Manche Menschen hinterlassen einen Abdruck auf deiner Seele, der nie ganz weggehen wird und den du immer bei dir tragen wirst. Egal ob gut oder schlecht.
~Equal_Chaos~

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Manche Menschen hinterlassen einen Abdruck auf deiner Seele, der nie ganz weggehen wird und den du immer bei dir tragen wirst. Egal ob gut oder schlecht.
~Equal_Chaos~
ich versuche immer, das gute in menschen zu sehen, aber dieser gedanke verabschiedet sich schnell, wenn ich sehe wie menschen gemein sind, fies sind, andere klein machen, ihr machtverhältnis, welches sie glauben zu haben, rücksichtslos ausschöpfen.
ich verstehe es nicht, warum sind nicht einfach alle nett zueinander? die welt wäre so ein wundervoller ort
Die Menschen legen ihr ganzes Leben darauf aus, ihren Seelenverwandten, ihre bessere Hälfte, die Energie der Vollkommenheit in einer anderen Person zu finden und ich habe mich dafür entschieden, nicht diesen Weg zu gehen, nicht weil ich mir das Gefühl von Wärme, Zuneigung und Verbundenheit abspreche, sondern weil ich ganz genau weiß, dass ich mich vollkommen fühle, ohne eine andere Person in Unendlichkeit an meiner Seite zu haben, die mir dies irgendwie beweist. Ich habe Freunde, die ich liebe, die mich lieben und das ist mir tausendmal genug, es ist besser als ein Mann, dem ich immer und immer wieder verständlich machen muss, wer ich eigentlich bin, der mich doch nie als jenes sehen wird, das ich wirklich verkörpere, sondern mich unbewusst einfach nach der Idee formt, die ihm am liebsten ist, die ihn am meisten erfüllt, ohne eventuell verstehen zu können, dass genau diese Erfüllung von ihm selbst kommen kann.
Wir leben in so einer verkorksten Welt.
Wo gehöre ich nur hin?
(Du gehörst zu dir und dem Universum, du trägst das Universum in dir, so wie du es außer in dir trägst, du weißt ganz genau, wo du hingehörst, du musst dich nur immer und immer wieder daran erinnern)
- renn
Die Deadline wär jetzt dann langsam rum
Meine Chefin und Professorin wurde irgendwann vor einem Jahr gefragt, ob sie für ein Buch ein Kapitel schreiben wolle - und sagte zu. Natürlich. Anfang Dezember meldete sich dann die verantwortliche verlegende Person bei ihr mit den Worten "Also die Deadline wäre jetzt dann langsam rum" und hätte damit andere Menschen wahrscheinlich in Verlegenheit gebracht. Nicht so meine Chefin. Es war über die letzten Monate anderes akut und wichtig und zu erledigen (und zu erleben). Natürlich; man hat genug um die Ohren und verlegt to-dos auf morgen, bis es zu spät ist.
Warum ich das erzähle? Für alle, die Aufgaben auf den letzten Drücker erledigen (und sich deswegen Selbstvorwürfe machen), für die Adrenalin-Junkies, die nur so arbeiten können, für alle perfektionistischen Master-Prokrastinatoren, für alle, die wirklich gerne tun, was sie tun (müssen), aber eben auch gerne schlafen und spazieren und sozial interagieren.
Wenn du nicht gerade GesundheitsministerIn während Pandemiezeiten oder Bundesregierung im Klimawandel bist, wenn nicht Leben und Tod und Gesundheit von Millionen davon abhängen, dass du ablieferst? ist es vollkommen okay, auch mal eine Abgabefrist zu versäumen, deinen Essay oder deine Präsentation oder dein Lehrbuchkapitel statt 5 vor 12 erst um halb 1 einzureichen. Wenn du nicht mutwillig über die Zeit und Energie von anderen verfügst und entscheidest, sondern es deine Energieressourcen sind, die es geballt kurz vor knapp zu mobilisieren gilt, wenn es deine Nerven sind, die die Hochspannung der letzten Sekunde brauchen, um deinen eigenen inneren Widerstand zu überwinden? wenn das nun einmal ist, wie du arbeitest (und niemand darunter zu leiden hat), oder es gerade einfach nicht anders ging? es ist okay.
Ich habe gestern Abend nach dem Radeln durch matschigen Schneeregen nach dem Gespräch mit meinem Therapeuten (durchnässt, nach dem Radeln durch matschigen Schneeregen) nun einmal lieber mit dem Hund gekuschelt als meine Präsentation zu erstellen. Und das ist okay.
Ich kann aus keiner Hand lesen und nur mit einer schreiben, mit zweien tippen, aber: Meine Lebenslinie durchkreuzt andauernd alle meine Deadlines.
Tagebucheintrag 2: Zweiter Tag ohne Drogen
Ich rauche mehr Zigaretten als vorher, was die Suchtverlagerung mit sich bringt. Den Geruch einer Tüte in der Nase zu haben war nicht so einfach, doch ich hatte in ein paar Stunden eine harte Nachtschicht die ich ohne Drogen bewältigt habe. Stolz natürlich aber ich weiß sobald ich nächste Woche auf einer Party eingeladen bin werde ich gewiss Schwach werden.
Mittwoch, 09.12.2020
Ich bin mal wieder komplett am Ende. Das Jahr schien am Anfang des Jahres vielversprechend, Meine Ausbildung sollte anfangen, die Therapie lief gut, auszug von Zuhause war toll.
Nur jetzt sitze ich wieder in diesem dunklen Loch, aus welchem ich scheinbar in nächster Zeit nicht mehr herauskomme. Die Ausbildung stresst mich bis zur letzten Zelle meines Körpers und ich möchte diesen Schmerz nicht mehr aushalten. Dazu kommt eine endlose Liste an Dingen die mir im Kopf herum schwirren und ich keine klaren Gedanken mehr fassen kann. Ich bekomme zur Zeit nichts hin. Essen, schlafen, zur Arbeit gehen alles ist Folter geworden. Dazu bin ich auch noch mit dem schneiden rückfällig geworden. Ich habe einfach das Gefühl hier nicht mehr her zugehören.
6 Jahre.
Es ist 6 Jahre her das ich zuletzt in der Schule war, zwischen drin hab ich gearbeitet in verschiedenen bereichen da war ich auch immer „die Neue“ und nichts davon hat mir jemals so viel Panik bereitet wie morgen wieder zur Schule zu gehen. Ich hab mich damit abgefunden gehabt, mich dort angemeldet und wollte wirklich hin gehen aber dann hab ich gesehen wie paar Leute mit den Lehrern umgegangen sind und dann kam alles hoch. Wie ich damals Jahrelang beleidigt, körperlich verletzt, angespuckt und bedroht wurde. Jedesmal wird mir gesagt „das ist anders das sind keine 15 Jährigen mehr die sind jetzt in deinem alter oder älter“ dennoch weiß ich was ich gesehen hab, ich war echt wieder stabil doch jetzt. Jetzt habe ich scheiss angst und den ganzen Tag schon nervenzusammenbrüche. Ich will dort nicht hin, aber ich muss..