Ich bin anscheinend so gut darin, alles wegzustecken, einfach weiter zu machen oder mir nichts anmerken zu lassen. So “gut” darin, dass keiner wirklich nachhakt, obwohl alles in mir bröckelt vor Überforderung…

#dc#batman#dc comics#bruce wayne#tim drake#dc fanart#dick grayson#batfam#batfamily




seen from Türkiye
seen from France

seen from Russia

seen from United States
seen from Brazil
seen from Germany
seen from China
seen from United States
seen from Sweden
seen from Germany
seen from Germany
seen from United States

seen from Russia

seen from Indonesia

seen from France

seen from United States

seen from Malaysia
seen from Italy

seen from Indonesia
seen from Germany
Ich bin anscheinend so gut darin, alles wegzustecken, einfach weiter zu machen oder mir nichts anmerken zu lassen. So “gut” darin, dass keiner wirklich nachhakt, obwohl alles in mir bröckelt vor Überforderung…
Es ist kein Zeichen geistiger Gesundheit, gut angepasst an eine zutiefst kranke Gesellschaft zu sein.
Dorothea Brummack, Helmut Fricke und Otto F. Gröll - Anpassung oder Wagnis – Lehrerheft - Diesterweg - 1973
Sehen
Ich sitze in einer Gruppe von Menschen. Ich schaue mich um. Ich kann dir genau sagen, wer wen attraktiv findet, wer sich wie fühlt und wem es gerade nicht gut geht.
Doch mich selbst kann ich nicht sehen. Die Gefühle, die ich fühle, sind nicht meine eigenen. Die Unsicherheit, welche ich spüre, kommt nicht von mir. Sie kommt von der anderen Seite des Tisches. Er kann es sehr gut verstecken, keiner würde es merken. Und ich sitze hier und kann sie so stark spüren, als wäre es meine eigene.
Doch was fühle ich? Geht es mir gut? Bin ich nervös oder irgendwie unsicher?
Ich weiß es nicht.
Bestimmt.
Doch genau sagen kann ich es nicht.
Von Links kommt die nächste Emotion. Sie hat Angst anzuecken, nicht in das Muster zu passen. Deshalb reißt sie Witze, ist laut, um nicht zu zeigen, wie verletzlich und einsam sie wirklich ist. Sie muss stark sein, keiner soll es sehen, doch trotzdem soll man sie sehen. Sie will so sehr gesehen werden, dass es wehtut. Ein einziger Gefühlscocktail findet allein in Ihr statt.
Dann ist da er. Sehr introvertiert und voller Tiefe. Doch gleichzeitig Raum suchend für sich selbst. In Ihm geht sehr viel vor, doch er kann es gut verstecken. Alle um Ihn herum sehen ihn als den ruhigen, entspannten Typen, der für seine Passion lebt. Doch auch Ihn kann keiner sehen. Niemand ahnt, wer er wirklich ist. Es ist einfacher, der zu sein, den alle erwarten. Er hat viele Facetten. Doch die dunklen Seiten sieht niemand. Ich verstehe Ihn, kann genau nachvollziehen, wie schwer es ist.
Wenn man ein Meister der Anpassung ist, verliert man sich schnell selbst. Man verliert den Bezug zu sich und vergisst sich zu spüren, obwohl man gerade das doch eigentlich so gut kann. Und dann sitzt man nachts wieder weinend in seinem Bett und merkt, dass zwar alle einen irgendwie wahrnehmen aber niemand einen sehen kann. Ja nicht mal man selbst.
Ich habe mich verloren und wünschte ich wüsste wo. So viele Emotionen gleichzeitig und doch eigentlich nichts. Nichts Echtes, nichts was mir gehört. Es gehört immer Ihnen, den anderen am Tisch. Ihm, der wenig sagt, aus Angst vor Zurückweisung, weil Ihm, dass schon so oft passiert ist. Ihr, die so unbedingt passen will. Ihm, der seiner Unsicherheit bloß nicht nachgeben will, denn sie macht einen Schwach. Und Ihm, der hier aber auch irgendwie dort ist.
Und ich? Ich sitze wieder hier, nachts, allein in meinem Bett und versuche zu verstehen, wer ich bin und warum alles nicht zu mir gehört, sondern den anderen und warum niemand mich sehen kann, obwohl ich weiß, wer sie sind.
Vielleicht kann man jemanden mit geliehenen Gefühlen nicht sehen. Denn sie sind nur temporär und finden Ihren Weg zurück. Und trotzdem steh ich hinter dem Vorhang und höre, wie sie auf mich einschreien, wie sie mich auffordern, dass ich sie alle gleichzeitig fühlen und verstehen soll. Und trotzdem sitze ich nur in einer Gruppe von Menschen, die in den letzten zwei Minuten einfach munter weitergeredet haben, während das alles in mir gleichzeitig ist und nach Aufmerksamkeit schreit.
... denn er bringt
Die Hölle in sich selbst und um sich mit,
Und nicht vermag er aus der Hölle sich,
So wenig als sich von sich selbst, zu lösen,
Nicht einen Schritt, wo er sich auch befinde...
Wohin ich flieh, ist Hölle, ich bin Hölle.
— Das verlorene Paradies von John Milton
Trendjagt
Viele Menschen folgen einem bestimmten vorgegebenen Muster, um von den Mitmenschen auch nur ansatzweise Anerkennung zu erhalten.
Beispielsweise die Figur.. Bei einem Mann wäre es ein muskulöser, leicht bedrohlich wirkender, Körper, seine Männlichkeit muß durch eine etwas sehr eng anliegende Hose leicht zu sehen sein und ein wenig allgemeine Bildung schadet auch nicht, jedoch nicht zuviel, um der Frau das Gefühl ihrer Überlegenheit zu lassen. Mann muß der Frau ohne fragen Geld zum Einkaufen/Shoppen geben bzw sie begleiten (sollten Tratschtanten keine Zeit haben) und ihr jeden Wunsch von den Lippen lesen können.
Bei der Frau? Hier werden sogar Zahlen vorgeschrieben, um ihre Figur - Perfekt - zu machen. 90-60-90. Sie sollte nach Möglichkeit nicht zicken, immer gut gepflegt aussehen (aber bitte mit einer Tonne Kleister im Gesicht, welche man teilweise durch die gekonnt gewählten Produkte kaum sieht!) und natürlich nach Lavendel, Vanille, Himbeeren oder ähnlich - schon vom weitem - gut duftendes riechen. Im Kleiderschrank unmengen an Klamotten, selbstverständlich saisonale Markenkleidung, die das Budget über die Maßen sprengt. Alles, nur um irgendwie zu gefallen?
Leute... Es gibt KEINEN perfekten Menschen, dementsprechend keinen perfekten Partner. Die Idealmaße? So wie du bist! Wenn du dich für einen Menschen interessierst, sei du selbst und verstecke dich nicht hinter farbeimerweise Makeup oder Klamotten, bei denen man sich denkt - kannst auch gleich ohne rum laufen -. Wenn du dich selbst nicht wohl fühlst, dann tue etwas dagegen, FÜR DICH, aber achte nicht auf irgendwelche Maße bzw Vorgaben, die Dich im Endeffekt nicht glücklich machen, sondern komplett anders werden lassen.
Es wird immer etwas geben, was man am Menschen nicht mag, doch die Kunst besteht darin, gerade diese Merkmale dennoch zu akzeptieren und sie als etwas Gutes zu betrachten. Manchmal begegnet man einem Menschen, der entweder vom Aussehen oder Charakter genau seinen Vorstellungen entspricht, jedoch eins von beidem nicht vorhanden ist, weshalb man diesen gleich von seiner Liste streicht. Warum? Nur, weil etwas mehr Kilos vorhanden sind? Weil die Klamotten oder das Makeup die Wahrheit verschleiern? Oder aber, weil evtl ein Körperteil kürzer ist als das andere? Gehe nicht irgendwelchen Wünschen nach, sondern höre auf dein Herz ♥. Wenn du dich wohl und geborgen fühlst, dich öffnen und sein kannst wie du bist, dann hast du dein Ziel erreicht! Halte an diesen Menschen fest, denn solche sind unbeschreiblich wertvoll!
- Vorgaben für eine kontrollierbare Menschheit!