Surreal
Wenn ich am Bahnsteig der U-Bahnstation stehe, scheint mir Entfernung immer relativ. Mal ist der dritte Wagon der Bahn direkt mittig, mal scheinbar direkt am anderen Ende des Bahnsteiges.
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@studierengehtueberprobieren
Surreal
Wenn ich am Bahnsteig der U-Bahnstation stehe, scheint mir Entfernung immer relativ. Mal ist der dritte Wagon der Bahn direkt mittig, mal scheinbar direkt am anderen Ende des Bahnsteiges.
Überraschung
Als ich nach dem Abitur mein Zimmer entrümpelte, gab ich meinen Taschenrechner an meinen Bruder weiter, im festen Glauben ihn (den Taschenrechner) nie wieder zu brauchen. Im September musste ich mir den Taschenrechner zurück holen.
Jetzt brauche ich ihn fast täglich.
-M
Die Karte zum Leben
Den richtigen Weg zu finden ist nicht für jeden einfach. Einige scheinen schon zur Geburt einen eingebauten Navigator zu haben, der ihnen verbietet zuweit vom rechten Pfad abzukommen. Andere suchen dagegen jahrelang nach dem richtigen Wegweiser. Sie sind verloren in einem Dickicht von Wegen und wissen nicht wo sie sind und wo sie hinwollen.
Solchen verlorenen Seelen fehlt einfach die Karte zum Leben. Sie haben kein Ziel vor Augen und wissen nicht wie sie zum nächsten Meilenstein kommen sollen.
Und wenn wir ganz ehrlich sind, dann gibt es in der heutigen Welt viel zu viele Wege!
Nach der Schule stehen wir alle vor tausenden offenen Türen und wissen nicht durch welche wir gehen sollen. Die Lehrer zeigen auf die eine und die Eltern auf die andere. Die Oma hat sowieso ganz andere Vorstellungen für einen und der Onkel findet, dass man am besten Handwerker werden sollte. Und während man noch immer unentschlossen da steht, sieht man wie die Freunde nach und nach hinter verschiedenen Türen verschwinden. Immer häufiger guckt man sich um und überlegt es anderen einfach nach zu machen, weil man selber nicht weiß welcher Weg der richtige ist.
Wenn ich höre, dass jemand sich wünscht einfach ein Familienunternehmen zu haben, wo man reingeboren wird, werde ich traurig, denn so großartig die vielfalt unserer heutigen Welt ist, so bedrückend kann sie auch sein, wenn man selber nicht die richtige Nische für sich findet.
Den richtigen Weg zu finden kann schwierig sein und manchmal verläuft man sich vielleicht, aber man sollte keine Angst haben, das falsche Ziel gewählt zu haben, denn niemand verbietet es einen seinen Traum mitten im Leben zu ändern. Es gibt genug berühmte Besipiele von Menschen, die erst spät im Leben ihre Berufung gefunden haben und trotzdem respektiert werden.
Habt also keine Angst, sondern probiert euch aus und findet Menschen, die euch erlauben auch mal den falschen Weg zu gehen.
-M
Großstadtdschungel
Autofahrer sollten Respekt, Ehrfurcht und Demut vor Fahrradfahrern zeigen! Schließlich sind wir diejenigen, die aus eigener Muskelkraft zu jeder Tag und Nachtzeit bei Wind und Wetter das Klima retten.
Mit jedem Fahrradfahrer ist ein Auto weniger auf der Straße. Mit jedem Menschen, der die öffentlichen Verkehrmittel nutzt, wird unsere Atmosphäre weniger verpestet.
Aber sorgt das dafür dass die Autofahrer Rücksicht auf uns Radfahrer und Fußgänger nehmen? Nein! Sie denken die Straße gehört Ihnen und Hupen wenn ein Radfahrer es wagt ihre Straße zu benutzen.
Autofahrer sollten auf die Knie gehen und uns danken, denn würden wir alle mit dem Auto fahren, könnte man die Luft in den Straßen nicht mehr atmen.
Radfahrer sind Weltretter!
-M (leidenschaftliche Radfahrerin)
Dieser coole Dude entstand aus zwei Ohm-Zeichen als ein Student sich in Elektrotechnik langweilte.
-M
Studentinnen und Ingenieurinnen
Passend zur Debatte über gendergerechte Sprache bin ich vor kurzem einem Lehrenden begegnet, der ausschließlich die feminine Form nutzt. Zu Beginn der Lehrveranstaltung gab er einen kurzen Disclaimer, dass natürlich die Männer auch gemeint sind, aber außer dieser kurzen Bemerkung hat er sich nicht anmerken lassen, dass er etwas anders macht als alle anderen.
Es ist schon fast traurig, dass eben dieser Lehrende, die einzige mir bekannte Person ist, die so konsequent gegen den Strom des allgemeinen Sprachgebrauchs schwimmt.
Und ich muss ehrlich sein und sagen, dass es sich verdammt gut anfühlt in einem Raum zu sitzen, wo 90% der Anwesenden männlich sind und dennoch wird von Studentinnen und Ingenieurinnen gesprochen. Denn diese simple Veränderung in jedem Satz sorgt dafür, dass vor meinem inneren Auge Frauen die wichtigen Entscheidungen treffen und es sind Frauen, die in Besprechungen sitzen und die Welt regieren.
Mir war zuvor nie bewusst gewesen wie wenig wahrgenommen ich mich in allen anderen Lehrveranstaltungen fühle. Und ich wusste nie, wie es sich anfühlt als Frau vor Männern respektiert zu werden.
Denn am Ende ist es genau das! Gendergerechte Sprache ist eine Sache des Respekts. Und wenn man mit der falschen Genderform angesprochen wird, ist das respektlos und verletzend.
Ich sehne mich nach dem Moment, in dem niemand mehr respektlos behandelt wird nur wegen des Genders!
-M
Bin ich wirklich krank oder habe ich einfach nur Faulfieber?
Student am Montagmorgen
Artenvielfalt
An einer Universität oder Hochschule gibt es nicht nur Studierende in allen Formen und Farben, sondern auch die Lehrenden sind in verschiedenen Ausführungen zu erhalten.
Manchmal mag man dann bei seiner Auswahl Glück haben und der Mensch, der vorne über ein Thema, das bestimmt klausurrelevant ist, redet, tut dies mit so viel Elan und Freude, dass ihr euch selber kaum auf den Sitzen halten könnt und am liebsten direkt genau zu diesem Thema eine Hausarbeit verfassen.
Oder aber das genaue Gegenteil tritt ein und der Großteil der Studierenden im Raum haben sich nur zur Vorlesung gequält, weil sie die Klausur schreiben müssen und hoffen wenigsten ein zwei Minuten lang aufpassen zu können. Dabei wissen alle, dass sie am Ende nur mit den Folien und dem Internet lernen ohne auf mögliche eigene Mitschriften zurückzugreifen, denn fürs Mitschreiben müsste man ja wach sein und bei einer Schlaftablette ist dies nun wirklich nicht einfach.
Und dann gibt es natürlich noch das berühmte Mittelding, es ist weder super spannend noch ist es einschläfernd. Es ist halt eine dieser Lehrveranstaltungen zu denen man hin muss und manchmal machen sie Spaß und manchmal wäre man lieber Zuhause in seinem Bett.
Was immer ihr auch für Lehrende am Montag habt, ich wünsche euch, dass die Lehrveranstaltungen entfallen.
-M
Außerhalb meiner Komfortzone
Egal was du studierst, es wird immer der Zeitpunkt kommen, an dem du stundenlang Recherche zu einem Thema, das so absolut nicht zu deinem Studium passt, betreibst.
Wusstet ihr, dass in Asterix und Obelix anstatt einer Glühbirne eine Fackel oder ein Funke zur symbolisierung einer Idee genutzt wird?
-M
Die Entwicklung des Ichs im Studium
Bei der Wahl eines Studiengangs hat man immer eine kleine Existenzkrise, das ist ganz normal. Schließlich soll man sich für ein Berufsfeld entscheiden, das man (im schlimmsten Fall) sein ganzes Lebenlang als Antwort auf die Frage “Was machst du eigentlich?” auf jeder Party angeben muss. Aber nachdem man sich wochenlang mit Fragen wie “Passt das Studium wirklich zu meinen Träumen und Wünschen?” oder “Hab ich bei so vielen Vorlesungen überhaupt genug Zeit für Freunde, Familie und Freizeit?” gestellt hat, kommt man dann wohl doch zu einem Ergebnis und bewirbt sich mit der festen Überzeugung, dass genau dieser Studiengang der einzig Wahre ist. Und so hat man dann doch irgendwie eine Existenzkrise überstanden und hat vielleicht sogar das ein oder andere über einen selber gelernt.
Aber auch während des Studiums kommt es regelmäßig zu einer inneren Krise, nur ist es dann meistens eine Studiumskrise und man stellt sich die Frage, ob das eigene Leben überhaupt zu dem Studium passt. “Vielleicht bin ich doch nicht die Richtige um Medizin zu studieren, es gibt bestimmt hundert Menschen da draußen, die hier besser aufgehoben wären.” So und ähnliche Gedanken kommen einem dann und man sollte meinen, dass die Welt auf dem Kopf steht. Seit wann muss ich denn zu dem Stuidum passen? Sollte es nicht andersrum sein? Sollte das Studium nicht zu mir passen? Sollten die Vorlesungszeiten nicht in meine Pläne passen und nicht meine Freizeiten in die Studienpläne? Und während man total überarbeitet und erschöpft sich diese Fragen stellt, kommt auch schon eine Antwort auf magische Art und Weise angeflogen und eine kleine Fee flüstert einem ins Ohr, dass du dich der Gesellschaft anzupassen hast und nicht andersherum und egal wie viel Rebell du dank deines Kunststudiums bist, am Ende stehst du auf der Straße und nimmst den Job an der Kasse bei LIdl an, denn am Ende hilft noch so viel Freigeist nicht, wenn sich der Bäcker partout weigert dir ein Brot im Austausch gegen ein Kunstwerk zu geben.
Also lerne fleißig, Student, und hinterfrage nicht die Gesellschaft sondern folge ihr ohne Rebellionen. Wenn du am Anfang noch versuchst ein zu dir passendes Studium zu finden, wirst du am Ende versuchen zu deinem Studium zu passen.
-M