Leser interpretieren Gefühle und reale Liebesaffären auf der Grundlage der Geschichten, die sie in der Literatur kennengelernt haben - nicht auf der der Ereignisse, die sie in ihren eigenen Familien oder Bekanntenkreisen beobachten können. Nur so lernen sie, sich kompetent in der Semantik der modernen Gesellschaft zu bewegen. Die Fiktion wirkt also wie ein Spiegel, in dem die Gesellschaft ihre eigene Kontingenz reflektiert.
Elena Esposito: “Die Fiktion der wahrscheinlichen Realität”, S.56








