Immer wieder aus der Erde Tรคlern
Dampft zu uns empor des Lebens Drang:
Wilde Not, berauschter รberschwang,
Blutiger Rauch von tausend Henkersmรคhlern,
Krampf der Lust, Begierde ohne Ende,
Mรถrderhรคnde, Wuchererhรคnde, Beterhรคnde.
Angst- und lustgepeitschter Menschenschwarm
Dunstet schwรผl und faulig, roh und warm,
Atmet Seligkeit und wilde Brรผnste,
Frisst sich selbst und speit sich wieder aus,
Brรผtet Kriege aus und holde Kรผnste,
Schmรผckt mit Wahn das brennende Freudenhaus,
Schlingt und zehrt und hurt sich durch die grellen
Jahrmarktsfreuden seiner Kinderwelt,
Hebt fรผr jeden neu sich aus den Wellen,
Wie sie jedem einst zu Kot zerfรคllt.
Wir dagegen haben uns gefunden
In des รthers sterndurchglรคnztem Eis,
Kennen keine Tage, keine Stunden,
Sind nicht Mann noch Weib, nicht jung noch Greis.
Eure Sรผnden sind und eure รngste,
Euer Mord und eure geilen Wonnen
Schauspiel uns gleich wie die kreisenden Sonnen,
Jeder Tag ist uns der lรคngste.
Still zu eurem zuckenden Leben nickend,
Still in die sich drehenden Sterne blickend,
Atmen wir des Weltraums Winter ein,
Sind befreundet mit dem Himmelsdrachen;
Kรผhl und wandellos ist unser ewiges Sein,
Kรผhl und sternhell unser ewiges Lachen