Gagarina Prospekt in Kyiv, 1987

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Gagarina Prospekt in Kyiv, 1987
2. Januar 2021
Ich bin zu jung fĂŒrs Lesen des ALDI-Prospekts! Es muss auch anders gehen (mit einem Lochkarten-Bonustrack)
Beim FrĂŒhstĂŒck schiebt mir die Mutter den ALDI-Prospekt zu, der zusammen mit der Zeitung geliefert wurde, und sagt âSchau einmal, ob wir da was brauchen.â â âSicher nichtâ, sage ich. âDoch, zum Beispiel GlĂŒhbirnen sind da drin.â â âDu hast noch GlĂŒhbirnen fĂŒr 30 Jahre im Keller!â â âSchau halt trotzdem einmal.â Ich verkĂŒnde, dass ich noch nicht in dem Alter bin, in dem man den ALDI-Prospekt liest und dass das ĂŒberhaupt nur zu sinnlosem Erwerb von Dingen fĂŒhrt, die man gar nicht braucht.
Abends stellt sich heraus, dass im Wohnzimmer ein HalogenlĂ€mpchen fehlt. Der ALDI-Prospekt wird wieder erwĂ€hnt. âNein!â, sage ich, âdavon haben wir ganz bestimmt mehrere!â, und gehe in den Keller. Dort liegen mehrere Halogenlampen, die genau so aussehen. Leider haben sie statt einem GU10-Stiftsockel einen GU5.3-Stiftsockel.Â
Links: richtiger Sockel, aber defekt. Rechts: Funktionierend, aber falscher Sockel.
Ich entsteige dem Keller und nehme den ALDI-Prospekt zur Hand. Darin gibt es das Gesuchte, nÀmlich eine LED-Lampe, die so tut, als sei sie ein kleiner Halogenstrahler mit passendem Sockel.
Andererseits will ich unnötige Supermarktbesuche schon aus CoronagrĂŒnden vermeiden. AuĂerdem sind ALDI-Besuche fĂŒr mich noch keine tagesstrukturierende MaĂnahme und auch kein unterhaltsamer Ausflug. Vielleicht wird es eines Tages so weit kommen, und ich gebe zu, dass ich im vergangenen Jahr ein rentnerinnenhaftes Leben gefĂŒhrt habe, aber zum SpaĂ in einen Supermarkt, dafĂŒr ist es noch zu frĂŒh. Ich suche bei conrad.de nach der Lampe und lege sie in den Warenkorb. Die Lampe kostet 3,79 âŹ. Das Porto kostet 6,65 âŹ. Ich schlieĂe die Seite wieder.
SpĂ€ter am Abend beschlieĂe ich, endlich das neue Handy zu kaufen, ĂŒber das ich seit Monaten nachdenke, weil sich in das alte der Strom nur noch mĂŒhsam hineinpressen lĂ€sst. Bei KĂ€lte geht es gerne mal aus, ein Android-Update hat es schon seit drei Jahren nicht mehr bekommen, GPS fĂ€llt immer wieder aus, und um die Kamera-App zu starten, brauche ich so viele Versuche, dass ich nur noch Immobilien, Schnecken und Geologie fotografieren kann. Weihnachten ist vorbei und die Logistikunternehmen sind jetzt wahrscheinlich nicht mehr ganz so ĂŒberlastet.
In der Techniktagebuch-Redaktion wurde in letzter Zeit der Kauf gebrauchter Handys bei Refurbished-Anbietern wie refurbed.de, backmarket.de oder rebuy.de gelobt, wegen der Nachhaltigkeit. Ich bin mir nicht hundertprozentig sicher, dass das Ressourcen spart, denn damit ich mir gebraucht ein Handy kaufen kann, das noch ein paar Jahre funktioniert, muss ja jemand anders erst mal ein fast nagelneues Handy abgelegt haben. Und dieser Jemand kauft sich dann bestimmt wieder ein ganz neues. Im Prinzip war ich aber willig, es auszuprobieren und habe seit Wochen die Angebotslage bei allen drei Anbietern verfolgt. Das Handy, das ich will, ist bei keinem der drei aufgetaucht.
Ich bestelle das Handy, die Lampe und eine HĂŒlle fĂŒr das Handy bei Mediamarkt. Jetzt ist der Versand portofrei.
Beim Bezahlen begegne ich zum zweiten Mal einem neuen Sicherheitsverfahren. Das erste Mal habe ich es am 28. Dezember gesehen, war aber nicht geistesgegenwĂ€rtig genug fĂŒr einen Screenshot. Zuerst bekomme ich einen sechsstelligen Zahlencode als SMS zugesendet:
Dann soll ich aus einer Liste mit Buchungen die eine auswÀhlen, die von mir stammt:
Hier bin ich zunĂ€chst versucht, âI donât recognize any of these transactionsâ zu wĂ€hlen. Aber dann fĂ€llt mir wieder ein, dass ich bei âPatrick Fry Studio Ltdâ zwei Exemplare eines Buchs ĂŒber Lochkarten gekauft habe. Und so wird es in diesem Haushalt schon in zwei Wochen â denn so lange plant Mediamarkt fĂŒr die Lieferung zu brauchen â ein Leuchtmittel mehr geben.
Update: Am nĂ€chsten Tag merke ich beim Lesen dieses Beitrags, dass das bestellte Handy zu billig ist. Das Handy, das ich eigentlich wollte, ist zwar auch billig, aber nicht so. Ich muss beim Bestellen an was anderes gedacht haben, vielleicht schon an den zu schreibenden Beitrag. Die Bestellung lĂ€sst sich nur durch einen Anruf bei der Mediamarkthotline stornieren. Zehn Minuten lausche ich der Warteschleifenmusik und denke darĂŒber nach, wie schön es jetzt bei Amazon wĂ€re.
(Kathrin Passig)
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Der VEB Lokomotivbau Karl Marx Babelsberg (LKM) war ein Hersteller von Lokomotiven in Potsdam-Babelsberg (DDR). . Der LKM ging aus dem Werk der Maschinenbau und Bahnbedarf Aktiengesellschaft, vormals Orenstein & Koppel, Berlin (MBA) hervor. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde 1946 zunĂ€chst die Fahrzeuginstandsetzung wieder aufgenommen. Am 30. April 1947 wurde die erste Nachkriegs-Lokomotive ausgeliefert, der Prototyp fĂŒr die SĆœD-Baureihe ĐĐ . Die Loks wurden als Reparationsleistung an die Sowjetunion geliefert. . Am 18. MĂ€rz 1948 erfolgte die Eingliederung in die VVB LOWA als Lokomotivbau Karl Marx Babelsberg, kurz LKM. 1950 startete das erste Dieselloktypenprogramm der DDR. 1958 wurde das zweite Dieselloktypenprogramm gestartet. Die Lokomotiven erhielten nun Bezeichnungen von V 10 bis V 240 anhand der Leistungswerte und der Achsformel. . Bereits 1964 wurde ein Teil der Diesellokproduktion an den Lokomotivbau Elektrotechnische Werke âHans Beimlerâ Hennigsdorf abgegeben. Der GroĂdiesellokbau wurde 1970 beendet, da nach neuen RGW-BeschlĂŒssen fĂŒr diese Leistungsklasse die Sowjetunion und RumĂ€nien zustĂ€ndig waren. 1976 wurde die letzte Lokomotive abgeliefert. . Der Betrieb konzentrierte sich auf andere Produktionsschwerpunkte, so firmierte das Unternehmen ab dem 16. Januar 1969 als VEB Klimatechnik Karl Marx Babelsberg. 1974 Ă€nderte sich wieder die Produktion, ab 1. April 1974 nannte sich das Unternehmen VEB Maschinenbau Karl Marx Babelsberg und war im Kombinat TAKRAF eingebunden. Er stellte den Autodrehkran 125 her, dem auf Basis von Serien-LKW die Autokrane ADK 70, ADK 80 und ADK 100 folgten. . Mit der Einstellung des Lokomotivbaus 1976 schied der Betrieb aus dem Kombinat Schienenfahrzeugbau DDR aus. DafĂŒr wurde er 1984 in das IFA-Kombinat Nutzfahrzeuge Ludwigsfelde eingegliedert. . 1990 wurde der Maschinenbau Karl Marx Babelsberg durch die Treuhandanstalt in eine GmbH umgewandelt und dann bis 1992 abgewickelt. (via #Wikipedia) #Lokomotivbau #KarlMarx #Potsdam #Babelsberg #VEB #LKM #Eisenbahn #Train #railroad #Lokomotive #Diesellok #V200 #Prospekt #DDR #GDR #Ostalgie #EastGermany https://www.instagram.com/p/Bw2ILospHFu/?igshid=1i62qg65f70br
A few interesting cut and WIP maps from Prospekt, that recently surfaced on our Discord.
The developer, Rich, has also posted an update on Steam where he talks about some of his 'big ideas for the future of Prospekt.', including moving to UE4.
A little voice-reel I put together from my work on the commercial Half-Life 2 add-on, 'Prospekt': ;)
https://www.youtube.com/watch?v=H-6a6aMHTDk