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Etwas Besonderes sein.
Schon immer hatte ich das Bedürfnis etwas "Besonderes" zu sein. Meine verfickte Mutter, will ich dabei sagen. Sie hat mir das stetig und immer wieder eingeredet. "Ich wäre etwas Besonderes". In gewisser Weise hatte sie damit recht, dass ich anders war als die anderen Kinder. Ich nahm die Welt auf eine ganz andere Art und Weise wahr. Aber besser? Besser war ich keinesfalls. Und das hat mir meine Mutter jeden Tag eingeredet, von klein auf. Ich habe es felsenfest geglaubt und Tag für Tag nach außen getragen. Soziale Interaktion auf Augenhöhe, undenkbar. Undankbar bin ich meiner Mutter dafür. Sie hat mir unnötig das Leben schwer gemacht, wo ich ohnehin schon als unerkanntes autistisches Kind nicht mit meiner Umwelt klarkam. Verstecken konnte ich es gut. Niemand wusste davon. Auch ich wusste nicht, dass sich das, was ich da Leben nannte, in Wirklichkeit GUT anfühlen konnte. Zumindest stückweise. Niemand hatte jemals mit mir darüber geredet. Mich gefragt, wie sich mein Körper anfühlt, mit mir tiefer getaucht, was meine Gedanken in meinem Kopf so von sich geben, um zu sehen, dass da nichts GUTES war, sondern nur schlechtes. Dass ich nicht wusste, wie sich GUT anfühlen konnte, war nicht meine Schuld. Bestimmt war ich auf gewisse Weise glücklich in manchen momentan, doch was ist schon wirklich Glück? Wie spürt man das? Wo im Körper? Wie fühlt es sich wirklich an? Und woher soll man wissen, wie es sich anfühlt, wenn man es eben noch nie zuvor gefühlt hat? Nicht meine Schuld, denke ich. Bessere Fürsorge hätte ich erwartet von Bezugspersonen. Meine Eltern ohnehin nicht in der Lage dazu. Selbst kaputt. Das Ergebnis trage trotzdem ich. Versuche mich durch den Tag zu schlagen, ohne zu wissen, dass es auch besser sein könnte.








