“Westliche Werte”
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“Westliche Werte”
World Press Photo des Jahres 2016 Jährlich werden unter der Rubrik WORLD PRESS PHOTO die besten Fotos des Jahres ausgezeichnet. 2016 schoss der türkische Fotograf Burhan Ozbilici das beste Pressefoto.
Terrorattentäter in Bangladesch: Privilegiert, gebildet, islamistisch
Nach dem Terroranschlag auf Ausländer in Bangladesch müssen sich die Sicherheitskräfte offenbar auf eine im Kontext eher ungewöhnliche Bedrohungslage einstellen. Die meisten der Attentäter stammen aus wohlhabenden Familien, besuchten Eliteschulen. Einer war gar der Sohn eines Regierungspolitikers.
Eine Verbindung mit den IS-Dschihadisten oder Al-Quaida erkennen die Sicherheitskräfte aber weiterhin nicht. “Die Leute, die die Attacke durchgeführt haben, sind allesamt einheimische Jugendliche”, so der Junior-Außenminister Bangladeschs, Shariar Alam. “Bislang haben wir keine ausländische Verwicklung gefunden, aber die Ermittlungen gehen in alle Richtungen weiter.”
Seit drei Jahren kommt es in dem muslimischen Land häufiger zu Anschlägen auf Minderheiten und Religionskritiker. Laut dem Innenministerium seien islamistisch motivierte Tendenzen zuletzt auch in gut situierten Studentenkreisen “Mode” geworden.
Unterdessen haben die Regierungen Italiens und Japans mit der Überführung der Leichen begonnen. “Wir sind wegen dieses traurigen Anlasses hier, und um die Leichen unserer Bürger heimzubringen”, sagte der Vizeaußenminister Italiens, Mario Giro in Dhaka. “Die Kooperation zwischen Italien und Bangladesch wird weitergehen und durch dieses Ereignis gestärkt werden.” Man wolle gemeinsam gegen den “globalen Terrorismus” kämpfen.
Die Leichen der getöteten Japaner trafen bereits in Tokio ein. Bei dem Terroranschlag auf ein Cafe in Dhaka hatten die sieben Geiselnehmer die Ausländer von den übrigen Besuchern getrennt und dann unter anderem neun Italiener, sieben Japaner, einen Amerikaner und eine Inderin brutal getötet. Bei den heftigen Schusswechseln mit Sicherheitskräften wurden sechs der sieben Geiselnehmer getötet, auch zwei Polizisten kamen ums Leben.
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Terrorattentäter in Bangladesch: Privilegiert, gebildet, islamistisch
Statistisches Fakt nebenbei: In den islamisch geprägten Ländern, in denen Verschleierung in den letzten Jahren zugenommen hat, ist gleichzeitig auch die Zahl der sexuellen Gewalttaten gegen Frauen gestiegen. Das ist auch psychologisch nicht weiter verwunderlich, denn je mehr man etwas versteckt und verbietet, desto begehrlicher wird es. Deswegen schrieb ich in den letzten Tagen an verschiedenen Stellen, dass die Idee, dass Frauen in Deutschland nach den Vorfällen in Köln nun ihre Bekleidung und ihr Ausgehverhalten ändern sollten, wesensgleich mit islamistischem Gedankengut ist. Und wenn Frauen sich dieser Idee, und wenn auch nur aus Angst, wirklich beugen, dann wird es das Problem nicht mindern, sondern verstärken.
Eine Schulklasse in Wilhelmsburg schreibt Lieder gegen Salafismus und islamistischen Terror. In dem Stadtteil kam es zu Anwerbeversuchen von Salafisten.
Die Schule führte eine Projektwoche über den IS-Dschihad durch.
Einen Bericht in der “TAZ” über dieses Projekt finden Sie hier.
Die "Quilliam-Foundation" versteht sich als anti-islamistischer Think Tank, der von ehemaligen Mitgliedern der Hizb ut-Tahrir gegründet wurde. Für Europas Sicherheitsbehörden sind solche Aussteiger neue Hoffnungsträger im Kampf gegen den radikalen Islam.
Wie kann man islamischen Extremisten und Dschihadisten das Wasser abgraben? Wie soll man islamischen Extremisten in Europa ideologisch begegnen? Am besten mit Islamisten, die entweder ausgestiegen sind oder sich eindeutig gegen den Dschihad stellen.
Majid Nawaz, der Vorsitzende der Quilliam Foundation, war Mitglied einer islamistischen Organisation und ist heute ein Verfechter des säkularen Rechtsstaates. Er fordert die Rückkehr zu "unserem andalusischem Erbe: zu Pluralismus und Respekt".
Anschläge in Paris: Jede Menge falscher Freunde für „Charlie Hebdo“
Deniz Yücel, Redakteur bei der Tageszeitung (Taz), schreibt auf n-tv zu den islamistischen Anschlägen in Paris:
„Die Pegidas dieser Welt haben kein Recht, die ermordeten Satiriker zu instrumentalisieren....... Die Leichen in Paris waren noch nicht kalt, als die Ersten in Deutschland versuchten, sie für ihre Zwecke zu vereinnahmen: Pegida, Alexander Gauland von der AfD, einschlägige Webseiten, am Ende sogar die NPD, die auf ihrer Facebookseite erklärte, nun ebenfalls ‚Charlie’ zu sein.“
Ihnen schreibt Deniz Yücel ins Stammbuch:
„Wagt es nicht, die Toten von Paris zu instrumentalisieren. Denn für euch hätten die Satiriker von ‚Charlie Hebdo’ zur ‚Lügenpresse’ gehört. Ihr könntet ahnen, was sie für euresgleichen übriggehabt hätten......Absolut nüscht. Außer Kritik, Spott und Verachtung. Ihr habt kein Recht, euch der ermordeten Satiriker zu bemächtigen.“
Deniz Yücel kritisiert aber auch die „andere Seite“ – die muslimische. Siehe dazu:
Anschläge in Paris: Es gibt kein aber....
Dschihadismus: Die Morde von Paris und der Islam
Quelle: n-tv.de
Islamismus: Starke Antwort auf Geiselnahme in Australien
Eine starke Antwort gaben viele Australierinnen und Australier auf die Geiselnahme eines islamistischen Einzeltäters in Sydney (Australien).
Zitat spiegel.de:
«Ein mutmaßlich islamistischer Terrorist hat in Sydney Geiseln genommen. Muslime fürchten nun Racheakte. Doch die Australier setzen ein Zeichen der Solidarität - unter dem Twitter-Hashtag #illridewithyou.»
Spiegel-online berichtet von Anrufen besorgter Muslime, die nun Übergriffe befürchten, bei lokalen Medien, aber auch von einer Facebook-Geschichte, die sich rasch verbreitete:
«Eine andere Beobachtung teilte die Australierin Rachael Jacobs über Facebook: "...Und die (mutmaßlich) muslimische Frau, die neben mir im Zug sitzt, nimmt still ihr Kopftuch ab", schrieb sie. "...Ich bin ihr am Bahnhof hinterher gerannt. Ich sagte: 'Setzen Sie es wieder auf. Ich werde mit Ihnen gehen.' Sie fing an zu weinen und hat mich eine Minute lang umarmt - dann ist sie allein weitergelaufen.“»
Quelle: spiegel.de
Das ist genau die starke, souveräne Reaktion, die solch feige Attentate brauchen.
Islamisten und Islamhasser verfolgen das gleiche Ziel: Die Spaltung der Gesellschaft. Sie arbeiten sich dabei gegenseitig in die Hände.
Eine Reaktion wie #illridewithyou widersetzt sich der Spaltung und vertritt genau diejenigen Werte, auf die westliche Demokratien zu Recht stolz sind (Religionsfreiheit, Ablehnung von Sippenhaft, Wertschätzung des Rechtsstaates, Ablehnung von Schwarz-Weiss-Denken und Fanatismus).
Respekt für diese Reaktionen in Australien.