Wieviel kann ein Mensch ertragen?
Misere 1: Meine Freundin und ich haben vor 1,5 Tagen Schluss gemacht. Wir sind im Guten auseinander gegangen. Wir gehen getrennte Wege um uns als Menschen zu entwickeln und um das positive aus uns wieder rauszuholen. Wir bleiben Freunde, wir lieben uns zur Zeit immer noch, wir vermissen uns. Ich vermisse Sie. Aber es ist richtig so, es ist besser so. Trotzdem schmerzt es.
Misere 2: Zur selben Zeit ist meine Mutter gerade schwer krank. Wer ĂŒber die Hintergrundgeschichte meiner Mutter nachlesen will, tut das am Besten hier:Â http://jttlivethebest.tumblr.com/post/67314710157/begrenzte-zeit
Sie ist die ganze Zeit am Erbrechen und auf die Toilette watscheln und hat kaum Kraft ihre Haltung beim Sitzen zu halten, geschweige denn zu laufen. Und sie muss dauernd entweder wĂŒrgen oder auf die Toilette. Ich schlafe kaum, da ich mich um sie kĂŒmmer, sie zur Toilette bringe, etc. Bis sie endlich einigermaĂen schlafen kann, ist es 4 Uhr morgens. Oder jedenfalls da schlaf ich ein, und sie wacht immer noch öfter auf und wĂŒrgt oder geht auf die Toilette. Es schmerzt so sehr sie so zu sehen, mehr als die Trennung. Ihr linker Augenbereich ist komplett angeschwollen und blau vom ganzen WĂŒrgen. Der Hausarzt ist im Urlaub, und nur das Krankenhaus in Heidelberg behandelt sie (wegen der Vorgeschichte). Niemand anderes traut sich an sie ran. Sie hat leider zur Zeit nicht die Kraft, um nach Heidelberg gefahren zu werden. Das alles erinnert mich auch daran, dass das mir passieren kann. Es ist so schlimm zu hören, dass sie keine Energie mehr hat und nicht mehr kann, und das wieder und wieder. Und man selbst, kann einfach nichts tun damit es ihr besser geht, auĂer zu hoffen, dass es ihr bald besser geht.
Misere 3: Ich hab verschiedene Abgaben fĂŒr Projekte und verschiedene Deadlines kratzen mich im Hinterkopf.
Ich: Das Christentum sagt, dass Gott einem nie soviel an Lasten ĂŒberlĂ€sst, wie er nicht tragen kann. Dem kann ich aber nicht zustimmen. Nachts bin ich so fertig, muss aber trotzdem wach bleiben fĂŒr meine Mutter. Mich quĂ€len dabei meine Gedanken, meine Emotionen. Mich könnte jemand vom Fenster stoĂen und ich wĂŒrde mich einfach fallen lassen. Es macht mich alles richtig fertig, aber ich kann es ertragen. Generell bin ich so ein krasser Motherfucker, aber fĂŒr viele Andere wĂ€re so eine Situation viel zu hart. Und diese Leute gibt es ĂŒberall. Ich habe Leute um mich herum die ich liebe und die sich um mich kĂŒmmern, obwohl es mir nicht viel hilft. Aber der Gedanke, dass sie sich um mich kĂŒmmern, gibt mir schon Positives.
Ich wollte hiermit nur meine derzeitigen Gedanken festhalten. Meine Frage habe ich jetzt zwar nicht beantwortet, aber ich denke ein Leitfaden fĂŒr weiterfĂŒhrende Gedanken ist da.Â