Bauern, Handwerker und Wissenschaftler sind bedeutsam für die Menschheit. Aber erst Künstler, Musiker und Poeten machen die Menschheit bedeutend.
Petrille 'Periwinkle' Hourglass, wird leider nicht ganz so ernst genommen, wie sie es verdient.

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@paulineschreibt
Bauern, Handwerker und Wissenschaftler sind bedeutsam für die Menschheit. Aber erst Künstler, Musiker und Poeten machen die Menschheit bedeutend.
Petrille 'Periwinkle' Hourglass, wird leider nicht ganz so ernst genommen, wie sie es verdient.
In deiner Feststellung misst du völlig die Gemeinsamkeit die uns und sämtliche andere Frauen miteinander vereint. Wir wollen als Personen gesehen werden und nicht als Bruchstücke solcher. In jeder von uns steckt Machtdurst, Mut und Morddrang.
Wilma Hannesen, als Francesco mal wieder unüberlegt seine Meinung äußert.
Künstler gesucht...
Hallo Kiddings :) Ich wollte mal fragen ob es irgendwelche Künstler auf Tumblr gibt, die möglicherweise Interesse daran hätten, einige meiner Charaktere zu malen. Ich kann mir zwar schwer vorstellen, dass es da soooo ein großes Interesse daran gibt, zumal ich dafür auch nicht viel zurückgeben könnte, aber es würde mich wirklich unendlich freuen.
Die Gebrüder Mellifluous – Der Soundtrack
Prolog ~ Blue Spotted Tail (Fleet Foxes)
Kapitel 1 – Eine Frage der Ehre ~ Rivers and Roads (The Head and the Heart)
Kapitel 2 – Der Blick auf die weite See ~ Young Pilgrims (The Shins)
Kapitel 3 – Der mysteriöse Brief ~ Rolling sea ...
Fanfiktion.de
Auf dieser Plattform gibt es mittlerweile auch die ersten drei Kapitel der Geschichte 'Alquin stidr Irmin - Die Gebrüder Mellifluous' zu lesen. Wer also mittlerweile das UNBÄNDIGE Verlange spürt, mal hineinzuschnuppern, kann sich mit folgendem Link nach Lust und Laune austoben:
http://www.fanfiktion.de/s/554b8320000360912d293d0d/1/Alquin-stidr-Irmin-Die-Gebrueder-Mellifluous
Ich hoffe, es gefällt!
The only excuse for making a useless thing is that one admires it intensely. All art is quite useless.
Oscar Wilde, im Prolog zum 'Bildnis des Dorian Gray'
Also... neuerdings hat sich ein Verlag gemeldet, der bereit wäre, mein Buch zu verlegen. Das ist schön, da sie das gar kostenlos machen würden. Vordergründige Probleme sind a) ich habe kein Lektorat bzw. bin mir nicht sicher ob die auserwählte Lektorin bereit wäre, ihren Job für kleines Geld zu machen (sie ist nicht hauptberuflich Lektorin) b) Das gesamte Marketing würde mich etwas kosten c) Ich würde erst ab der 500sten Kopie etwas daran verdienen d) Ich weiß nicht genau, wer das Artwork machen soll... ich kenne zwar ein paar total begabte Leute, aber es gibt auch unendlich viele Künstler auf Tumblr die ich, selbstredend gegen Bezahlung, gerne darum bitten würde...
Seufz - Geld habe ich sowieso nicht genug, um das Buch so recht zu vermarkten, also würde es wahrscheinlich auf den Grabbeltischen rumbuhlen und langsam in der Versenkung verschwinden.
Ich bleibe dennoch hoffnungsvoll!
Wattpad
Heyho, ihr zehn follower, die mir mutig beistehen!
Für die paar Interessierten unter euch... ich habe den Prolog, sowie das erste Kapitel meines neuen 'Buches' (Ob es der Bezeichnung würdig ist) auf meinem Wattpadaccount hochgeladen. Da ich den schon seit Jahrhunderten nicht mehr benutzt habe werdet ihr da nichts als 'Die Gebrüder Mellifluous' und eine uralte, schlecht geschriebene Mumford and Sons fanfiction finden... Wer also gerne mal schnuppern würde:
http://www.wattpad.com/myworks/37849608-alquin-stidr-irmin-die-gebr%C3%BCder-mellifluous
Übrigens ist die Story nicht gebetat und es können sich diverse Fehler eingeschlichen haben. Feedback wäre daher sehr willkommen :)
[...] Eigentlich ja nicht. Eigentlich sind Gedichte wie Teig. Einer hat ihn gemacht, alle naschen, manchen schmeckt's, anderen nicht. Und formen kann ihn jeder, wie er will.
ich, fünf Minuten später
Gedichte sind wohl wie Kinder... wenn jeder dran rumfrisiert sieht's am Ende scheiße aus.
ich
Hallo :) Es folgt ein Teaser von meinem neuen Buch. Der Auszug ist in Form eines Berichtes geschrieben und versucht zu erklären, in was für eine Welt die Protagonisten geraten sind. Ungebetat und in voller Rohfassung, ich würde mich über Rückmeldung freuen... ich weiß nämlich nicht ganz, ob das nicht vielleicht etwas verwirrend formuliert ist :D
Alquin stidr Irmin
Ein Bericht von Brix Petit, keinem Forscher, aber einem Interessierten
Die Abhandlung beginnt, wie eigentlich jede, mit einer Erkenntnis. Unsere Welt hat mehr zu bieten, als das gewöhnliche menschliche Auge erfassen kann. Zugegeben, diese Erkenntnis ist keine neue, aber ich kann sie belegen. Im frischen Alter von einunddreißig Jahren eröffnete sich mir eine Welt, wie sie nur in meinem Kopfe existierte, im wahrsten Sinne des Wortes.
Auf einer unglückseligen Schiffsfahrt die zum Nordhorn Afrikas und von dort in Richtung Dschungel führen sollte, kam unser Segelschiff gewaltig vom Kurs ab und eines Tages fanden wir vor den Ausläufern der Insel wieder. Unsere Mannschaft war unterdes geschrumpft. Doch weder die Umstände, noch die Gründe für mein Kommen sollen eine Rolle spielen, in einer Struktur die uns alle betrifft und doch kaum affektiert, glauben wir. Die Welt, wie wir sie kennen und erleben ist eine Kollision aus zwei völlig unterschiedlichen Universen, in die wir jeweils zu gleichen Teilen gehören.
Das eine Universum, wir nennen es Irmin, ist von gestaltlicher Natur. Wir fassen es, greifen es, wissen wie es ist, weil wir es berühren können. Rau, unförmig, fest, weich, all jene sind Adjektive, die diese Welt beschreiben können. Mancherlei Dinge bestehen ausschließlich aus Irmin, aus einer Art Materie, die etliche Formen annehmen kann. Steine, sie sind seelenlos, hart, willenlos. Irmin gibt uns Form. Das andere Universum, genannt Alquin, ist von geistlicher Natur. Die Seelen aus dieser Unendlichkeit hauchen uns den Lebenswillen ein, sie entscheiden, welcher von all den Geschmäckern, die unsere gestaltliche Zunge schmecken kann, unser liebster ist. Sie fällen ihr Urteil, ob ihnen Chrysanthemen oder Rosen besser gefallen. Sie träumen unsere Tagträume, sie verlieben sich, sie lernen zu hassen. Auch die Gedanken die wir stricken und flechten stammen aus unseren inneren, tief vergrabenen Seelen. Doch Gedanken verfliegen schnell, wenn man sie nicht festhält. Alquin gibt uns unsere Farbe.
Wer oder was sind wir? Es gibt drei höhere Intelligenzen, die ich selbst kennenlernen durfte:
Menschen
Sie haben eine Hülle, fest und greifbar, sie gehören nach Irmin. Doch tief in ihrem Innern, bei manchen fest verankert, bei anderen frei von Sorge, liegt die Seele, die aus ihnen macht, was sie gerne als menschlich bezeichnen. Ihre Augen sehen, was in Irmin vorgeht, unter ihren Fingerspitzen fühlen sie, aus was Irmin besteht und ihre Ohren hören jeden Lärm, der gemacht wird. Bloß ihr Mund, der spricht aus, was die Seele denkt und fühlt, der arbeitet mit der Seele eng zusammen denn sie hat ein stark ausgeprägtes Mitteilungsbedürfnis. Die Seele denkt für ihren Körper und träumt des Nachts, sie muss nicht schlafen. Doch weil sie an ihren Körper gebunden ist, kann sie sich selbst in ihrer Heimat Alquin nicht frei bewegen. Denn ein Mensch träumt zwar, aber er träumt in seiner eigenen Welt, die er sich höchst selbst zusammensetzt. Wenn also die Seele im Schlafe des trägen Körpers aktiv werden will, ist sie in einer Blase gefangen, und kann sie nicht verlassen. Die Seele hasst den Körper daher und sieht ihn als Gefängnis an. Sie zerstört ihn und fügt ihm so viel Schaden zu wie es ihr möglich ist. Sorgen legt sie ihm aufs Herz, Krankheiten hetzt sie ihm auf den Hals und irgendwann verreckt der Körper an Altersschwäche, die Seele ist frei.
Die eigene Welt, die ein jeder Körper um sich baut, selbst wenn er schläft, sie bricht in einem gewöhnlichen Menschenleben erst zusammen, wenn er stirbt und seine Seele befreit. Tritt aber der Körper selbst durch eine der wenigen Verbindungen von Alquin und Irmin, so zerplatzt die Blase um ihn herum und langsam aber sicher unterzieht er sich einer Verwandlung in seine wahre Gestalt, die die er im Herzen trägt. Kaum hat er diese angenommen verkümmert sein Körper, bis er die mächtige Seele nicht mehr tragen kann und einfach liegen bleibt, inmitten von Alquin. Lässt aber die Seele ihn zurück und verliert ihre Bindung zu diesem Anker, hält sie nichts mehr auf ins nichtssagende Nirgendwo abzudriften. Ein fruchtbares Schicksal.
Wandert ein gestaltlicher Körper durch Alquin ist es, als werfe man Steine ins Wasser. Sie liegen wohl da, doch sie gehören nicht dorthin. Trennt man Seele und Körper, so ist es, als nähme man die Nordlichter vom Himmel. – Yakone
Schön gesagt, Yakone.
Alben
Sie sind an keine rechte Gestalt gebunden, denn statt einer gestaltlichen Hülle tragen sie ein Kernstück Irmin in ihrer Seele. Wer die Seele als Außenhaut trägt braucht keine Worte um sich zu verständigen, denn seine Wünsche sind ihm auf den Händen und Füßen, auf der ganzen Haut sogar, abzulesen. So wie der Mensch sein innerstes Verlangen über Worte ausdrückt, wenn der denn dazu fähig ist, tun Alben es mit Bewegungen und Gesten, die nur sie unmissverständlich übermitteln und entschlüsseln können. Sie sind friedfertige Wesen und über die Situation unserer Welt, Welten will ich sagen, deutlich aufgeklärter als die meisten Menschen.
In Irmin treten sie in der Gestalt von Blumen auf, unbeweglich und beinahe apathisch. Die Blumen die wir kennen bilden ein Äquivalent zu den Blasen in denen menschliche Seelen gefangen sind. Es ist davon auszugehen, dass die Blumen in Irmin sich in einem ständigen Traumzustand befinden. Ferner ist anzunehmen, dass das Verletzen sie nicht affektiert, das komplette Zerstören von Blumen aber die Verbindung der Alben zur gestaltlichen Welt kappt und eine Gemeinheit sondergleichen ist.
Ihre freie Beweglichkeit leben sie in Alquin aus, dort leben sie ähnlich uns Menschen. Verlieren sie ihren Kern auf irgendeine Weise, so werden sie, wie körperlose Menschenseelen, ins Nirgendwo gesogen. Treten sie über in die gestaltliche Welt, so zerplatzt ihre Blumenhülle, bzw. sie geht ein und ihr gestaltlicher Kern nimmt überhand. Sie verwandeln sich in nichtssagende, traurige Pflanzen, die an ihre alte Schönheit nur erinnern können.
Aufgrund ihrer Erscheinung in Irmin unterscheiden wir in zwei Arten der Alben.
Urbis Albe
Baum Alben treten selbst in ihrer bevorzugten Seelengestalt als große, dürre Zweibeiner auf, die einige Attribute ihrer Irmingestalt wiederspiegeln. Die Farbe ihre Rinde, Blätter und die Form der Äste, um einige Beispiele zu nennen.
Famyl Albe
Blumalben würden menschlichen Folkloren zufolge als Feen bezeichnet, denn sie sind klein und geradezu zauberhaft anzusehen. Ihre Blüten tragen sie als Röcke und wenn sie lustig sind, singen sie herrliche Lieder.
Vielleicht solltest du anfügen, dass Blumalben furchtbar frech sind. Und das die inselansässigen Alben allesamt ihren Verstand verloren haben! – Rohesia
Der Kommentar ist fehl am Platze!
Somnidari
Somnidari sind Wesen, die gleichermaßen nach Alquin, als auch nach Irmin gehören. Statt Hülle und Kern zu besitzen tragen sie sowohl Alquin als auch Irmin auf ihrer Außenhaut und in ihrem Inneren. Untrennbar sind ihre Seele und ihr Körper, daher wandeln sie jederzeit durch die gestaltliche Welt, als auch die geistige Welt und können daher ungehindert mit Alben sowie Menschen kommunizieren.
Ihre wahre Erscheinung zeigt sich erst bei Übertritt der Lichtgrenze*. Sie tragen gestaltliche Hörner, um, sollte es nötig sein, die Traumwelten der Menschen zu invadieren. Sie tragen Flughäute, denn sie sind Herrscher über den Wind. Sie haben seelenweiche Hände und können die filigranen Geisteswesen berühren, ohne sich oder ihnen wehzutun. Sie tragen einen langen Schweif, mit dem sie stets an der Realität festhalten können. Sie sind geschuppt, um sich vor der harschen Außenwelt zu schützen. Ihre Augen sind kaleidoskopisch, denn sie sehen Seelen und Körper gleichzeitig. Sie sprechen die Ursprache. Jeder versteht sie, überall hört man sie, doch keiner außer ihnen spricht sie. Somnidari sind, ohne sich ihrer Herkunft bewusst zu sein, den beiden Schwestern und Herrscherinnen über Alquin und Irmin verpflichtet. Sie verstehen die Materie, sodass sie sie beherrschen können, sie fühlen Seelen, dass sie ihnen helfen können. Somnidari bilden die Brücke zwischen Alquin und Irmin.
Und obwohl wir so mächtig sind, wissen wir nichts. – Rohesia
Und obwohl wir so mächtig sind, sind wir untergebene, die jeden noch so hirnrissigen Befehl ausführen müssen. – Yakone
Und obwohl wir so mächtig sind, können wir uns dem Fluch nicht widersetzen. – Sindre
Artikel 1 ist abgeschlossen.
Erzählungen von hier und über dem Berge III
Und es folgt ein drittes Märchen! Ich hab mir noch nicht die Mühe gemacht, alles Korrektur zu lesen etc., aber ich hoffe das steht dem Lesevergnügen, falls vorhanden, nicht im Weg.
Das alte Mütterlein
Ein Mann von großem Reichtum und einem größeren Herzen wollte in seinen letzten Tagen auf Wanderschaft gehen, denn er hatte einen Großteil seines Lebens in der trauten Heimat verbracht und wollte ein letztes Mal die Schönheit seiner Welt betrachten. Seine Frau war lang verstorben und hatte ihm drei Söhne hinterlassen, zwei davon dumm wie Stroh aber von hübscher Gestalt und großer Muskelkraft, ein letzter hässlich und schwächlich, aber gewitzt. Weil der Mann alle drei gleichsam liebte, wusste er nicht, welchem er das Erbe hinterlassen sollte und suchte Rat bei einem alten Mütterlein, das am Rande der Stadt lebte.
„Gut Mütterlein, weis‘ Mütterlein, kannst du einen Rat mir sagen?“, sprach er, als er sie aufsuchte. Die gutmütige Frau wusste um seine verzwickte Situation und bat ihn, sich zu setzen. „Drei Söhne hast du. Kasimir, der Älteste, stärker als ein Ochse. Lucijan, der Zweitälteste, stärker als ein Ross. Tihomir der Jüngste, schwächer als ein Zicklein.“ Der Mann nickte, denn was sie sagte war wahr. „Zieh hinaus in weite Fremden und leb wie nur Könige es tun, denn deine Zeit ist rar. Doch sag mir, wo deine Schätze versteckt sind, sodass ich die Jungen hinführen kann. Ich selbst will testen, wer dem Reichtum würdig ist.“ Ihr faltiges Gesicht verzog sich zu einem vertraulichen Lächeln und ihre lieben Augen funkelten ehrlich. Der Mann, dem bewusst war, dass er recht bald scheiden würde, wollte wahrlich schnell aufbrechen und dankte dem Mütterlein endlos ehe er das Versteck unermesslichen Reichtums verriet und sich aufmachte, im Morgengrauen.
Als die drei Söhne am nächsten Morgen erwachten fanden sie nichts mehr als einen Brief ihres Vaters in ihrer Stube. Dort sagte er, dass jeder von ihnen ihr Glück versuchen solle, seinen Schatz zu finden. Das alte Weib vom Dorfrand sollten sie befragen und alsbald ihre Belohnung erhalten. „Ich gehe zuerst, denn ich bin der älteste!“, sagte Kasimir mit tollkühnem Mut. Er packte sich einen Beutel mit Nahrung und einer warmen Decke, sollte es länger dauern, und stapfte aus dem Herzen der Stadt hinaus zum Rande, wo die Hütte der Alten stand. „Dich soll ich nach Vaters Schatz fragen.“, sagte er und betrachtete sie abfällig. Sie war runzlig und verhutzelt, wie alte Wurzelweiber nun einmal aussahen. „Richtig, Kasimir. Folge mir in den Wald hinein, denn dort hat dein Väterlein den Schatz vergraben.“
Sie führte ihn tief in den Wald hinein, bis dass kein Tageslicht mehr auf den moosigen Boden fiel und Kasimir die Augen zukneifen musste, um die Bäume erkennen zu können. „Ist es noch weit, Alte?“, fragte er und schaute sich nach ihr um, doch sie war verschwunden. Er wanderte weiter und weiter, an giftigen Pilzen und tausendjährigen Bäumen vorbei. Als die Nacht bereits über ihm hereingebrochen war und der Mond müde auf die Baumkronen schimmerte erkannte er zwischen den knorrigen Stämmen eine Gestalt von überirdischer Schönheit. Sie stand am Ufer eines Flusses, der hinter ihr in einem rauschenden Wasserfall auf den Boden prasselte. „Komm nur, komm heran.“, sang sie. Wie im Traume stolperte er auf sie zu und fasste sie in seine Arme, denn er wollte sie gerne zu seiner Frau machen. Bevor er allerdings wusste wie ihm geschah, versenkte sie einen spitzen Dolch in seinem Rücken und ließ ihn zu Boden sinken. Gehässig lachte die Gestalt und stieg hinab in den Fluss, um mit ihm vondannen zu fließen.
Tagelang warteten die verbleibenden Brüder auf die Rückkehr Kasimirs, doch am neunten Tag schnürte auch Lucijan sein Bündel und verabschiedete sich von Tihomir, denn er wollte als nächster sein Glück versuchen. Auch er kam an das Tor der Alten und rief nach ihr. „Komm heraus, alte Hexe. Wir wollen nach Vaters Schatz suchen.“ Mit grimmiger Miene kam sie aus ihrer Hütte und bedeutete ihm, ihr zu folgen. Seine rüde Art gefiel ihr ganz und gar nicht. Verschwiegen führte sie auch ihn über verworrene Wege durch das Dickicht, sie wollte sichergehen das er den Weg zurück ins Dorf nicht finden würde. Als schließlich die Sterne wie Diamanten am Himmel funkelten, verborgen vor Lucijans Blick, war sie verschwunden. Erbost und in seinem Eifer gestärkt, wanderte er weiter und weiter. Nach einer Weile, die sich kaum mehr in Stunden messen ließ, gelangte er an den Fluss, der bereits seinen Bruder Kasimir angelockt hatte.
Wieder stand dort die Gestalt, ihr Haar, schimmernd wie Mondlicht, reichte hinab bis zu ihren Füßen. Sie sang ein Lied, schön wie Vogelgezwitscher, ihre großen Augen starrten ihn an. „Komm nur, komm heran.“, trällerte sie lieblich wie ein Kind und verführerisch wie eine holde Maid. Also kam er, kam heran und versenkte sein Gesicht in ihren träumerischen Locken. Die Strähnen verwandelten sich in todbringende Würgeschlangen und drückten dem armen Lucijan die Luft ab, er fiel zu Boden und starb. Die trügerische Erscheinung tauchte tief in den Fluss hinein und ließ sich davon treiben, immer in Richtung Stadt.
Zwei Jahre vergingen in denen Tihomir keinen Gedanken an das Gold seines Vaters verschwendete. Er widmete sich seinen Studien und schrieb Bücher, die die Universitäten beeindruckten und sogar den König wissbegierig machten. Dann aber kam der Tag, an dem er nicht mehr wusste, worüber er lesen, forschen, oder schreiben sollte und er entschloss sich, nach dem Schatz des Vaters zu suchen, um bei dem Wandern auf andere Gedanken zu kommen. Mit Sack und Pack zog er an einem Morgen, als die Sonne gerade über den Rand der Welt kletterte, zum äußeren Ring der Stadt, wo er an die Tür der Alten klopfte. „Wird auch Zeit.“, knarzte sie, als sie sein hässliches Gesicht sah und lächelte ein zahnloses Grinsen. „Wir wollen gleich aufbrechen.“
Sie führte ihn herum, lang, drehte oftmals Kreise und nahm Wege, die auf keiner Karte eingezeichnet waren. So viel Mühe wäre nicht nötig gewesen, damit der junge Mann nicht zurückfand, denn er war mit schlechter Sicht und noch schlechteren Ohren gestraft worden. Als die Sonne sich ein drittes Mal über dem Wald hinab senkte, war die Alte bereits im Unterholz verschwunden und Tihomir war hoffnungslos verloren. Sein Irren und Wirren, Stolpern und Holpern führte ihn, als sei es vorausgedacht, zu dem verfluchten Fluss, der seine Brüder das Leben gekostet hatte. Dort stand auch, wie bestellt, die unbekannte Schönheit, Personifikation der Verführung, eine Dame wie einem Gemälde entsprungen.
„Komm nur, komm heran.“, sang sie leise und beschwörend, aber ihn kümmerte das wenig, der Zauber konnte ihn nicht in seinen Bann einschließen. „Versuch nicht, mich zum Narren zu halten. Dir überlasse ich den Schatz nicht.“ Tihomir hatte bereits vermutet, dass die Alte seine Brüder getötet hatte, um auf ihren alten Lebtag in Saus und Braus zu leben, auf Kosten seines eigenen Vaters. „Gut, sehr schlau von dir, Tihomir.“, gurrte sie, aber innerlich kochte sie vor Wut. Die schöne Frau war die wahre Gestalt des alten Mütterleins, eine Nymphe, besessen von bösen Kräften und eigennützigen Gedanken, der dunkeln Magie und Verwandlung fähig. „Ich will dich auf der Stelle zum Schatze führen, wenn du mir ein Rätsel beantworten kannst.“ Tihomir willigte ein und setzte sich geduldig auf einen Stein am Rande des Ufers.
„Drei Mann stehen nebenan, der eine kriegt den andren dran und schießt ihm in die Brust. Der zweite mag den dritten nicht und schlägt ihm feste ins Gesicht. Nun sind sie alle dreie tot, wie kann das sein?“
Tihomir lachte laut, denn es war ein leichtes Rätsel und er erkannte die List der Nymphe. „Der dritte Mann ist der Tod.“ Anerkennend nickte sie und forderte ihn auf, ihr zu folgen. Er wusste, welches Spiel sie spielte. Das Rätsel war nur ein Vorwand gewesen, denn wenn die Gelegenheit sich bot, würde sie ihn meucheln wie schon seine Brüder. Darum spielte er eine Rolle nach den eigenen Regeln. „Oh, lieber Herr, was ist mir schwindelig. Es sind die Dämpfe der giftigen Blumen, die mir das Blut versauern!“ Die Nymphe erschrak, als er zu Boden fiel und sich nicht mehr regte. „Er muss gestorben sein!“, freute sie sich und tanzte ein wenig um seinen Leichnam. Weil sie blind war vor Gier, konnte sie nicht sehen, dass er noch atmete und bei Sinnen war.
Sie zog fort, endlich konnte sie ihren Schatz holen. Leise folgte ihr der totgeglaubte Tihomir, entspannt konnte er beobachten, wie sie auf einen verlassenen Brunnen zu huschte und an dessen Kurbel drehte, mühevoll, denn der Eimer war schwer. Nach knisternd spannenden Minuten erreichte ein bis zum Rand gefüllter Goldtopf die Oberfläche und die Nymphe ergötzte sich an seinem schimmernden Anblick. Tihomir nutzte den Moment und griff einen großen Stein vom Waldboden, den er ihr saftig auf den Hinterkopf donnerte. Die Nymphe fiel und weil sie nur durch Feuer sterben konnte, legte sich ein Jahrtausende langer Schlaf über sie. Der jüngste dreier Brüder nahm den Topf und seinen Stein mit sich. Das Gold verteilte er in der Stadt an arme Kinder, nur den Stein, mit dem er die hinterhältige Nymphe außer Gefecht gesetzt hatte, den behielt er.
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Erzählungen von hier und über dem Berge II
Ich bin zurück! Und erneut komme ich mit einem kleinen Märchen, dass mir vor gar nicht allzu langer Zeit in den Sinn gekommen ist. Hoffe es gefällt (:
Ingimundur der perlmutterne Drache
In einem Königreich, nicht fern von hier, lebte ein Drache von unsagbarer Schönheit. Sein Schuppenkleid glänzte wie das reiche Innenleben einer Muschel und schillerte so sehr, dass man nicht sicher sein konnte, ob er, oder die Sonne schien, wenn er sich durch die Lüfte schwang. In der nahen Stadt, die sich um den Königsberg drapierte wie ein edler Mantel, war von ihm viel Gesang und Sage zu hören, doch gesehen hatte ihn bisher nicht einer. Die Magie des Drachens bestand auch nicht unbedingt darin, gesehen zu werden, es reichte ihm, dass man Gedichte über ihn schrieb und wie einen alten, aber vergessenen Freund verehrte. Anders als andere Drachen, wie Gudmundur der Schreckliche, oder Sigurdur der Furchtbare, war Ingimundur niemand, der Prinzessinnen entführte und Dörfer auf ihre Grundmauern niederbrannte. Daher trug er den Beinamen Ingimundur der Friedfertige.
Zwischen dem Gebirge in dem Ingimundur lebte und dem einsamen Königsberge lagen eine Schlucht, ein Wald und ein Fluss und es war nie einem Mann oder einer Frau gelungen, die Höhle des Drachen aufzusuchen, von der man sagte, sie bärge Schön- und Weisheit. Folglich war der Drache einsam und langweilte sich oftmals sehr. An einem der Tage, da die Langeweile ihn wieder in den Panzer stach und ihn aufforderte, sich zu regen und etwas zu tun, beschloss Ingimundur, die Stadt zu besuchen. Doch, dachte er, damit es ein richtiges Abenteuer wird, will ich den mühseligen Wanderweg der Menschen bestreiten. Ich will sehen, ob er so unüberwindbar ist, wie es scheint. Er kroch also aus seiner Höhle, die hoch in einem der Berge lag, und kraxelte die Flanke des Berges hinunter. Kein Problem, lachte er, mit meinen spitzen Krallen.
Es folgte eine Schlucht, die aus dem geschützten Tal, umkränzt von dem Heimatgebirge des Drachen, hinausführte. Der Weg über die eisigen Spitzen der Berge wäre eine leichte Übung für Ingimundur und seine gewaltigen Schwingen gewesen, doch die Schlucht war eng und er musste viele Verrenkungen anstellen, um hindurch zu gelangen. Es kam gar eine Stelle, die war so eng und so düster, dass er ganz stecken blieb und nicht mehr vor oder zurück konnte. Er strampelte und rauchte vor Wut, doch nichts half. Verängstigt zog er die Möglichkeit in Betracht, dass er im Felsen stecken bleiben musste, bis er ausgehungert genug war, um wie ein Blättchen hindurch zu flattern. Tränen füllten die Augen des Drachen, als sich eine ungeahnte Hoffnung ihren Weg bahnte. Ein Mann aus einem fernen Reich, der in diesen Landen sein Glück suchen wollte, hatte ebenfalls den Weg durch die Schlucht gewählt und kam nicht umhin, der Misere des Drachen Zeuge zu werden.
So eine mächtige und herrliche Kreatur darf nicht in einer armseligen Kluft stecken bleiben, sinnierte er und überlegte, wie er der Gestalt helfen konnte. Da er ein kluger Kopf war, fiel ihm schnell ein, wie er sich nützlich machen konnte und er holte etwas Butter aus seinem kargen Reisegepäck. Ingimundur hatte sich mit den silbernen Hörnern an seinen Flügelgelenken verhakt und jede Bewegung bereitete ihm Schmerzen, doch mit der fettigen Butter die seine Hörner ganz rutschig und glitschig machte, hatte er sich schnell befreit. Hundertfach dankte der Drache dem Mann, der von seinem geringen Besitz etwas gegeben hatte, um ihn zu befreien.
In großen Schritten und in keiner Weise beeinträchtigter Wanderlust stellte der Drache sich dem nächsten Hindernis, dem großen, weiten, dunklen, fiesen Wald. Man sagte, dass Feen in diesem Wald lebten und mit den armen Wandersleuten ihre Späße trieben. Verschont wurde auch der Drache nicht, denn als sie seine Schönheit sahen wurden sie neidisch und ließen ein tückisches Dornengewächs erblühen, sodass der Drache darin hängen blieb und keinen Schritt vorwärts tun konnte. Seine Krallen halfen ihm nicht, denn die Hecke war magisch und die Dornen gefährlich. Zu seinem unverschämten Glück kam der Reisende von der Schlucht her auch diesen Weg entlang und konnte die missliche Lage, in der Ingimundur steckte, begutachten. Der junge Mann wusste, wie böse die Ideen der Feen sein konnten, wusste allerdings auch, dass sie leicht zu überlisten waren. Er wanderte ein wenig im Wald umher und pflückte die schönsten Blumen, die er finden konnte, ehe er zum Drachen zurückkehrte und die Feen rief.
Manche der Fabelwesen waren hässlich, andere waren schön, doch allesamt waren sie eitel und daher rührte ihr Neid. Jeder von ihnen versprach der Wanderer eine der hübschen Blumen, wenn sie nur den Drachen befreien würden, damit jener weiterziehen könnte. Widerwillig aber überzeugt von seinen lieblichen Gaben ließen sie das Dornengestrüpp schrumpfen, ohne das Ingimundur Schaden nahm. Jeder überreichte er eine Blume, Rosen und Butterblumen, Nelken und Vergissmeinnicht, und sie entschwanden. Tausendfach bedankte Ingimundur sich und sprach seine Bewunderung für die Schläue des Reisenden aus, dann zog er weiter zum letzten Hindernis auf dem Weg in die Stadt.
Der Fluss war seit einem heftigen Regenfall vor einigen Tagen zu einem reißenden Strom herangewachsen und hatte die moderige Brücke, die vor Jahrzehnten gebaut worden war, einfach mitgerissen. Ingimundur, der ja beschlossen hatte, den beschwerlichen Weg der Menschen zu gehen, verbat sich auch dieses Mal das Fliegen und wartete ungeduldig am Ufer des Flusses. Wie erwartet tauchte nach einer Weile der altbekannte Fremde auf und gesellte sich zu ihm. „Wenn wir den Fluss überqueren wollen, brauche ich deine Hilfe, Herr Drache.“, sagte er in einer tiefen und rauen Stimme, die gar nicht zu seinem Äußeren passen wollte. „Sieben Bäume müssen wir fällen und zurechtlegen, dass wir den Fluss überqueren können.“
Ingimundur gehorchte gern, er war froh, dass der Mann auch hier eine Lösung wusste. Er fällte vier Bäume, der Mann drei und mit seiner großen Kraft legte er die langen Fichten so über den Fluss, dass er bequem drüber gehen konnte. Als beide die andere Seite erreicht hatten, dankte Ingimundur dem Mann ein drittes Mal. „Meine drei wertvollsten und herrlichsten Schuppen möchte ich dir schenken, weil du mir dreimal geholfen hast. Deinen Edelmut und deine Weisheit will ich gerne belohnen, denn jede der Schuppen kann dir einen Wunsch erfüllen. Ich selbst kehre flugs zurück in die Berge, denn dieses Abenteuer reicht mir für die nächsten Jahre.“ Drei Schuppen fielen von seinem Panzer und ehe der Mann es sich versah, flog Ingimundur bereits hoch über seinem Kopf.
Der Mann, dessen Name Brynjar war, zog weiter in die Stadt, in seinem Beutel behielt er die Geschenke des Drachen. Er wollte sich ein feineres Leben machen in der Königsstadt, reicher und besser als das, das er in seiner Heimat geführt hatte. Kaum ließ er das gut bewachte Stadttor hinter sich, hörte er, dass der alte König, ein weiser und netter Mann, kinderlos und an einer zehrenden Krankheit verenden würde. Der neue König sollte mit einem Turnier gefunden werden, das noch in derselben Woche stattfand. Brynjar erkannte seine Chance und nahm die erste der drei Schuppen. „Bitte.“, sagte er, „ich wünsche, dass ich dieses Turnier gewinne und König werde.“
Es folgte eine Reihe von glücklichen Zufällen. So fand der Mann noch am gleichen Tag, als er, um sich einen Tagelohn zu verdienen ein paar Schweine hütete, ein Schwert, das ihm als Waffe bei dem Turnier dienen konnte. Ferner schenkte ihm ein alter Ritter der ausgedient hatte seine Rüstung, weil Brynjar ihm bei seinen Besorgungen half. Zu guter Letzt lief ihm bei Arbeiten auf dem Feld eines ortsansässigen Bauern ein wildes Pferd zu, das ihm beim Lanzenkampf als Reittier zur Seite stehen konnte. Brynjar war zuversichtlich, dass er das Turnier gewinnen würde, obschon er kein erfahrener Kämpfer war.
Am Tage des Wettkampfes staunten die Bürger der Stadt nicht schlecht, als ein Fremder aufkreuzte und die lokalen Favoriten in allen Kategorien meisterhaft schlug. Beim Bogenschießen traf er jedes Mal ins Schwarze und gewann die Herzen der anwesenden Jungfrauen. Beim Duellieren mit anderen Anwärtern auf den Thron machte er die Hoffnung aller Teilnehmer zunichte, denn jeden schlug er mit ein paar simplen Tricks. Beim Lanzenkampf stieß er die Gegner einarmig nieder, sodass sie sich vor Schmerzen krümmten und im Staub lagen. Haushoch gewann Brynjar und wurde König des schönen und reichen Landes.
Er lebte in Reichtum und Überfluss, nahm sich eine wunderschöne Frau und bekam bald einen zuckersüßen kleinen Sohn, der eines Tages seine Erbschaft antreten sollte. Doch es kam eine Zeit, da zogen Schatten über das herrschaftliche Schloss und Brynjar versank in schlechten und kränklichen Gedanken. Verfolgungsangst hatte er, dachte ein jeder seiner Köche wolle ihn vergiften und ein jeder seiner Leibwächter erdolchen. Darum verschloss er sich mehr und mehr in seiner Kammer und sprach nicht einmal mehr zu seiner Königin. Er nahm eine zweite Schuppe aus seinem alten Wanderbeutel, den er sorgfältig im höchsten Turm des Schlosses versteckt hatte und sprach seinen zweiten Wunsch, um die eigene Angst zu lindern. „Ich wünsche, dass eine Armee aus dem Boden wächst, die mir und mir allein loyal dienen soll.“
Tags darauf stand vor den Mauern der Königsstadt eine Legion an uniformierten Männern, die aus Wurzeln und Erde bestanden, da sie aus dem Boden gewachsen waren. Sie sprachen nicht und kämpften wie Maschinen. Sogleich entließ Brynjar jeden seiner Ritter und stellte die Neuankömmlinge ihrer statt ein. Die Wurzelkrieger verbreiteten Angst und Schrecken unter den Stadtbewohnern, denn sie kannten kein Mitleid und ihre Visagen waren zum Fürchten hässlich. Doch Brynjar fühlte sich zum ersten Mal in langen Jahren sicher.
Als der König schon alt und grau war, traute sich dank seiner Gruselritter kein rechtschaffener Bürger mehr vor die Tür, wenn es nicht bitter nötig war. Es sammelte sich daher eine Gruppe von jungen Männern und Frauen die seine Schreckensherrschaft leid waren und planten, ihn zu stürzen, um dem Königreich zu seiner alten Glorie zu verhelfen. Der König aber hörte durch eines seiner vielen Spitzel von der Unternehmung und wusste, dass sie Gift in den Venen seines Reiches war. Er nahm daher die letzte Schuppe und wünschte, was ihm übrig war. „Ich wünsche, dass die Unruhestifter und Kindsköpfe dieses Königreiches ihre Stimmen verlieren.“
So kam es, dass am nächsten Morgen nicht die Anhänger der Gruppe, sondern der König selbst die Stimme verlor, denn er hatte nicht gesehen, dass er von Blindheit getrieben wurde. Schriftlich befahl er seinen Wachen, jeden aufmüpfigen Bürger in die Verliese und Kerker zu sperren, denn Wut brodelte in ihm, dass er fast überkochte. Dies war der Punkt, an dem die Stadt und ihr Herrscher ihre dunkelste Zeit erreichten und voller Trauer nahm er ein weiteres Mal alle drei Schuppen in seine faltigen Hände, um zu fragen, was solch ein Unglück über ihn gebracht haben konnte. Voller Schrecken bemerkte er, dass die drei Kleinodien all ihren Glanz und ihre Farbe verloren hatten, grau und unscheinbar sahen sie aus. Plötzlich fürchtete der alte König mehr um seinen alten Freund den Drachen, als um seine eigene Sicherheit. Er fasste einen Entschluss und holte seinen Wandersack aus dem höchsten Turm, packte ihn mit wenigem Proviant und zog in die Richtung, aus der er vor vielen Jahren gekommen war.
Während Brynjar über die Brücke stapfte, die er vor Jahren mit Ingimundur gebaut hatte, brach bereits ein großer Tumult in der Stadt aus. Die Wurzelkrieger waren außer Rand und Band, wer eine Mistgabel oder Fackel hatte nahm sie aus ihrem Versteck und zog in einen undankbaren Bürgerkrieg. Brynjar bemerkte nichts davon, denn er war taub und konnte die Schlachtschreie nicht hören. Bald durchquerte er den Feenwald und traf auf alte Bekannte, die seinen Weg kurzzeitig begleiteten, bis er an die enge Schlucht kam, die er alleine durchwinden musste. Schließlich stand er in dem großen, weiten, grünen Tal, dass vor langer Zeit der Beginn von Ingimundurs Reise war. Von hier aus konnte er sogar die Höhle sehen, die als Heimat des Drachen diente. In einem mühevollen Anstieg kletterte er die letzten Meter hinauf, bis er sein Ziel endgültig erreichte.
Was seine Augen erblickten machte ihn traurig und legte sich schwer auf sein altes Herz. Der einst majestätische und oh so wundervolle Drache war schwarz und matt geworden, seine Lider lagen schwer über den goldenen Augen. „Mein Freund.“, sagte er tonlos und stürzte auf das träge Tier zu. „Mein alter Freund!“, wiederholte er immer und immer wieder. „Wenn ich nur eine Sache vollbringen könnte, um dich wieder herzustellen, so würde ich sie ohne zu widersprechen tun.“ In seiner Verzweiflung nahm er alle drei Schuppen und steckte sie an die baren Stellen im Panzer, damit der Drache wieder vollständig aussah. Als er sein Werk vollbracht hatte, sank er neben seinem alten Freund auf den Boden und schlief ein. In seinem Schlaf murmelte er stimmlos und weinte tränenlos.
Gleich am nächsten Morgen blinzelte er in gelbes, warmes Sonnenlicht. Weil er sich gut und froh fühlte, beinahe erfüllt, sang er ein Lied. Als die ersten Töne seinen Mund verließen erschrak er, im guten Sinne. Denn seine Stimme war zurückgekehrt. Guten Mutes stand er auf und streckte sich, frei von Altersschmerz und Gelenkknacksen, als sei er wieder der junge Mann, der einst hoffnungsvoll in die Königsstadt zog. Der Drache Ingimundur schlummerte noch immer selenruhig, doch er sah lange nicht mehr bemitleidenswert und arm aus. Seine alte Pracht war zurückgekehrt und er lag in purer Grazie vor Brynjar. „Herr Drache, alter Freund!“ Er rüttelte und schüttelte den Drachen, dass der doch bitte erwachen möge.
Mit einem ohrenbetäubenden Brüllen schreckte Ingimundur aus dem Schlaf auf und schaute misstrauisch in die Augen des Mannes. „Brynjar! Du siehst aus, als seist du in einen Jungbrunnen gefallen! Was ist nur geschehen?“ Er erhob sich und trampelte einmal um sich selbst herum, voller Wunder, dass Trägheit und Schwäche von ihm gefallen waren. „Es scheint, dass meine Wünsche dich schwach und krank gemacht haben. Weil ich das nicht verkraften konnte, wünschte ich mir wohl alles zurück.“ Ingimundur stieß ein schallendes Lachen aus. „Im Handumdrehen hast du die ganze Zeit zurückgedreht, damit du alles besser machen kannst…“ Er streckte seinen gigantischen Kopf aus der Höhle und stierte in Richtung Königsberg. „Sieh an, die Stadt ist friedlich und ruhig, als sei kein Unheil geschehen.“
Der Drache überlegte eine Weile und studierte Brynjar lange. „Da ich weiß, dass du das Herz am rechten Fleck trägst und aus deinen Fehlern gelernt hast, will ich dir gerne wieder drei meiner Schuppen geben. Sag, möchtest du das?“ Brynjar schüttelte eifrig den Kopf, denn er vertraute sich selbst weniger, als der Drache es tat. „Lieber möchte ich bis ans Ende meiner Tage an deiner Seite leben. Einen größeren Reichtum gibt es nicht und ein schöneres Königreich als deines kann ich mir nicht vorstellen.“ Ingimundur gefiel diese Vorstellung und er erlaubte Brynjar, bei ihm zu bleiben. Tag für Tag flogen sie über das weite Land und halfen gemeinsam, wo Hilfe gerbraucht wurde. Und wenn sie nicht gestorben sind, dann tun sie das auch heute noch.
Erzählungen von hier und über dem Berge
Hallo, liebe Follower. Ist schon eine Weile her, dass ich mich zuletzt gemeldet habe, aber mit dieser kleinen Folklore erhebe ich mich aus der Versenkung. Ich hoffe, die selbstausgedachte Fabel gefällt... aber Märchen tendieren bekanntlich dazu, zu gefallen.
Rammolrich der Waldhüter
Eichenheim war, wie der Name schon vermuten lässt, ein kleines Dorf nahe einem dichten, weitreichenden Wald aus mächtigen Eichenbäumen. Der Wald war gefährlich und wurde von vielen als ‚verzaubert‘ bezeichnet, denn mehr als einmal hatte sich einer der Dorfbewohner in dem endlosen Dickicht verloren und ward nicht mehr wiedergesehen. Wie viele unwissende Wandersmänner bereits von dem hungrigen Wald verschluckt wurden, bleibt bis heute unbekannt und vielen Anwohnern war oder ist es lieber so.
An der Grenze zum Wald, wo sich das Land in die sanften, rollenden Hügel und das undurchdringliche Geäst aufteilte, stand eine Hütte. Sie war schäbig und verrottet, dennoch hatte sie etwas ebenso Magisches wie der Wald selbst an sich, denn jedermann zwischen den Flüssen Lossa und Ilm schien eine andere, unnatürliche Geschichte über die Hütte erzählen zu können. Leergestanden hatte die Hütte seit Jahren, selbst die Väter und Vätersväter der Dorfältesten konnten sich nicht daran erinnern, je ein Lebenszeichen nahe dem heruntergekommenen Bauwerk gesehen zu haben. So trug es sich zu, dass in der Zeit, in der Sommertage noch golden und Wintertage silbern waren, eine Geschichte im Speziellen die Runde machte. Das Histörchen, handelnd von dem alten Rammolrich, wurde den Kindern im Bette erzählt, wenn die Sonne sich zur Ruhe legte und weißer Dunst aus den taufeuchten Wiesen stieg.
Rammolrich, so sagte man, sei ein alter Mann von kräftiger Statur gewesen. Manch einer hielt es für angebracht zu sagen, dass er von hinten kaum von einem Bären hätte unterschieden werden können, andere gingen gar weit genug zu sagen, er könne fließend jede Gestalt annehmen, von der er nur eine genaue Vorstellung hatte, zumeist sei das ein Bär oder eine Wildsau gewesen… ihr seht, die Meinungen bei solch einer Folklore können sich in alle Richtungen bewegen. Dieser große, dicke Rammolrich, mit saftigen, roten Pausbacken wie reifen Äpfeln und warmen, braunen Augen, soll in der Hütte gelebt haben, die schon bei Erfindung der Geschichte verlassen war. Er war Scheins gut Freund mit den nahen Dorfbewohnern und betrieb mit ihnen regen Handel, garantierte ihnen sicheres Geleit durch den Wald und sorgte für jedermanns Sicherheit. Jede Jahreszeit verschwand er für ein paar Tage im Unterholz um im Frühling die Knospen aufzufalten, im Sommer die Beeren rot zu malen, im Herbst die Blätter runter zu schütteln und die Eicheln an die Bäume zu hängen und im Winter um die Tiere zur Ruhe zu singen. Er war ein gütiger Waldhüter und weit und breit von jedem verehrt.
Eines Tages spazierte ein kleines Mädchen auf den Wald zu um dort ein paar Beeren zu pflücken, für einen Kuchen, den ihre Mutter zubereiten wollte. Es war ein frischer Junimorgen, am vorigen Tag und durch die gesamte Nacht hindurch hatte es geregnet und nun tropften vergessene Regentränen mit fröhlichem Trip, Trap, Trap von den Ästen und Blättern. Das Mädchen sang ein fröhlich Liedlein, das die Schönheit der lieben Mutter Natur beschrieben sollte und sie hüpfte im Takt dazu, der Korb in ihrem Arm schwang rhythmisch und ihr sonnenblumengelber Umhang wehte. Allerdings klang in ihrem Ton auch die Furcht und Vorsicht mit, die ihr mahnend im Nacken saßen. Rammolrich nämlich war gerade auf einem seiner längeren Ausflüge um den Wald auf den kommenden Sommer vorzubereiten. Er hatte es verboten, in seiner Abwesenheit den Wald zu betreten, denn in den grauen und schwarzen Schatten lauerten Gefahren, die sich nur raustrauten, wenn er gerade nicht zugegen war.
Das Mädchen, ohne recht von dem Risiko zu wissen, in dem sie schwebte, tänzelte den Pfad entlang, den sie schon etliche Male mit ihrer Mutter und ihren sechs Geschwistern bewandert hatte, hüpfte mit einem geschmeidigen Satz über den Tropfen, wie man den lokalen Bach nannte, und gelangte letzten Endes zu der Lichtung, an der die herrlichsten Beerenbüsche wuchsen. Sie pflückte rote, blaue, violette und gar die seltenen gelben Beeren, die den Kuchen der Mutter so besonders machten, bis der Korb randvoll war und war so vertieft in ihre Tätigkeit, dass sie gar nicht bemerkte, das ein Schnarzgrend sich an sie heran geschlichen hatte.
Was ein Schnarzgrend ist? Eine der übelsten Kreaturen die in dem Wald hausten! Schwarzes Fell und schwarze Augen, aber Zähne so weiß wie Schnee und so spitz wie Messer. Hörner hatten sie auch und Köpfe die denen von verunstalteten Löwen gleichkamen. Gekrümmt war ihre Haltung und nach Blut stank ihr Atem… doch sie sind mittlerweile eine weitgehend ausgestorbene Rasse und Furcht wäre unbegründet. Der Schnarzgrend, in seinem Blutdurst und Fleischhunger beinahe verrückt, griff das Mädchen und warf es über seine Schulter um es in sein Versteck zu zerren. Da vor Rammolrich kein Geheimnis gehalten werden konnte, ließ er all sein Werkzeug stehen und liegen und rannte so schnell wie der Wind zum Schauplatz des Geschehens, wo er den Schnarzgrend mit einem saftigen Schlag auf den Hinterkopf überraschte. Der Schnarzgrend fiel zu Boden und löste sich in düsteren Staub auf, das kleine Mädchen war gerettet. Eilens hob sie sich auf und sammelte die Beeren ein, die sie bei den Turbulenzen mit dem Monster verloren hatte. Unbemerkt blieb der tadelnde Blick Rammolrichs, der in all der Zeit auf ihr ruhte.
‚Meine eine Regel, die hast du gebrochen. Die einzige, die es gab.‘, kauzte er, wie es sonst nicht seine Art war. Ehe das Mädchen wusste, wie ihm geschah, hatte er sie unter den Armen gegriffen und lief mit ihr zum Rande des Waldes, wo er sie prompt absetzte, ordentlich darauf achtend, keine ihrer Beeren verloren zu haben. ‚Scher dich fort und trage die Kunde aus, dass dieser Wald von nun an eine Gefahr für jedermann stellt.‘ Perplex nickte die kleine, ohne ganz den Inhalt der Worte zu verstehen. Rammolrich hatte zu tun, zu packen. Der Sommer im Walde würde sich unverhofft ein wenig verspäten.
Am nächsten Morgen stand die Hütte am Waldesrand leer, sie wirkte gar, als wäre sie nie bewohnt gewesen. Immergrün rankte sich an den morschen Holzwänden hinauf und die bunten Gardinen in den Fenstern hatte man entfernt. Von Rammolrich ward nie wieder ein Zipfel gesehen, er musste in den Tiefen seines Waldes verschwunden sein. Wie er prophezeit hatte breiteten die Schauerwesen wie ein solcher Schnarzgrend sich aus, die einst saftigen Beeren wurden sauer oder giftig und Dunkelheit wohnte inmitten der Bäume.
Natürlich wurde diese Geschichte nur erzählt, um die Kinder davon abzuhalten, in den Wald hineinzuwandern, doch der ein oder andere war sich ihrer Wahrheit oder Nichtwahrheit nicht ganz sicher und hielt es daher für sicherer, keinen Fuß in den großen Eichenwald zu setzen. Verirrt hatte man sich schließlich schon oft in den verworrenen, verrenkten Ästen. Noch dazu wusste man nicht, wie es den Verschwundenen ergangen war…
Ich denke, die Bildunterschriften sagen alles.
Weihnachtsfest in der Bibliothek
Seit die Tore offen standen fühlte sich beinahe jeder Tag wie Weihnachten an. Viele tausende Besucher, ob zufällig oder absichtlich, strömten tagtäglich in die Hallen der Bibliothek... und verließen sie auch wieder. Es erschien Iris beinahe banal, diese menschliche Tradition in eine solch vielfältige Welt mitzubringen, doch um Ravens und Mariahs Willen entschied sie sich doch dafür.
"Weihnachten. Ja doch, davon habe selbst ich gehört... in der Märchen- und auch der Phantasieabteilung sind dazu etliche Bücher aufgelistet. Wir brauchen für das Fest so ein ekelhaft grünes, missgelauntes Wesen, richtig?" Iris lachte herzlich über Gustavsons Versuch, doch sie schüttelte den Kopf. "Wir brauchen einen Tannenbaum. Ich könnte natürlich einen herschreiben, doch es ist viel schöner, wenn man sie selbst fällt und nachhause schleift. So haben wir es zumindest immer im Waisenhaus gemacht." Da fiel Gustavson prompt ein Buch ein, dass in einem herrlichen Tannenwald spielte und gemeinsam mit Rus, der von der Weihnachtsidee, was auch immer das sein mochte, ganz hin und weg war, betraten sie das Buch, einen Krimi und fällten die hübscheste und grünste Tanne. Kaum hatten sie die inmitten der Zentrale aufgestellt ging es zum nächsten Punkt auf Iris' Liste. "Ein Tannenbaum ohne Lichter ist nicht mehr als ein Tannenbaum. Wir brauchen Schmuck und Früchte, mit denen wir die Äste behängen können." Verwirrt blickten Rus und Gustavson sie an. "Warum sollte man einen nackten Baum mit solchen Sachen behängen? Geht es ihm dann besser?" Iris grinste breit und verneinte. "Es geht um die Ästhetik." Also machten sie in der Abteilung 'Phantasie und Surreales' einen Abstecher um das hübsch glimmende Leuchtobst zu pflücken und an den Tannenbaum zu hängen. Inzwischen hatte sich Aldwyn den dreien angeschlossen und half mit, skeptisch, doch interessiert. "Fein. Nun brauchen wir noch einen Stern, für die Spitze des Baumes und Kekse, die wir an die Äste hängen." An dieser Stelle schaltete sich Castiel ein. Er war ein begnadeter Bäcker und konnte es überhaupt nicht abwarten, am Weihnachtsfest teilzunehmen. Seine Trauer über Violets Tod mochte nicht verflogen sein, doch sein Gemüht erhellte sich mit jedem verstrichenen Tag. Den Stern wollten Rus und Aldwyn besorgen, der Nachthimmel in 'Philosophie und Zukunftsgedanken' sollte Abhilfe schaffen. "Zu guter Letzt brauchen wir einen Mistelzweig...", Iris blickte von ihrer Pergamentrolle auf und bedachte erst Gustavson und Aldwyn, im Anschluss Rus mit einem bedeutungsvollen Blick, unmöglich konnten sie sich der Bedeutung eines Mistelzweiges bewusst sein. "Und natürlich Geschenke! Ich meine... die sind natürlich nicht das wichtigste, Weihnachten ist ein Fest der Liebe... aber sie machen sich trotzdem ganz gut unter dem Weihnachtsbaum." Zwei Tage später war es so weit. Vor Raven hatte Iris die Überraschung natürlich unmöglich geheimhalten können, doch Mariah hatte sie die letzten Tage lang immer an der Zentrale vorbeiführen können. Und wie groß die Freude war! Selbst all die Reisenden, die mit dem Weihnachtsfest nicht vertraut waren staunten nicht schlecht über den majestätischen Baum und die vielen kleinen Pakete, die sich darunter türmten. Manche von ihnen waren so begeistert, dass sie gleich mitfeierten und ebenfalls Leckereien oder Kleinigkeiten austauschten. Nein, solch ein Weihnachtsfest hatte noch keiner von ihnen erlebt! "Wozu nun der Mistelzweig?", fragte schließlich Rus, als der Tag sich dem Abend neigte und bis auf wenige Verbliebene nur noch die alten sieben Freunde beieinander saßen. Iris blickte über sich und merkte, dass sie genau unter dem grünen Bündel saß. "In meiner Heimatgeschichte gibt es die Tradition, dass, wer sich unter dem Mistelzweig trifft, sich automatisch küssen muss." Was für ein schelmisches Schmunzeln sich da auf dem Gesicht des jungen Mannes ausbreitete. "Wir sollten solch menschliche Traditionen auch in der Bibliothek nicht in Vergessenheit geraten lassen." Und, wie war es anders zu erwarten, er presste seine Lippen auf ihre. Als wäre es die natürlichste Sache der Welt. "Frohe Weihnachten.", murmelte sie, ohne sich von ihm zu lösen und ein Lächeln stahl sich auf seine Lippen.