Die Naturgewalt
All die aufgetrag'nen, im Lebensschweiße überschmierten Lagen, die von permanenten Hitzestrahlen, tiefe Löcher graben; brennende Stiche, ausgeblichen, kalt gefroren, zersplittern – das, was sich gen Himmel streckt, Fraktur.
Ein Konstrukt, gepeitscht von unbefleckten Normen; weiße Linien zieren diese schwarze Form; biegen dessen Gang zur gebrochenen Gerade ohne Sicht, gedankenblass.
Die Spuren bilden seidene Fäden, halten das Gebilde – spinnen feine Reden, die als Echo das Gehör vernebeln, bilden Pfade durch die Kreise, fesseln, strecken, reißen; – ein wildes Tier, das blind im Dickicht zu ersticken droht.
Die Jäger kommen, sie riechen die Angst, sie suchen die Schwäche, sie bringen das Tier zur Strecke, denn sie wollen sein Herz.
Es wehrt sich nicht – die Fasern sind zerschlissen, Zellen geplatzt, das Blut, es fließt auf das Paket; ein roter Teppich kriecht dahin, bereit das Ende zu empfangen. Regen stürzt vom Himmel nieder, über die Kulisse legt sie Stille – schützend hüllt ihr Prasseln das Wesen ein, ihre Takte dringen durch den Klumpen – das Trommeln weckt die neue Gier nach Leben.
040615













