Titel noch unbekannt Teil 17
Titel noch unbekannt Teil 17
Ben saß in einem Wohnzimmer und lass sich noch einmal den Brief durch, den er gerade auf dem Wohnzimmertisch gefunden hatte.
es tut mir leid, aber so kann es nicht weitergehen. Du bist immer nur unterwegs und ich sehe dich fast nie. Andauernd rufen irgendwelche seltsamen Leute an. Zuerst mussten wir aus London wegziehen und dann aus Washington. Jetzt sind wir in Miami und wer weiß, wann wie lange wir dieses Mal hier bleiben können. Ben, ich will endlich wieder ein Leben haben. Ich will endlich wieder einen Mann haben.
Wenn du mir immerhin erzählen könntest, wofür wir das alles machen. Aber das kannst du nicht. Das weiß ich. Es tut mir leid, Ben. Ich werde dich immer lieben, aber so kann ich nicht weiterleben.
Ben wurde von Trauer überwältigt. Er wusste, dass sie hatte leiden müssen, doch er hätte nie gedacht, dass es so schlimm für sie gewesen war.
Er probierte sie anzurufen, aber niemand ging ran. Dann wählte er eine andere Nummer.
„Ben, mein Junge wie geht es dir?“
Er erzählte ihr von Avery, dass sie es nicht mehr mit ihm ausgehalten hatte. Sie verstand ihn und tröstete ihn. So war es schon immer gewesen.
„Ich habe dich lieb, Oma.“, sagte er und legte auf.
Ben wählte dich nächste Nummer, eine britische.
„James, Avery ist gegangen. Jetzt habe ich nichts mehr zu verlieren. Lass uns das nächste Stück angehen.“
Ben erwachte aus seinem Traum. Er sah sich um. Es war immer noch stockdunkel, doch es waren keine Schüsse mehr zu hören. Das Flugzeug schien sich jedoch im Sinkflug zu befinden. War es das, was mich aufgeweckt hat?
Ben hatte keine Ahnung was im Passagierbereich des Flugzeuges vor sich ging. Lange waren Schüsse zu hören gewesen und schließlich war Ruhe eingekehrt.
Nach zehn Minuten spürte er den Aufprall. Er machte sich darauf gefasst schnell flüchten zu müssen, wenn der Gepäckraum aufging. Entweder würde er verfolgt werden, oder zumindest wäre der Gepäckarbeiter sehr verwirrt. Doch es kam anders.
Sobald das Flugzeug zum Stehen gekommen war, hörte er Schreie und laute rufe draußen. Dann ganz plötzlich wurde die Tür zum Gepäckraum aufgerissen.
Das grelle Tageslicht blendete Ben so, dass er nichts sehen konnte. Als er endlich wieder etwas erkennen konnte, sah er ein ganzes Sondereinsatzkommando mit gezogenen Waffen auf ihn zeigen und schreien.
Er wurde herausgezogen und auf den Boden gedrückt. Ein Gewähr wurde ihm an die Schläfe gedrückt. Das Blut pulsierte rasend schnell durch seinen Körper.
„Sie werden wegen Durchführens eines terroristischen Anschlags festgenommen. Alles was sie sagen kann und wird gegen sie verwendet werden. Sie haben das Recht auf einen Anwalt. Abführen.“, schrie ihn ein kräftiger Mann in Uniform an.
Danach wurde Ben durch mehrere Räume geschleift. Immer wieder kam er in einen Verhörungszimmer, doch jedes Mal kam irgendein wichtiger Mann im Anzug, redete mit den Beamten ein paar Worte und Ben wurde in einen anderen Raum gebracht.
Schließlich landete Ben vor einem großen dunklen Schreibtisch in einem großen Büro. Keiner bewachte ihn mehr, oder richtete die Waffe auf ihn.
Schließlich kam ein Mann im dunkel blauen eleganten Anzug durch die Tür.
Ben sah ihn an und auf einmal hatte er ein Bild vor Augen. Er sah sich und diesen Mann vor einem Computer sitzen. Sie sahen sich die Daten an, die Ben auch jetzt auf diesem Stick hatte, den er wie durch ein Wunder immer noch bei sich trug.
Der Mann grinste breit und streckte Ben freudig seine Hand entgegen.
„Unglaublich gut dich wiederzusehen Ben. Ich bin es James. James Catcher. Du kannst dich vielleicht nicht mehr an mich erinnern, doch das werden wir ändern. Ich werde deine Erinnerung zurückbringen.“