Lauter gute Gedanken hatte ich letzte Nacht zwischen 1 und 3 Uhr. Ich hab sie nicht gleich aufgeschrieben, denn ich sollte ja schlafen, damit um 6 Uhr der Wecker was zu tun hätte. Jetzt sind sie weg, die guten Gedanken, die man mal unbedingt weiterdenken, die Zusammenhänge, Korrelationen und Widersprüche des Lebens, denen unbedingt nachgegangen werden sollte, um eventuell einer Wahrheit näher zu kommen.
Und nun gähne ich ins Leere und nehme mir vor, den nächsten guten Gedanken gleich festzuhalten, bevor er mir wieder zwischen Gestern und Morgen einfach so entwischt.
Durch meinem Kopf verlaufen nun Spuren guter Gedanken, geknüpft an das Gefühl, kurz vor dem Erkennen einer Frage - oder gar einer Antwort?- zu stehen, ganz so, als erahne man eine Fährte, könne aber nicht erkennen, wer sie hinterlassen hat und wo sich die Spuren im schneeblinden Taumeln verlieren. Ich kneife die Augen zusammen und versuche zu erkennen, was da ist und war. Und hoffe irgendwann einfach darauf, dass die guten Gedanken mich finden werden, wenn’s schon nicht andersrum klappt.