2021
✓ 2020 endete damit, dass mein draußenkater sich aufmachte, diese welt zu verlassen. und erwartungsgemäß begann 2021 mit seinem tod. und auch wenn ich in den tagen immer um ihn war... in dem moment, in dem er ging, war ich es nicht. ✓ übergangslos wurde meine ohnehin schwer kranke mutter noch kranker und es folgte komplikation auf komplikation. es gab wochen, in denen ich sie nicht besuchen durfte. sechs krankenhausaufenthalte; drei situationen, in denen ich auf alles vorbereitet war. nun lebt sie schon seit april im heim, unfähig, sich auch nur einen zentimeter selbst zu bewegen, aber tagsüber immer im rollstuhl sitzend. auch wenn es für mich unfassbar ist: sie nennt es ihr zuhause, fühlt sich wohl, und ist stabil und nicht in lebensgefahr. ✓ mein crohn ist seit ungefähr oktober 2020 dauernd aktiv. mein gewicht ist tiefer im keller als je zuvor, abgesehen von meinem negativrekord nach dem abi. und die blutwerte... vier blutkontrollen in diesem jahr waren die schlechtesten, die ich jemals bei meinem arzt hatte. und schlecht will bei mir schon was heißen. ✓ ich habe dauerschmerzen, aber: mein zweiter arzt, schmerzspezialist, ist vor einigen wochen im urlaub bei einem sportunfall tödlich verunglückt. und hier im landkreis gibts keinen anderen, der diese therapie anbietet. und doch... ... all das ... war es noch nicht.
✓ 2021 wird mit einem trauerfall in der familie enden; einem anderen, als wir alle im frühjahr dachten. eine meiner tanten liegt nach kurzer erkrankung plötzlich im sterben und ich warte auf den telefonanruf. den, von dem alle aus der familie dachten, ich würde ihn in diesem jahr machen.
ein jahr kann auch mal scheiße sein. aber das, was 2021 gemacht hat... ist echt übertrieben.














