Im Moment - und eigentlich auch schon seit geraumer Zeit - werden alle Debatten, die mir unterkommen, absolut nicht mehr zielorientiert geführt. Insbesondere in wichtigen Bereichen und vor allem in der Politik. Das beste Beispiel ist die Diskussion rund um den Klimawandel, die zu treffenden Maßnahmen und die daraus, dass diese Maßnahmen eben nicht getroffen werden, entstehenden immer unübersehbarer werdenden Formen von Protest und zivilem Ungehorsam. Es geht nicht darum, ob eine Art des Protests oder des Generierens von Aufmerksamkeit für ein Thema richtig oder falsch, angemessen oder unangemessen ist. Es geht auch nicht darum, möglichst lange und unfangreich, etwaige Maßnahmen herauszuzögern oder in abgeschwächter Form abzuwickeln, um bei Gelegenheit die Wirtschaft voranzutreiben - und gegebenenfalls noch in die eigene Tasche zu wirtschaften. Und es geht geht auch nicht darum, ob jemand recht hat oder nicht oder wer welche Reaktionen oder Maßnahmen einleitet, un sich damit zu profilieren. Es geht noch nicht mal um Moral, denn die kqnn man weder essen, noch hilft sie einem Menschen in anderer Weise unmittelbar beim Überleben. Nein. Der Konsens ist das entscheidende Schlagwort, und der Konsens ist klar: Überleben. Als Einzelperson, als Gesellschaft, als ganze Spezies, und das idealerweise auch nicht als einzige Spezies. Die Frage ist also nicht, wie viel oder worüber noch zu diskutieren wäre. Die Diskussion ist abgeschlossen und das Ende sollte jedem klar sein. Was wichtig ist, ist, Taten sprechen zu lassen und die Chance, die man hat, auch wirklich zu ergreifen. Überleben ist das wertvollste Gut. Wandel ist eine Chance, auch der Klimawandel, denn er gibt uns den Druck und den Zwang, sinnvolle Innovationen schnell und effizient zu schaffen, und zwar langfristig und nachhaltig. Wirtschaft ist zweitrangig; sie geht bei Bedarf unter und steht wieder auf. Dasselbe gilt für politische Systeme und Parteien, Nationen und Regionen, ganze Völker oder uns als Spezies. Die Frage ist nur, ob es wirklich notwendig und sinnvokl ist, uns in einen Abgrund zu verdammen und mit sinnlosen Debatten aufzuhalten, statt konsequent etwas zu bewirken. Darum ist es doch ganz einfach: Fokus auf eine Zukunft, in der Leben ist, nicht Trägheit und Korruption. Das betrifft auch Themen jenseits des Klima, zum Beispiel Krieg, internationale Abkommen und Entwicklung überall auf der Welt, Gerechtigkeit, Armut, Hunger, Sklaverei, Seuchen und Pandemie... die Liste ließe sich endlos fortsetzen. Der entscheidende Punkt in jedem Fall ist, das scheinheilige Diskutieren einzustellen und sich auf den universell-utilitaristischen Konsens zu besinnen: jede positive Entwicklung wird sich schlussendlich um ein Vielfaches für jedermann auszahlen. Dazu braucht es keine Moral und keine Scheinargumente.