Ich bin noch lang nicht so weit Im Toten Meer kann man nicht ertrinken Es hört auf mit der Zeit Das sollen sie mir beweisen Realität ist mein Feind Steh im Fluchtpunkt und betäub mich

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Ich bin noch lang nicht so weit Im Toten Meer kann man nicht ertrinken Es hört auf mit der Zeit Das sollen sie mir beweisen Realität ist mein Feind Steh im Fluchtpunkt und betäub mich
Ich habe meine Liebe zu dir heilig gesprochen. Ich habe geglaubt, und glaube es irgendwo auch immer noch, dass meine Liebe zu dir einzigartig in der Welt ist. Natürlich weiß ich um meinen Fehler und um die Absurdität dieses Gedankens. Dennoch glaube ich in meiner Egomanie, dass nie jemand jemals so sehr gelitten hat wie ich. Und das macht es mir um so schwerer, darüber hinweg zukommen.
Ich stand unter der Dusche und unwillkürlich fing ich an meine Entscheidung zu überdenken. Hatte jeder Fehler und jede Wendung eine Funktion für das große Ganze? Was wäre, wenn ich am richtigen Ort zur richtigen Zeit, doch anders entschieden hätte? Gibt es so etwas wie Schicksal? Hält es für mich trotz allem Glück bereit? Oder ist dies meine Strafe? Doch die einzige Antwort die ich darauf bekam war das Plätschern des Wassers und mein schwerer Atem durch den heißen Dampf.
Auch ich tanze.
Ironisch vermessen,
Ich hab nichts vergessen,
Ich kenne die Leere,
Ich kenne die Schwere,
Ich tanze, ich tanze
In ironischem Glanze.
Hannah Arendt ❤
Wenn ich in meinen Träume mit dir aggiere dann fühle ich mich wohl, genau so wohl wie ich mich immer an deine Seite gefühlt habe.
Auch wenn ich weiß das es grad nur ein Traum ist, liebe ich es in diesen Augenblick an deiner Seite zu sein.
Aber ich hasse den Augenblick, in dem ich aus dem Traum langsam aufwache, obwohl ich versuche es nicht zutun.
Dann ist dieses Gefühl von vermissen da was mich den ganzen Tag begleitet.
Und dann kann ich mich selbst nicht leiden, das ich es einfach hin genommen habe, dass wir uns aus den Augen verlieren.
Und alles was ich mir dann wünsche ist dass es dir gut geht! Und das man sich nochmal begegnet. Auch wenn es nur in unseren Träumen ist.
Eigenes - D
Verzweiflung
Es tut so weh. Deine Wünsche zu kennen und sie nicht mehr erfüllen zu können.
Es tut so weh. Den Schmerz in dir zu sehen und dich nicht mehr trösten zu können.
Man sagt:
Geteiltes Leid ist halbes Leid.
Aber bei uns beiden ist das nicht der Fall. Da ist es doppeltes Leid. Vielleicht sogar mehr.
Ich belüge mich selbst oder Verstecke ich mich nur?
Habt ihr auch manchmal das Gefühl, dass ihr euch selbst belügt? Euch etwas vormacht? Nicht nur in kleinen Dingen, sondern euer ganzes Leben.
Es ist noch nicht lange her, da habe ich geschrieben, dass manche meiner Kollegen mich für langweilig halten und ich halt einfach nur andere, ruhigere Hobbies habe, mich aber nicht als langweilig empfinde.
Aber eigentlich ist das gelogen. Ich finde mich ziemlich langweilig. Und es ist nur eine Rüstung zu sagen, ich bin zufrieden mit meinem ruhigen Leben.
Wie gern hätte ich mehr zu sagen. Wünsche mir mehr Interessen. Eine Meinung. Wäre gerne intelligenter (es ist für mich beinahe die schlimmste Vorstellung, dass ich dumm bin oder andere mich so wahrnehmen). Doch mein Leben verläuft farblos. Auf was soll ich später mal zurückblicken?
Es ist nicht so, dass ich insgeheim voll das Partygirl bin. Zum Glück! Aber ich bin einfach so schwer zu begeistern. Ja, ich lese gerne. Und schreibe Gedichte. Oder Fanfiction. Doch ich bin nicht mit Begeisterung dabei. Stehe nicht dazu.
Warum halte ich mein privates Leben so sehr vor allen geheim? Ist es, weil ich mich schäme? Weil ich alles, was mir passiert, was ich möchte und was ich erlebe von anderen bewerten lasse? Habe ich Angst, dass es mir peinlich ist? Ist wieder einmal die Meinung der anderen was mich und mein Leben betrifft wichtiger als meine eigene?
Ich höre nur Nachrichten-Podcasts, damit ich wenigstens mit Allgemeinwissen zum Smalltalk beitragen kann, aber selbst das gelingt mir kaum.
Oder schaue Dokus, die mich nicht interessieren, damit ich irgendwas zu erzählen habe, worüber ich mit anderen sprechen kann.
Warum bewegt mich nichts? Bin ich so abgestumpft? Kann man lernen, sich für Dinge zu begeistern? Was sind Gesprächsthemen für die Arbeit? Mache ich mir zu viele Gedanken?
Heute ist ein schlechter Tag und ich werde, was diese Fragen angeht, zu keinem Ergebnis kommen. Ich bin traurig. Betrübt. Die Welt ist heute nicht bunt oder schwarz/weiß, sie ist ein grauer Einheitsbrei.
Herbst.Depression.
Ich kenne das traurige Licht, das durch buntes Blätterwerk in mein Herz fällt.
Ich kenne den müden Klang meiner eigenen Klagen über das Sterben der Welt.
Ich kenne den stumpfen Geruch des einsamen Abschieds und seiner stillen Tränen.
Ich kenne das alles, den Herbst und wie schwer er sich macht. Ich umarme den Fall.