Zu intensiv, zu nah und ich verliere die Kontrolle.
- eigenes
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Zu intensiv, zu nah und ich verliere die Kontrolle.
- eigenes
Kommt dir irgendwer zu nah, ist bei mir Endstation
Leuchtturm - FiNCH
Dem Bussard zu nah und mir zu fern oder: Der letzte Meter war einer zuviel (200mm Objektiv).
The buzzard too close and me too far away or: The last meter was one too much (200mm lens).
Wie entfernt man jemanden aus seinem Herzen ?
Du sagst, ich sei wie die Sonne für dich. Aber Pass auf, wenn du mir zu nah kommst verbrennst du dich.
Will Nähe, doch zugleich niemanden zu nah ran lassen.
xo
Hörbuch-Rezension: Zu Nah von Olivia Kiernan; gelesen von Sabina Godec
2/5 - Keine unbedingte Empfehlung
Zuerst habe ich mich sehr gefreut, als dieses Hörbuch in einer Hörrunde angeboten wurde und ich auch noch teilnehmen durfte
Ich habe einen spannenden Thriller, der von Mord im Herzen Irlands erzählt, erwartet. Was ich dann bekam war ein Hörbuch, das sich am besten mit “Naja, OK” beschreiben lässt. Zur Story: Die Ermittlerin Frankie hat in ihrem letzten Fall etwas Schlimmes erlebt, das sie immernoch verfolgt. Auch in ihrem derzeitigen Fall, der im Hörbuch beschrieben wird, hat sie mit Flashbacks zu kämpfen, während sie versucht, den Mörder von Eleanor Castello zufinden. Im Laufe der Ermittlungen kommen mehr Ungereimtheiten auf, aber das Weitere sollte man selbst hören(/lesen). Oder eben nicht. Desing und Aufmachung des Hörbuches sind schlicht, schön und übersichtlich. Die Sprecherin hat eine angenehme Stimme, die mich auch nach 445 Minuten nicht genervt hat. Sie drückt die Emotionen der Charaktere gut aus und versucht allen eine eigene Stimmlage zu geben. Dies scheiterte manchmal und ich konnte nicht immer sagen wer spricht, oder ob Frankie gerade redet oder denkt. Schön ist auch, dass es in mehrere kleine Tracks (um die 15 pro CD) aufgeteilt ist, und man somit einzelne Stellen leichter finden kann. Mir gefällt nicht, dass die Charaktere zum Teil äußerst stereotyp sind, wie z.B. die traumatisierte Ermittlerin, die Alleingänge bevorzugt, ihr “Vertrauter” aka bester Freund, der ihr ermöglicht, ihre Gefühle auf möglichst nüchterne Weise zu betrachten und eine “Vaterfigur” als Vorgesetzter, der sich Sorgen macht, aber sie auch dringend im Team braucht. Des weiteren sind alle nicht sehr sympathisch, so dass der Zugang zu ihnen erschwert bleibt. Teilweise wird (versucht) Ironie oder Humor in Konversationen und Gedankengänge einzubauen, was leider nicht immer glückt, aber wenn es das tat, sofort die Stimmung auflockerte. Die Hintergrundrecherche ist an manchen Stellen wirklich deutliche erkennbar. So werden Krankheiten o.ä. gut beschrieben. Was mich persönlich sehr gestört hat, sind manche Begründungen, warum es ein Täter nicht gewesen sein kann und der fast nicht vorhandene Bezug zur Stadt, in dem das Hörbuch spielt (hier vielleicht ein Resultat der Kürzung im Rahmen des Hörbuch-Erstellens). Die Sprache an sich ist graphisch, wenn es zu Krankheit oder Ermordung kommt. Ein Pluspunkt ist, dass Kiernan Tabu-themen anspricht (teilweise Vorurteile bekämpft) und diese clever in den Kontext einbaut. Nicht so clever integriert wurde die Hintergrundgeschichte der Protagonistin, die an Flashbacks leidet. Hier kam mir dieser Aspekt eher als Seitenfüller vor, oder ein Teil, der unbedingt eingebaut werden wollte, auf Kosten der Lesbarkeit//Hörbarkeit des Hörbuches. Die Rückblenden wurden mit der Zeit nerviger, auch wenn sie dann wenigstens etwas mehr Sinn ergaben als ganz am Anfang. Die Hauptgeschichte war zuerst interessant, die Auflösung jedoch etwas zu überraschend. Generell gab es zum Teil Sprünge in der Logik, die ich nicht immer nachvollziehen konnte oder wollte. Fazit: Alles in Allem ein Hörbuch, das sich zwar größtenteils angenehm hören lässt, aber nichts Neues ist. Die Charaktere haben mich genervt, die Spannung nahm zum Ende hin irgendwie ab und das “große Finale” gab es nie.
Bei der gesamten Rezension handelt es sich um meine eigene Meinung. Ich versuche nicht, irgendetwas schlechtzureden, ich möchte nur meinen persönlichen, ehrlichen Eindruck preisgeben.
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