Über das Hörstück “Der Weltenfalter”
Die Nicht-Podcast-Hörerin hat gerade 4 Folgen Der Weltenfalter am Stück gehört. (Es ist natürlich auch sehr angenehm, wenn sowas professionell gesprochen und produziert ist!)
Aber diese Geschichte von Erwin Hapke ist einfach unglaublich. und es hat mich zwischendrin so gerührt, dass ich mal kurz davor war, ein Tränchen zu verdrücken.
Zufällig habe ich gerade “Altes Land” von Dörte Hansen gelesen, da spielt auch eine Flucht aus Ostpreussen eine Rolle, bei der Kinder traumatisiert wurden und diese Traumata über Generationen weitergetragen werden. Da denke ich natürlich gleich an Kriegsenkel von Sabine Bode, wo ich auch immer mal gerne reinlese - auch um die eigene Familiengechichte zu verstehen (in der es keine Flucht aus Ostpreussen gab.)
Erwin Hapke, dieser verschrobene Eigenbrötler mit seiner eigentümlichen Biografie. Ein Mensch, der mit über 40 zum Künstler wird, es aber keinem sagt und zeigt. Der sich komplett von der Welt zurückzieht und sich eine eigene erschafft. Bei der Beschreibung seiner Kunst musste ich immer mal an Horst Andemeit denken, der ja ähnlich verschrobene Dinge produziert hat und seine Polaroids mit mikoskopisch kleiner Schrift versehen hat.
Es ist auch eine Wohltat, in dieser glattgebügelten, stromlienenförmigen perfekten Medien-/ Instagram-Welt über so ein sonderbares Leben, diesen störrischen, seltsamen Menschen zu hören. (Klar, über glattgebügelte, stromlinienförmige Menschen würde man auch keinen Fünfteiler machen. ;) ). Bitte mehr davon!
Danke WDR 3, Christian Möller, Thomas Köster und Silke Wortel für dieses schöne Stück, was mich in Gedanken sicher noch eine Weile begleiten wird.















