Drawing included in a letter from Friedrich Gundolf to Elisabeth Salomon, 9 August 1916.
“In Gundolfs Briefen und Gedichten an Elisabeth Salomon gewinnt der erotische und sexuelle Bereich seines poetisch-epistolaren Kosmos an Kontur. Ein wesentliches Element sind die im Briefwechsel wiederkehrenden Motive der Fesselung des Mannes an Seilen, Ketten oder Bändern der Frau. Das Andreaskreuz, Symbol der erotischen Fesse-lung, findet sich mehrfach als Randzeichnung in seinen Briefen. Daneben steht als weiteres Symbol das Pentagramm, von Gundolf als „Hexensiegel[]“ deklariert. Die Gestalt der Lilith zitiert er in ihren ikonographischen Varianten als Dämonin der Nacht oder als Mischwesen zwischen Schlange und Frau. In den späteren Jahren des Briefwechsels wird diese dämonische Symbolik durch das Bild des flammenden Herzens ersetzt.”
Friedrich Gundolf + Elisabeth Salomon, Briefwechsel (1914–1931) (Berlin: De Gruyter, 2015)






















