Death Note: Der Fluch der Fans
Adam Wingard hat ein Reputationsproblem: Zwar rettete der Indie-Regisseur mit dem gelungenen Retro-Slasher Youâre Next mal eben das angestaubte Horrorgenre, legte nach einem soliden The Guest mit dem unsĂ€glichen Blair Witch-Reboot jedoch eine Kritikerbruchlandung hin. Das geschieht mit der Nettflix-Produktion Death Note jetzt leider erneut â dabei ist die Manga-Verfilmung garnicht mal schlecht: Die Story um einen Teenie, der mit Hilfe eines Todeswunsch-Buches aus der Ferne Verbrecher killt um die Welt zu retten, ist besonders anfangs spannend wie Final Destination. Dann aber macht Wingards Film urplötzlich eine 180-Grad-Drehung und wird zum Anti-Heldenstreifen in Jumper-Manier, wĂ€hrend auch Plot und Charaktere sich völlig ĂŒberhastet entwickeln. Die Vorlage ist einfach zu umfangreich fĂŒr einen ZweistĂŒnder â und am Ende fragt man sich, warum Netflix gerade diesen Stoff nicht zur Serie gemacht hat. DrĂŒcken ErbsenzĂ€hler-Fans jedoch ein Auge zu, bleibt Death Note ein technisch toller, extrem blutiger und schwer unhaltsamer Film mit guten Darstellern â den grinsenden Willem Dafoe als DĂ€mon Ryuk inklusive. 6/10
















