Man muss zwischen „Disziplin“ und „sich selbst bestrafen“ unterscheiden. Nach Außen hin kann man oft kaum ein Unterschied erkennen, es findet im Inneren statt.
- Hommella
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Man muss zwischen „Disziplin“ und „sich selbst bestrafen“ unterscheiden. Nach Außen hin kann man oft kaum ein Unterschied erkennen, es findet im Inneren statt.
- Hommella
© Sophie Metzler
Verschwommen
Erkenne mich nicht richtig, Unter all den Zweifeln, Sehe mich nur verschwommen.
Kneife die Augen zusammen, Unter den Tränen zerfließt, Jedes klare Bild.
Taubheit
Hinweis: Keiner der nachfolgenden Personen sind gestorben oder in schlechter Verfassung. Alle Personen sind in guten Händen. Meine Türklingel läutet. Ich trotte innerlich völlig leer dort hin und nehme den Hörer ab “Ja?” Eine Nachbarin ist auf der anderen Seite der Gegensprechanlage “Deine Oma ist in der Waschküche gestürzt. Wir würden die Rettung rufen.” Ich weiß nicht was ich darauf sagte. In mir wurde ein Schalter umgelegt und die innerliche Leere verschwand. Ich zog mir Kleidung an und ging in schnellen Schritten das Stiegenhaus hinunter zu der gemeinsamen Waschküche des Hauses. Je näher ich kam desto mehr kamen mir die Tränen. Die Tür stand offen und ein paar Nachbarn haben sich versammelten. Ich konnte meine Tränen nicht mehr zurückhalten und begann zu weinen. Ab da ist meine Erinnerungen nur noch verschwommen. Als ich meine Oma dann am Boden lagen sah, kam in mir ein neuer Heulkrampf hervor. Irgendein Nachbar nahm mich in den Arm und versuchte mich zu beruhigen. Irgendwann saß ich dann am Boden neben ihr und hyperventilierte. Meine Hände und Füße waren komplett taub. Die Stimmen um mich herum waren dumpf und ich musste sehr nah an die Leute herantreten um sie klar verstehen zu können. Ich weinte die ganze Zeit. Neben meiner schnellen Atmung musste ich mehrmals tief Schlucken. Ebenfalls verspürte ich den Druck mich selbst zu verletzen. Ich hatte das Gefühl als würde ich jede Sekunde in Ohnmacht fallen, jedoch ließ mich irgendwas in mir weiter machen. Ich habe meinen Vater kontaktiert, konnte aber kein Wort sprechen außer weinen. Jemand anderer übernahm das Gespräch für mich. Nach einiger Zeit erschien die Rettung. Diese zu sehen löste in mir nur noch mehr das Gefühl aus zu weinen. Ich musste mehrmals in die Wohnung um meine und die Sachen von meiner Oma zu holen. Während des Treppensteigens wurde mir schwindelig und ich tastete mich das Treppengeländer hoch und runter. Unten wieder angekommen, versuchte man mich wieder zu beruhigen mit irgendwelchen Gesprächen. Diese habe ich nur leise und dumpf verfolgen können. Mir wurde angeboten in der Rettung mit zu fahren und ich stimmte zu. Auf einmal wurde in mir wieder dieser Schalter umgelegt, der mich rational und ansprechbar machte. Ich half dem Sanitäter die Daten von meiner Oma zu befassen. Durch die Maske konnte ich meine Atmung wieder verlangsamen. Im Krankenhaus war ich ebenfalls sehr rational. Meine Oma wurde nach der Untersuchung in der Notaufnahme zur OP vorbereitet und ich musste Abschied nehmen und gehen. Eine Schwester gab mir noch die Stationsnummer, auf der sie dann hingebracht werden würde. Meine Oma verabschiedete sich von mir und dankte mir, dass ich mitgekommen sei. Mit leerem Kopf lief ich durch das leere Krankenhaus zum Treffen von meinem Vater, welche mich abholte. Während dem Warten kamen mir wieder vermehrt die Tränen. Ich schluckte sie alle runter und versteckte sie hinter meiner Maske. Als ich meinem Vater sah, überkamen mir wieder die Tränen und ich weinte. Auf dem Heimweg war mein Kopf immer noch so leer. Zuhause legte ich mich ins Bett und wollte es einfach nur überstehen. Ein paar Minuten später kam mein Dad herein und tröstete mich. Ich weiß nicht was ich tun soll. Sollte ich mich ablenken? Sollte ich meine Gefühle zu lassen? Auf einmal wurde mein Kopf wieder schwer und er füllte sich wieder mit Gedanken.
Hässlich verschwommene Welt
Sie ziehe es vor, ohne Brille mit verschwommenem Blick durch die Straße zu laufen, um sich von dieser hässlichen Welt zu entziehen. Stattdessen richte sie den Fokus nach innen, damit sie die Ungerechtigkeit zwischen den Menschen und ihren Werten besser erkennen könne.
„Frag mich nicht, wie es mir geht, denn du warst ja nicht da.“
- Du warst mein Grund glücklich zu sein.
Für mehr, reichte es leider nicht.
Die Zeit löst sich in Bedeutungslosigkeit auf wenn man ihr keine Bedeutung gibt.