mir ist danach Lutschtabletten zu zerkauen, Bonbons in meinem Mund zerkrachen zu lassen. ich mochte und machte das schon immer. und schon immer ist das, an was man sich erinnern kann. aber vor zwei Tagen verzweifelte ich, weil ich nicht mehr auf Papier hinaus segeln konnte, denn es ging nicht mehr, wie es immer gewesen war, leicht von der Hand: ich hatte das Falten von Papierschiffchen verlernt. ich war zerknittert wie das Blatt, auf das ich starrte, während ich mich auf den Tisch abstütze, um nicht unter ihn zu fallen. Das Falten von Papierschiffchen kam mir wie etwas dermaßen Substanz Bestimmendes und Essentielles vor, ich glaubte, ich müsse mich jeden Moment auflösen, als hätte ich eine Laufmasche im Sein. Das ist doch wie Fahrradfahren, wiederholte eine Stimme in meinem Kopf in Dauerschleife, wie Träumen, wie Fahrradfahren. Heute setzte ich mich wieder vor ein Blatt. Ich brauchte Zeit, das Papier anzusehen, in meinen Fingern zu wenden, und ich brauchte Versuche und Umwege. Ich weiß nicht, ob ich mich erinnerte oder es neu entdeckte, aber ich faltete ein Schiffchen aus Papier. Da musste ich weinen und lachen, gleichzeitig, weil Erleichterung es liebt, sich in beidem zu äußern