. Abraham Franklin wurde gehängt und anschließend an seinen Genitalien durch die Straßen geschleift. Geschäfte, Kneipen, Bordelle von Afroamerikanern wurden verwüstet, Wohnungen angezündet.
Auf die sozialen Ursachen der Rebellion verwiesen auch die Angriffe auf Unternehmen, die Kriegsmaterial für die Nordstaaten produzierten. Auch Zeitungen wie die „Tribune“ wurden attackiert. Der Herausgeber der „New York Times“ bewaffnete seine Arbeiter und ließ sogar drei hochmoderne Gatling-Maschinengewehre auffahren. Protestantische Kirchen und Einrichtungen waren weitere Ziele des mehrheitlich irischen Mobs.
Reguläres Militär eröffnete das Feuer auf die Randalierer
Da sich die Polizei außerstande sah, die tagelangen Ausschreitungen einzudämmen, wurde reguläres Militär angefordert. In Eilmärschen rückten 4000 Soldaten vom Schlachtfeld von Gettysburg, wo die Unionsarmee kurz zuvor die Invasion des Südens gestoppt hatte, in New York ein und eröffneten das Feuer. Am 17. Juli flauten die Unruhen ab, während weiteres Militär in die Stadt drängte.
In seinem Schutz nahmen die Rekrutierungsbüros ihre Arbeit wieder auf. Besorgten Stadtvätern und Bürgern aber gelang es, 2,5 Millionen Dollar aufzubringen, um den sozialen Frieden zu wahren. Mit dem Geld wurden die mehreren Zehntausend Wehrpflichtigen freigekauft, auf die das Los fiel. Nur einige Tausend zogen schließlich ins Feld, von ihren neuen Kameraden als „Abschaum der nördlichen Slums“ und „Lumpenpack aller Nationen“ begrüßt.
Draft Riots New York: Schwarze wurden gelyncht, verbrannt, verstümmelt - WELT
Wer haftet für Schäden wegen unterlassener Instandsetzungsmaßnahmen?
LG München I, Urteil vom 14.03.2024 – 1 S 8212/23 WEG 1. Für Schäden, die aufgrund der Verweigerung notwendiger Instandsetzungsmaßnahmen durch die Gemeinschaft eingetreten sind, haften nur diejenigen Wohnungseigentümer, die im Rahmen der Abstimmung über die Durchführung einer erforderlichen Instandsetzungsmaßnahme nicht für die erforderliche Maßnahme gestimmt haben, sich enthalten haben oder an…
Ladung zur Partnerversammlung bei der PartG mbB durch Unbefugten begründet Nichtigkeit dortiger Beschlüsse. BGH, Urteil vom 16.07.2024 - II
In der Partnerschaftsgesellschaft (PartG mbB) gelten die zum Personengesellschaftsrecht entwickelten Grundsätze zur Behandlung von Beschlussmängeln.
Die Einberufung durch einen Unbefugten führt zur Nichtigkeit der auf der Gesellschafterversammlung gefassten Beschlüsse. Dabei kommt es nicht darauf an, ob der Beschluss auch gefasst worden wäre, wenn von einem Berechtigten zur Gesellschafterversammlung eingeladen worden wäre. Ebenso kommt es nicht darauf an, ob es sich bei der Gesellschaft um eine personalistisch geführte Gesellschaft handelt.
BGH, Urteil vom 16.07.2024 - II ZR 100/23 -
Voraussetzungen zur gerichtlichen Ermächtigung zur Einberufung der Mitgliederversammlung eines Vereins
Das Verlangen zur Einberufung einer Mitgliederversammlung eines Vereins erfolgt gegenüber dem Vorstand durch das in § 37 Abs. 1 BGB benannte Quorum, sollte die Vereinssatzung keine abweichende Regelung vorsehen.
Anzugeben sind der Zweck und die Gründe. Auf die Notwendigkeit oder Zweckmäßigkeit der Versammlung kommt es nicht an.
Kommt der Vorstand dem formal korrekten Verlangen nicht nach, können die Mitglieder, die das Quorum nach § 37 Abs. 1 BGB bilden, gemäß § 37 Abs. 2 S. 1 BGB bei Gericht die Ermächtigung beantragen, selbst zur Eigentümerversammlung einzuberufen. Der Antrag muss auch hier von allen gestellt werden.
Kammergericht, Beschluss vom 05.03.2020 - 22 W 80/19 -
zum Bericht und Beschluss: Recht kurz gefasst