Freund P: Kann ich dich eine vielleicht dumme Frage in Bezug auf deine offene Beziehung fragen?
Lexi: Klar frag einfach; es gibt keine dumme Fragen ;-)
Freund P: Möchtest du das deine Partner jeweils verschiedene Aspekte deiner Liebe befriedigen bzw. tendenziell verschieden Charaktere sind?
Lexi: Hmm hab ich noch nicht so drüber nachgedacht ehrlich gesagt... Doch ich denke schon.
Freund P: Mir ist dieses Prinzip der offenen Beziehung noch nicht ganz verständlich. Zum Beispiel verstehe ich unter einer offenen Beziehung, das man eine Beziehung hat, aber auch noch mit anderen Personen weggehen kann und auch Sex haben kann.
Lexi: Soweit die offizielle Definition.
Freund P: Ok, du glaubst aber eher an Polyamorie, also das man mehrere gleichwertige Partner lieben kann, oder?
Freund P: Ok, dann wird mir glaub ich langsam verständlicher, wie du Partnerschaft definierst.
Freund P: Naja, dass Liebe für dich kein singuläres Objekt ist, das du vollständig auf eine Person beziehen kannst, sondern eher eine komplexe Struktur, wie eine Matrix, die du zu unterschiedlichen Teilen aufsplittest.
Lexi: Wow so wie du das beschreibt klingt das voll psychologisch anspruchsvoll; so hab ich das noch nie gesehen.
Freund P: Ich dachte lange, dass man seine Partnerliebe nicht aufteilen kann, aber es ist ja eigentlich Unsinn. Warum sollte man alle anderen Formen der Liebe auf mehrere Personen aufteilen (familiäre, freundschaftliche oder Nächstenliebe), aber die romantische Liebe als einzige nicht.
Lexi: Diese Sichtweise liegt ja vor allem an gesellschaftlichen Wertevorstellungen von Partnerschaft, die sehr altmodisch und daher längst überholt sind.
Freund P: Diese Form der Monogamie hat früher schon Sinn gemacht. In unserer heutigen sehr schnelllebigen Gesellschaft können halt auch andere Formen existieren.