Das Jahr widmet sich immer mehr dem Ende zu. Höchste Zeit eine Resonanz zu ziehen. Was aber, wenn man bereits zu Anfang prophezeit dass es keine gute Entwicklung annehmen würde? Nun ja sagen wir mal so, es lief nicht wirklich gut bis jetzt. Ich würde sogar behaupten das dies mein schlimmstes bewusstes, verloren gegangenes Jahr war. Und dennoch sträubt sich etwas in mir. Ja irgendeine Stimme möchte mich greadezu zwingen genauer hinzuschauen. Auf die gesamte Zeit mit ihren tragischen Verwebungen, den stark schmerzerfüllten enden von Begegnungen, der Verlust von Liebe und schließlich auch der Verlust von Lebenslust.
Wenn wir das alles betrachten könnte man auch sagen 2024 ist für mich eine einzige große Depression. Aber nicht die Depression die einen tagelang betrooten lässt. Nein, vielmehr sind es die endlosen Bahnfahrten durch graue Betonsiedlungen, der Blick in leere Gesichter, das wühlen in unzähligen übergroßen Rucksäcken, der Blick ins leere Portomonai, das aktualisieren von Instagram, das schimmeln von Fensterfugen, das Erzählen von Lügen, der Moment vor einem Moment, das nehmen von Umwegen, der Blick auf Uhrzeiten, die bedeutung von Haaren, die Straßenlaterne vor der Haustür, der Fotodrucker in DM, das fade Sprudelwasser, das abfallen von Klebehaken, das Gefühl beobachtet zu werden, die nostalgische Wdr 2 Musik meines Nachbars, die kälte auf dem Balkon und letztendlich das erkennen der Banalität und Begrenztheit des Lebens auf Zeit, die mutig macht und hilflos zugleich.




















