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CHAPTER ONE - PAGE ONE
Ca. 1998 ff.
Wir klöppeln von Hand eine Webseite für die KjG Philippsburg
Der Dekanatsverband Philippsburg der Katholischen jungen Gemeinde (die Kreisebene meines Jugendverbandes) bekommt eine eigene Webseite. Dazu richten wir einen »Internet-AK« ein. Einmal im Monat treffen wir uns bei Rainer in der Wohnung und bringen unsere Rechner mit: Tower-PCs mit Röhrenmonitoren. Wir verkabeln alles, dafür müssen wir obskure Dinge wie Terminatoren anstöpseln, sonst tropfen am Ende des Kabelkreises Daten heraus und nichts funktioniert mehr. Bei Rainer treffen wir uns, weil er eine eigene Wohnung hat und eine schnelle Verbindung; am Anfang noch eine ISDN-Leitung für vier, fünf Leute. Rainers Internet ist auch besonders günstig, weil er nur die Telefongebühren für ein Ortsgespräch nach Karlsruhe bezahlt: zum gemeinnützigen Provider INKA. Andere Provider verlangen zu dieser Zeit zusätzlich zu den Telefongebühren noch einmal eigene Gebühren pro Zeiteinheit.
Einmal im Monat treffen, um die Webseite zu aktualisieren, gilt schon als sehr regelmäßig. Wir sind damit bundesweit in unserem Verband bei den allerersten Gliederungen, die eine aktuelle Webseite betreiben: Es gibt Termine, Berichte zu Veranstaltungen, eine Vorstellung des Vorstands und einigen Unsinn (unter anderem haben wir in mühevoller Kleinarbeit mit GIMP unserem Jugendreferenten den beeindruckenden Schnurrbart aus dem Gesicht retuschiert). Zu den technisch aufwendigsten Inhalten gehört die Karte der Region, auf der man die einzelnen Ortsgruppen anklicken kann, ein Gästebuch darf natürlich auch nicht fehlen. Alles ist von Hand geschrieben, pures HTML im Texteditor, CSS gilt bei manchen noch als verpönt, da der Netscape Navigator vor kurzem damit noch nicht ordentlich umgehen konnte. (Browser der Wahl ist Opera, Internet Explorer gilt als nicht satisfaktionsfähig.)
Webspace und vor allem Domains sind noch teuer. Eine eigene Domain wird erst viel später angeschafft, bis dahin liegt die Webseite in einem wenig intuitiven Unterverzeichnis von Rainers Webspace, der zum Paket von INKA gehört. Datenbanken gibt es keine (wir erfinden wilde Workarounds mit Textdateien, in der die dynamischen Inhalte gespeichert werden), aber immerhin schon PHP. Auf die Idee, ein Content Management System zu installieren, kommen wir nicht. Erst später kommt ein dynamisches Menü dazu, das ebenso handgeklöppelt aus PHP ist wie der Rest der Seite. Social Media gibt es nicht, wir hatten einen E-Mail-Newsletter. Auch den schreiben wir von Hand. Immerhin gibt’s bei INKA schon einen Listserver.
(Felix Neumann)
Hallo ;)
3. Oktober 2019
Dropbox dropped
Dropbox hat anscheinend Geldmangel. Oder die Halskrankheit (selbigen nicht vollzukriegen). Ich weiß es nicht. Jedenfalls hat man die Nutzungsbedingungen radikal geändert, so dass Dropbox für mich weitgehend nutzlos geworden ist. Das hängt natürlich von den persönlichen Bedürfnissen ab. Viele können bestimmt immer noch super damit zurechtkommen, ich jedoch nicht mehr.
Für mich am bedeutendsten ist die Änderung, dass man seine Daten nur noch mit drei Geräten synchronisieren kann. Bislang ging das mit so vielen Geräten, wie man wollte, nun nur noch dann mit mehr als drei Geräten, wenn man zahlender Kunde wird, wobei der Spaß mindestens 10 Euro im Monat kosten soll, wenn man jährlich zahlt. Bei monatlicher Zahlweise sind schon 12 Euro fällig, allerdings bekommt man auch satte 2 TB. Dabei war ich fast 10 Jahre lang durchaus ein guter Kostenlos-Nutzer, denn man konnte seinen ursprünglichen Speicherplatz von 2 GB durch Empfehlungen erweitern, wodurch ich mir immerhin weitere 3,25 GB zusammenempfohlen habe. Man bekam 250 MB, dann, wenn jemand auf die eigene Empfehlung die Anwendung auf seinem Rechner installierte (Handy reichte nicht).
Eines meiner wesentlichen Einsatzgebiete ist (bzw. war ...) die Datensammlung für meine kleine Band: Aufnahmen von Proben und Auftritten, Fotos lassen sich so komfortabel austauschen, aber vor allem die Songtexte. Ich kann mir ja nichts auswendig merken. Im Proberaum steht ein alter, träger iMac, der dort sein Gnadenbrot bekommt. Meistens arbeite ich privat an einem Macbook, im Büro an einer Windose und bei Auftritten mit einem iPad als Notenbuch, unterwegs auch mal, wenn auch selten, mit dem Handy. Das sind schon mal neuerdings zwei Geräte zu viel. Ein weiterer Einsatz ist die Speicherung meiner Arduino-Progrämmchen. Dafür muss neben dem Macbook manchmal noch ein Macbook Air herhalten. Noch ein Gerät zu viel. Man kann das zwar auch alles über ein Browserfenster erledigen, aber es ist ja gerade der Witz, dass sich der Clouddienst in das Dateisystem des jeweiligen Rechners integriert. Warum darauf verzichten?
Bei striktester Disziplin könnte ich mich vielleicht mit drei Geräten begnügen. Aber will ich das? Ich bezahle schon monatlich 10 Euro für Webspace. Zwar für “nur” 250 GB, aber die nutze ich zu vielleicht 15 bis 20%. Und es gibt ja Tools, die einen Dienste wie Dropbox mit eigenem Webspace realisieren. Da habe ich vor vielen Jahren Owncloud ausprobiert, und auch durchaus öfter mal genutzt. Aber jedes Mal, wenn die Software ein Update auf dem Server wollte, war das Geschrei groß, denn man muss viel von Hand machen. Da bin ich nicht so geschickt und geduldig, um es vorsichtig auszudrücken.
Im Büro sind wir auf Office 365 umgestiegen. Da bekommt man pro Mitarbeiter 1 TB Cloud-Speicherplatz mit dem Dienst Onedrive bzw. Sharepoint. Die App ist ok. Nur, wenn man Links teilt, steht der Firmenname in der URL. Das mag ich bei privaten Daten nicht.
Jetzt schaue ich mir mal Nextcloud an, ein Fork von Owncloud. Mal sehen. Es gibt anscheinend einen Knopf für das Updaten. Die iPad-App und die Desktop-Anwendung machen einen okayen Eindruck. Für Auftritte ist es vor allem wichtig, dass die App stabil läuft. Das wird sich zeigen. Eventuell nutze ich solange noch sicherheitshalber Dropbox parallel. Aber das Ende ist nah.
(Markus Winninghoff)
3. bis 6. September 2018
Mein Rettungsboot ankert in Friedersdorf
Eigentlich will ich den Link einer Bastelanleitung in meinem Blog suchen. Aber nach dem Aufrufen der Seite erhalte ich nur eine Fehlermeldung. Irgendwas mit “Database Error” in Times New Roman, schwarz auf weiß. Immer wieder. Schlicht und hässlich.
Ich hab’s ja nicht so mit dem Programmieren in diesem Internet. Aber Database dürfte was mit einer Datenbank zu tun haben. Habe ich da nicht vor ein paar Tagen was gemacht? Ich hatte in den Datenbanken etwas gesehen, das auf eine uralte Domain hinwies, die ich schon lange nicht mehr habe. Ich stöberte ein bisschen in dieser Datenbank. Mir fiel aber nichts auf, das auf aktuelle Verwendung hindeutet. “Wollen Sie die Datenbank wirklich löschen?” - “Ja!” Weg isse.
Es fällt mir wie Schuppen von den Augen, dass es da evtl. doch noch eine Verbindung mit der alten Datenbank gegeben haben könnte, nämlich mit meinem Blog, als ich die Fehlermeldung sehe. Was soll’s. Spiele ich halt ein Backup ein.
Ich stelle fest, dass das letzte Backup vom 3. Januar dieses Jahres ist. Da hat wohl was nicht funktioniert. Früher bekam ich Datenbank-Backups auch mal per Mail. Bekomme ich auch immer noch, aber nur zu anderen Webseiten, die ich so betreibe.
Ich jammere etwas in der ständigen Redaktionskonferenz, und Kathrin fischt auch schon die alten Beiträge aus dem web archive für mich heraus. Damit könnte ich im Grunde alles in mühsamer Handarbeit wieder herstellen. Ich wage noch einen verzweifelten Rettungsversuch und schreibe um 8:54 Uhr an meinen Provider all inkl in Friedersdorf:
Hallo, anscheinend hab ich vorgestern oder Montag eine Datenbank in meinem Webspace gelöscht. Ich kenne vermutlich die Antwort, will aber sichergehen: Bei Ihnen gibt es nicht zufällig eine Datensicherung davon? Mein letztes Backup ist nicht ganz aktuell. Viele Grüße M. Winnninghoff
Nach nur 10 Minuten erreicht mich die Antwort:
Sehr geehrter Herr Winninghoff, vielen Dank für Ihre Anfrage. Es wurde in den letzten Tagen nur eine Datenbank gelöscht, diese haben wir wiederhergestellt. Bei weiteren Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Mit freundlichen Grüßen Supportteam
In gerade mal 10 Minuten hat all-inkl mein Blog gerettet und mir geantwortet! Nicht nur ich, sondern die gesamte Redaktionskonferenz ist zu Tränen gerührt. Ich installiere dann schnell ein neues Backup-Tool.
(Markus Winninghoff)
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Dedicated Web Spaces by @hrsoftbd
Dedicated Web hosting is an Internet spaces option in which a physical server (or servers) is dedicated to a single business customer. The c
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A virtual private server, also known as a VPS, acts as an isolated, virtual environment on a physical server, which is owned and operated by