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Lebensmittel #102: Kichererbse
Kichererbsen kannte man schon vor 8000 Jahren in Vorderasien. In der Antike gelangten sie über Nordafrika und Indien bis ins alte Rom. Noch heute wachsen sie wild wie Unkraut im Orient und in südeuropäischen Ländern. Angebaut werden Kichererbsen in vielen Ländern, allen voran Indien und Pakistan, Nordafrika, Spanien und in der Türkei. Kichererbsen stellen geringe Ansprüche an den Boden und kommen mit wenig Wasser aus. In den gemässigten Klimazonen sind die Erträge wegen mangelnder Wärme nur gering.
Vor allem Vegetarier und Veganer profitieren davon, dass Kichererbsen mehr Eiweiss als so manche Fleischsorte liefern und mit rund 6mg Eisen pro 100g eine dicke Portion des Mineralstoffs beitragen. Besonders interessant speziell für Veganer ist ausserdem der hohe Kalziumgehalt von Kichererbsen. Auch Figurbewusste sollten ruhig öfter zu Kichererbsen greifen: Die leckeren Hülsenfrüchte enthalten zwar relativ viele Kalorien, machen aber dafür mit ihrem hohen Ballaststoffgehalt schnell und lange satt.
Getrocknete Kichererbsen sollten Sie 8-12 Stunden in frischem Wasser einweichen, das verkürzt die Garzeit auf 1-2 Stunden. Das Wasser anschliessend wegschütten und zum Garen durch frisches ersetzen.
Aus der spanischen, arabisch-orientalischen und türkischen Küche sind Kichererbsen als Basis für unzählige Spezialitäten nicht wegzudenken. Die Liste der Leckereien mit Kichererbsen ist lang: Püriert stecken die Hülsenfrüchte zum Beispiel in Humus und Falafeln; im Ganzen gegart geben sie dem echten Couscous, Suppen, Eintöpfen, Salaten und vielen anderen Köstlichkeiten Gehalt und Pfiff. Zu Kichererbsen passen am besten orientalische und mediterrane Gewürze mit kräftigem Aroma wie Kreuzkümmel, Paprika, Koriander, Knoblauch, Zimt und Nelken.
Lebensmittel #96: Haselnuss
Die Haselnuss ist die Frucht des „Gemeinen Hasel- oder Haselnussstrauches. Der rund fünf Meter gross werdende Haselstrauch ist vorwiegend in Europa und Kleinasien beheimatet. Bereits im frühen Mesolithikum steuerte die Haselnuss einen wichtigen Beitrag zur Ernährung der Menschen bei. Die enorm schnelle Ausbreitung in diesem Zeitalter wird mit der Einwanderung des Menschen in Verbindung gebracht, der dies bewusst oder unbewusst durch die Anlage von Haselnussvorräten beschleunigte. Heute sind die wichtigsten Haselnussexporteure die Türkei und Italien. Haselnüsse sind nicht umsonst als typische Nervennahrung bekannt. Denn der regelmäßige Verzehr der Nüsse wirkt sich aufgrund ihres hohen Lezithin-Gehaltes positiv auf unsere Nervenfunktion und das Gedächtnis aus. Neben wichtigen Mineralstoffen wie Kalzium, Phosphor und Eisen sind in Haselnüsse zudem jede Menge Ballaststoffe sowie sekundäre Pflanzenstoffe enthalten, die unsere Verdauung in Schwung bringen. Die hohe Vitamin E-Konzentration in den Nüssen schützt unsere Zellen darüber hinaus vor einer Schädigung durch freie Radikale
Lebensmittel #91: Kaktusfeige
Der bis zu vier Meter hohe Opuntienkaktus, an dem die Kaktusfeige wächst, gedeiht in den dürren Regionen der Tropen und Subtropen. Dabei ist Mexiko das grösste Anbaugebiet, aber auch in Ländern wie Südafrika, Australien, Israel und Spanien gedeiht die Kaktusfeige gut.
Die Kaktusfeige beinhaltet viel Kalzium, Phosphor, Kalium, Sodium und auch Ballaststoffe, Vitamin A, B, C und K. In zahlreichen Studien wurde aufgezeigt, dass der Feigenkaktus ein ausgezeichnetes Heilmittel ist, insbesondere für die Drüsen-, Nerven-, Immun-, Kreislauf-, Verdauungs- und Atemwegsysteme. In der traditionellen Medizin wurde der Feigenkaktus zur Behandlung von Wunden und leichten Hautverbrennungen verwendet. Kaktusfeigen werden meist frisch gegessen. Sie eignen sich hervorragend zu Süssspeisen, Konfitüren, Marmeladen, zu Obstsalaten, Mixgetränken sowie Sirup und zum trocknen. Die Frucht wird am besten der Länge aufgeschnitten und ausgelöffelt. Man kann aber auch die Schale abziehen und die Frucht in Scheiben schneiden. Einige Tropfen Zitronensaft und etwas Zucker heben den Geschmack. Raffiniert wird es erst mit Orangenlikör, Eierlikör oder mit heißer Schokolade.
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