Müde von dir
Ich laufe durch Tage, die sich endlos drehen,
versuche dich irgendwie noch zu verstehen.
Doch jedes Gespräch wird zu Scherben und Streit,
und langsam zerbricht meine ganze Geduld mit der Zeit.
Ich trage dich mit, selbst wenn ich schon falle,
halte noch fest, doch verliere dabei langsam alles.
Denn immer wenn ich dich brauche, bist du nicht hier,
und irgendwann wird selbst ein starkes Herz müde von dir.
Ich hab mich verbogen, hab vieles verschwiegen,
hab meine eigenen Grenzen für dich überstiegen.
Hab Nächte verloren und Hoffnung verschenkt,
hab meine Gedanken nur noch in deine gelenkt.
Doch jedes Mal, wenn ich denke es wird besser sein,
holst du mich wieder zurück in den gleichen Verein.
Aus Zweifeln und Worten, die tiefer schneiden als Glas,
und jedes „Es tut mir leid“ kommt wieder zu spät und zu blass.
Ich bin so müde vom Kämpfen, vom immer Verstehen,
vom Stillsein, vom Hoffen, vom Weitergehen.
Vom Glauben daran, dass du mich noch siehst,
obwohl du mein Schweigen längst übersiehst.
Du kennst meine Wunden, doch rührst sie nur an,
als wären sie nichts, als gingen sie dich nichts an.
Doch jede von ihnen trägt deinen Namen in mir,
und trotzdem steh ich noch hier vor dir.
Manchmal lieg ich wach und frag mich leise,
warum ich dich halte auf diese Weise.
Warum ich bleibe, obwohl ich zerbrech,
obwohl jeder Schritt mit dir schwerer wird und schwächt.
Vielleicht weil Liebe nicht logisch passiert,
weil Hoffnung sich heimlich im Herzen verirrt.
Weil ein Teil von mir glaubt, dass du es noch siehst,
bevor alles zwischen uns endgültig zerbricht.
Doch ich spüre es langsam in jeder Faser in mir,
mein Herz wird still und es entfernt sich von dir.
Nicht laut, nicht plötzlich, nicht voller Geschrei,
nur müde geworden und innerlich frei.
Denn irgendwann merkt selbst ein Herz, das verzeiht,
dass Liebe allein nicht für immer befreit.
Und wenn ich dann gehe, dann nicht aus Hass zu dir,
sondern weil ich zu müde geworden bin hier.












