Lauter Köstlichkeiten: Es ist alles lächerlich, wenn man an den Tod denkt.

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Lauter Köstlichkeiten: Es ist alles lächerlich, wenn man an den Tod denkt.
So therefore I dedicate myself, to my art, my sleep, my dreams, my labors, my suffrances, my loneliness, my unique madness, my endless absorption and hunger because I cannot dedicate myself to any fellow being.
Jack Kerouac (via odetofemininity)
Die paar Menschen, zu denen die Wahrheit sich geflüchtet hat, erscheinen als lächerliche Rechthaber, die eine bombastische Sprache führen und nichts hinter sich haben. Die unangenehmste Entdeckung, zu welcher der Materialismus führt, ist der Umstand, daß die Vernunft nur existiert, sofern sie ein natürliches Subjekt hinter sich hat.
Max Horkheimer, Brief an Pollock, 1937 (via die-oednis-in-uns)
It’s strange. I felt less lonely when I didn’t know you.
— The Flies (Jean Paul Sartre)
"Wenn das Subjekt mittels Sprache konsturiert wird, als eine partielle und metaphorische Eingliederung in eine symbolische Ordnung, so muß jede Infragestellung dieser Ordnung notwendigerweise eine Identitätskrise darstellen. Zum anderen bedeutet diese Erfahrung des Versagens jedoch keinen Zugang zu einer andersartigen ontologischen Ordnung, zu einem Etwas jenseits der Differenz, einfach weil ... es kein Jenseits gibt. Die Grenze des Sozialen kann nicht als eine trennende Grenze zwischen zwei Territorien aufgespürt werden, weil die Wahrnehmung einer Grenze die Wahrnehmung von etwas Jenseitigem vorraussetzt, das objektiv und positiv sein müsste - das heißt eine neue Differenz wäre. Die Grenze des Sozialen muß innerhalb des Sozialen selbst gegeben sein, als etwas, das es untergräbt, seinen Wunsch nach voller Präsenz zerstört. Gesellschaft kann niemals vollständig Gesellschaft sein, weil alles in ihr von ihren Grenzen durchdrungen ist, die verhindern, daß sie sich selbst als objektive Realität konsitutiert."
Laclau, Ernesto; Mouffe, Chantal: Hegemonie und radikale Demokratie. Zur Dekonstruktion des Marxismus, 1991, Wien.
Arbeiten kann, wer keine Lust zu leben hat. Für Leute mit Verstand gibt’s nur zwei Möglichkeiten: Künstler oder Krimineller.
Thomas Brasch (1990): Lovely Rita, in ders.: Drei Wünsche, sagte der Golem. Gedichte, Stücke, Prosa. S. 123. Leipzig: Reclam. (via ratlosnetzwerk)
Es gibt noch eine dritte Möglichkeit: sich umbringen.
(via hintergrundrauschen)
Im Dialog mit der Staatsgewalt: Hegemonie, gepanzert mit Zwang.
Daß Vernunft ein anderes als Natur und doch ein Moment von dieser sei, ist ihre zu ihrer immanenten Bestimmung gewordene Vorgeschichte. Naturhaft ist sie als die zu Zwecken der Selbsterhaltung abgezweigte psychische Kraft; einmal aber abgespalten und der Natur kontrastiert, ist Vernunft mit Natur identisch und nichtidentisch, dialektisch ihrem eigenen Begriff nach. Je hemmungsloser jedoch die Vernunft in jener Dialektik sich zum absoluten Gegensatz der Natur macht und an diese in sich selbst vergißt, desto mehr regrediert sie, verwilderte Selbsterhaltung, auf Natur; einzig als deren Reflexion wäre Vernunft Übernatur.
Adorno, Theodor W.: Negative Dialektik. Frankfurt 2003: 285. (via xonethousandcriesx)
Organisationsfrage: Romantik muss zu warten wissen.
Eine Zigarette ist das vollendete Beispiel eines vollendeten Genusses. Sie ist köstlich und lässt einen unbefriedigt.
Reinhold Messner, der sich freiwillig Zehen abfror und seinen Bruder in den Orkus gehen ließ. (via noxe)
Angesichts der kommenden Formen permanenter Kontrolle im offenen Milieu könnte es sein, daß uns die härtesten Internierungen zu einer freundlichen und rosigen Vergangenheit zu gehören scheinen. Die Suche nach Universalien der Kommunikation sollte uns das Fürchten lernen. […] Vielleicht sind Wort und Kommunikation verdorben. Sie sind völlig vom Geld durchdrungen: nicht zufällig, sondern ihrem Wesen nach. Eine Abwendung vom Wort ist nötig. Schöpferisch sein ist stets etwas anderes gewesen als kommunizieren. Das Wichtige wird vielleicht sein, leere Zwischenräume der Nicht-Kommunikation zu schaffen, störende Unterbrechungen, um der Kontrolle zu entgehen.
- G. Deleuze (via -jsc-)
Alles ist eingetreten, was man sich jahrelang gewünscht hat, das Land vermüllt, Millionen von Hansjürgens und Utes tot.
Theodor W. Adorno in einem Brief an seine Eltern im Mai 1945. (via puuuh)
Die Wiederbelebung von Ontologie aus objektivistischer Intention hätte zur Stütze, was ihr freilich am letzten ins Konzept paßte: daß das Subjekt in weitem Maße zur Ideologie wurde, den objektiven Funktionszusammenhang der Gesellschaft verdeckend und das Leiden der Subjekte unter ihr beschwichtigend. Insofern ist, und nicht erst heute, das Nicht-Ich dem Ich drastisch vorgeordnet.
- Theodor W. Adorno: Das ontologische Bedürfnis, in: Rolf Tiedemann (Hg.): Theodor W. Adorno – Gesammelte Schriften, Frankfurt/Main 2003, Band 6, S. 74.
Die Richtung machts: Wenn das Vorwärts nach hinten zielt, scheint Stillstand der Fortschritt.
"Leben, das Sinn hätte, fragte nicht danach."
Theodor W. Adorno: Negative Dialektik. Frankfurt a.M.:Suhrkamp, 2003, S. 369
Beobachtet man die Deutschen, wie sie geschäftig durch die Ruinen ihrer tausendjährigen Geschichte stolpern und […] wie sie es einem verübeln, wenn man sie an die Schreckenstaten erinnert, welche die ganze übrige Welt nicht loslassen, dann begreift man, daß die Geschäftigkeit zu ihrer Hauptwaffe bei der Abwehr der Wirklichkeit geworden ist. Und man möchte aufschreien: Aber das ist doch alles nicht wirklich - wirklich sind die Ruinen; wirklich ist das vergangene Grauen, wirklich sind die Toten, die Ihr vergessen habt. Doch die Angesprochenen sind lebende Gespenster, die man mit den Worten und Argumenten, mit dem Blick menschlicher Augen und der Trauer menschlicher Herzen nicht mehr rühren kann.
Hannah Arendt, Besuch in Deutschland (1950), in: dies., Zur Zeit. Politische Essays, Hamburg 1999, 51. (via hankythewanky)
They could have attacked Syria for killing its own people. They could have attacked Iran for threatening to nuke another nation. They could have attacked Saudi Arabia for being the only country in the world to ban women from driving.
But no. …
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“The attackers, who struck on the eve of Holocaust Memorial Day, in particular targeted the website of Yad Vashem, Israel’s national Holocaust museum. Cyber attack expert Roni Becher said that the Yad Vashem website has come under a “fairly massive attack.”
http://www.jpost.com/Defense/Anonymous-targets-Israel-JPostcom-repels-hackers-308989