Die ersten Schritte von Leopold waren klein und stellten große Fragen - Fragen nach dem wer Menschen sind, was sie machen und vor allem was sie ausmacht. Alles fing jedoch an mit der Frage nach Sympathie.
Ein ausschnitt aus dem schwarzen Notizbuch eines gerade mal 17 Jahre alten Leopolds, aus dem Jahre 2012.
Sympathie - Wo beginnt sie? Wo hört sie auf? Was bedeutet für dich Sympathie?
Ich traf letztens einen Menschen.
Sie hatte eine Art an sich wie ich sie noch nie zuvor angetroffen habe. Mit einer schwungvollen und fröhlichen Art riss sie mich in ihren Bann. Ich lernte ihr Denken zu verstehen. Für mancheinen beinahe unmöglich, doch sie! So gleich meiner, verstand ich ihr Handeln und Denken. Auf Anhieb konnte ich ihr vertrauen. Wir schrieben jeden Abend, Ich begann damit mich da in etwas reinzusteigern wovon ich zu dem Zeitpunkt noch keine Ahnung hatte. Ich bot ihr ein Telefongespräch an, weil man sich dadurch doch deutlich näher kommen konnte! - Doch schon mal vorab - Ich glaube ich habe da noch nicht darüber nachgedacht, was ich eigentlich möchte! - Mir fiel auf, dass sie sich wohl in meiner Gegenwart fühlte. Sie schlief gut, hatte gute Laune und wollte sich auch gar nicht von mir abwenden. Es fühlte sich einfach toll an jemanden kennengelernt zu haben, der eine ähnliche Denkweise, ähnliche Ansichten und Richtlinien hat!
Ich habe nur gehofft, dass es nicht mehr aufhört. Bekanntlich habe ich es bisher immer geschafft sowas zu zerstören. Sie war einfach viel zu wertvoll!!! Fragt nicht warum ich in der Vergangenheit spreche. Irgendwann kommt einfach der Momment wo man den anderen doch gerne auch persönlich kennenlernen möchte! - Ich bin mir sicher irgendwas habe ich gemacht! - doch zum Rest komme ich noch!
Wir telefonierten noch am Abend zuvor oder nein - ich glaube wir schrieben nur. Im Endeffekt verabredeten wir uns. Ich dachte nur mich tatsächlich nichts dabei! Sie war es schließlich wert Kopf und kragen zu reskieren, wobei das hier doch der falsche Ausdruck wäre! Ich musste mich anständig aufführen. Ihr ist es sehr wichtig, dass andere die Wahrheit sagen! - Das tat sie selbst natürlich auch! Das ist eines der Dinge, die ich an Ihr bewundere!
Sagen wir mal so, bei ihr konnte ich der sein, der ich wirklich bin!!!
Das führte mich aber in den Abgrund!
An dem Tag als wir uns treffen wollten, achtete ich auf alles - Aussehen, Geruch und natürlich meine Laune, doch die war schon allein weil ich mich mit ihr getroffen habe beziehungsweise es vorhatte, besser denn je.
Ihr gegenüberstehend wusste ich zu Beginn nicht, wie ich mich verhalten sollte! - Etwas habe ich vergessen! Ich kaufe Ihr kurz zuvor einen wunderschönen süßen Tedddybär. Ich wusste, dass sich ein Teddybär in jedes Herz schließen könnte, besonders in Ihres.
Am Abend bei ihr angekommen, genossen wir bei schöner Musik die Ruhe und Gelassenheit des Abends.
Sie lies mich in ihr kleines Motizbuch schauen, was eigentlich ihr inneres Leben beschreibt! Sogar wurde ich dort verewigt, jedoch aber aufgrund meiner Dämlichkeit. Nicht so wichtig! Sie sagte mir mal, dass ich eine sehr beruhigende Stimme habe - woraufhin sie mich dann bat aus einem Ihrer Bücher vorzulesen. Ich weiß nicht wie sich das angehört hat, oder was sie sich im nachhinein dachte - Ebensfalls war sie in guter Stimmung!
Ich habe mich einfach wohlgefühlt. Vor allem, weil sie sich nicht beklagen konnte!
- Es fällt einem erst im Nachhinein auf, wo man hätte aufhören sollen! -
Weil ich davor ein paar Schleifen kaufen war, die für den Teddy gedacht waren, hatte ich dann doch noch eine Menge übrig! Aus Langeweile, Kreativität und Freude klebte ich ihr so einen Fummel auf den Kopf. Sie sah so süß und einfach zum Knuddeln aus. Auf meinen Ausruf:” Ich bin heute voll kuschelbedürftig!”, reagierte sie ohne zu zögern. So lagen wir zwei nun kuschlend in ihrem weichen Bett. Ging es da schon zu weit? Nein ganz klar! die Vernunft hätte hier gesagte:” Zwei doch Halberwachsene Menschen! Also wo ist das Problem?...” Wäre es falsch hätte sie doch selbst was gesagt! Das ist einfach kein Punkt der viel Beachtung wer ist!...
Doch, doch er machte den Abend zu dem was er ist! Unbeschreiblich!
Wir sprachen eigentlich über alles, was uns einfiel: Liebe, das Leben, Freundschaft und Menschen.
Im Laufe des Abends kamen wir uns immer näher. Ich habe es doch gespürt, das Gefühl, das es passieren musste war das, doch noch war es nicht an der Zeit es frei zu lassen! Das wusste sie, ich zu dumm und ließ mich einfach vor dem voreiligen willen leiten. Ja, noch habe ich es nicht ausgesprochen. Aber, Ja! Wir haben uns geküsst. Es kam ein Gefühl über mich wie ich es schon lange nicht mehr gespührt habe. Es ließ mein Herz wild umher schlagen. Ich verspürte ein Schub richtung Glück. Wie ein langersehnter Sprung in das kalte, erfrischende Wasser an einem heißen Sommertag! Es fühlte sich so richtig an! Alles, einfach alles fiel in einen Abrung, alle Sorgen, Probleme und jeder Kummer!
- Genieße einen Moment solange er blüht wie eine Rose - bis ihre trockenen Blätter nur noch eine Erinnerung hinterlassen... -
Doch wie jede andere Geschichte hat diese auch ein Ende. Aber dieses ist ein offenes. Offen? Nun ja - viele Fragen - Wenig Antworten. Was erwarte ich eigentlich von der Zukunft? Mittlerweile lasse ich mich einfach überraschen, ohne mich dabei irgendwie einzumischen. Bisher hat das nichts gutes gebracht.
- Du versuchst da gerade die sinkende Titanik mit bloßen Armen zu retten -
Ein einmaliges Erlebnis, so schien dies eines zu werden. Doch mit der Hoffnung, dass dies nicht der Fall sein wird, sprang ich kopfüber in das mir bisher ungekannte Gewässer! Ich habe zuvor feststellen könnte, dass sie sehr ehrlich ist, doch jetzt durfte ich auch ihre, von verschiedenen Seiten aus gesehene, Vernunft kennenlernen. Es ist eine super Eigenschaft, doch wenn es es hier um ihre und meine Zukunft geht spralten sich in meinem Kopf die Meinungen. Die kleinen Männchen in mir fangen an zu diskutieren. Heftige Debatten laufen in mir ab. Meine Hormone sind die kleinen Völker, die sich unstimmig sind und mich von innen fertig machen.
Nun versuche ich mir jetzt auszumalen, wie all das weitergehen soll. Sie! So wie ich - denkt über das Leben nach. Sie! - verzaubert mich mit ihrer unglaublichen Art! War ich mal wieder so naiv?Habe mich einfach wieder auf meinen unreifen Kopf verlassen? Doch irgendwo sehe ich für mich einen Ausweg. Dran zu bleiben, weiterhin zu kämpfen. Ihr Interesse war nicht vorgespielt und ich bin sicherlich noch der selbe Mensch wie zu Beginn dieser wunderbaren Freundschaft.
Jetzt zu sehen wie ihre Augen sich glanzlos von mir abwänden, lässt mein Herz schock gefrieren! Dass der Zauber, den sie bei mir gefühlt hat einfach weg ist, lässt mich, mit mittlerweile schon gesenkten und geschwächten Armen, ganz zu Boden fallen. War dieser Zauber allgemein für diese Freundschaft zuständig? - Im Moment sehe ich wie sie sich zurückzieht. Ein Stich ins Herz!
Woran liegt es, dass wir Menschen Angst vor Gefühlen bekommen? Ist es die Angst im Nachhinein enttäuscht zu werden?! Ich möchte nichts anderes, als die andere Person, an der mir doch sehr viel liegt, glücklich zu machen. Doch wie andere hab ich auch Angst. Jemanden mit meiner Art in Nachhinein zu verletzten... Doch warum traue ich ihr all das zu?
Es ist schon sehr beeindruckend was manche Menschen in einem auslösen können. Ich fühle augrund der Tatsache, dass ich Angst habe, sie komplett verloren zu haben, ein riesen Loch in meinem Herzen. Ich weiß, dass sie noch da ist, och schreiben, hören oder sehen zuen wir uns kaum - bis leider überhaupt nicht. Stehe ich neben ihr, empfinde ich auf einmal ein Gefühl, das für meine Person doch eigentlich sehr unüblich ist. Schüchternheit. Vor ihr achte ich auf einmal auf jedes Wort, was im Begriff ist über meine Lippen zu gehen. Ich habe mich selbst die Chance genommen sie näher kennenlernen zu dürfen. Ich bin immer weieder kurz davor davon zu schreiben wie ich mich fühle, wobei es hier ganz klar um was anderes gehen sollte. Das man ein tiefes, dunkles Loch auf solch verschiedene Art und Weise interpretieren oder so erklären kann, wie wie ich das in meinem Kopf tue, kann msan sich nur sehr schwer vorstellen. Fakt ist, ganz oben sehe ich das Licht ob meine Augen nun offen oder geschlossen sind, das Licht welches ich sehe ist immer da. Habe ich doch mal den Kopf gesenkt so spüre ich manchmal ihre Hand an meiner Brust. Still und leise, lauschend meinem Herzschlag.
Jemanden sympathisch zu finden macht einen nicht gleich zum Sieger. Eigentlich ist die Erkenntnis für jemanden eine gewisse Sympathie zu empfinden, gerade mal das Licht in einem dunklen Fleckchen eines Sumpfgebietes im Walde. Der Kleine helle Funke, der die Reflexion deiner Sempathie darstellt zeigt dir, dass irgendwo ein Ausweg ist, doch noch befindest du dich in der Mitte des Geschehens.
Äste, Stämme, Stofffetzenschwimmen dir entgegen, als Symbol für die Rettung, für den Schritt richtung Licht musst du dich eigentlich nur noch entscheiden, was du nimmst. Doch wo ist die Gefahr? Ein jeder Schritt kann der letzte sein. Deine Hilfe, die dir weiter helfen soll, schon weiter als du denken kannst. Denkst du logisch nach, so kommst du an. Doch nicht mit Hektik oder Übereifer! Mit Vernunft, Verständnis, und Akzeptanz. Wobei es im Moment ja sowieso nur eine Vorstellung ist, akzeptierst du einen Verlust der wohl letzten Chance, so fällst du hin und wartest. Was soll schon weiterhelfen. Die Zeit bringt dann was nötig ist. Das heißt jetzt nicht, dass es nach jedem Verlust zum Drama kommt. Hier kommt dann die Vernunft ins Spiel. Sei Vernünftig und gib nicht auf wen/was du liebst, doch vergesse vor lauter Selbstlosigkeit nicht, dass du noch weiterleben musst. Wieder in der Realität angekommen, merkt man schon das es ganz anders ist.
Der Versuch zu Verstehen, an zu vielen Fragen gescheitert. Die Vernunft von dem Gefühl, von der Liebe verdrängt. Geschweige denn von Akzeptanz zu sprechen, ziemlich unpassen die idee.
- Wo keine Vernunft so auch kein Verstehen, wo kein Verstehen, dort auch nie Akzeptanz -
Von Tag zu Tag merke ich, dass ich dich immer mehr verstehe. Mich mit dir zu unterhalten bringt mir so vie Freude, dass man es so gar nicht in Worte fassen kann.
Ich sprach jetzt so lange über mein Empfinden dir gegeüber, habe versucht es zu verstehen. Aufgefallen ist mir gerade, dass ich gerade eben versucht habe mit ihr zu reden... Nun indirekt wollte cih einfach meine Sicht der Sympathie erklären. Man sollte sich schon eine Menge Gedanken darüber machen. Einfach ist es nie - und nimmer!