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Weisheitszahn-OP & Laufen
Laufen nach Weisheitszahnentfernung? (ersetzt den Blogbeitrag:”Laufen im Urlaub”)
“Der Weisheitszahn muss heute noch raus!” So hieß es vor 10 Tagen, als ich wegen großer Zahnschmerzen bei meinem Zahnarzt aufschlug. Zwar nicht am gleichen Tag, doch schon tags darauf lag ich auf dem Zahnarztstuhl der chirurgischen Praxis.
Übrigens: Ich hatte an dieser Stelle einen kleinen Beitrag zum Thema…
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Volksfeststimmung
Gechillte Volksfeststimmung herrscht am Freitagabend am Ettlinger Stadtbahnhof. Es ist sonnig und trocken. Das Thermometer zeigt etwas über 20 Grad. Über 1.000 gemeldeten Läuferinnen und Läufer warten gegen 19.30 Uhr teils hufscharrend aber auch mit stoischer Gelassenheit auf den erlösenden Startschuß. Emotional würde ich mich irgendwo dazwischen verorten. Gelassen, aber doch irgendwie nervös angesichts der vorangeschrittenen Stunde und nach einem 8-Stunden-Arbeitstag. Bewusst habe ich mir für heute keine Ambitionen auf eine besonders gute Zeit gesetzt. Alles unter 60 Minuten ist ok. Ich will einfach die gute Stimmung genießen und laufen.
Viel zu schnell gestartet
“Peng!” Es geht los. Schwupps bin ich schon auf der Strecke. Das ewige Getippel, bis du über die Startlinie bist – wie bei der Badischen Meile – gibt´s hier nicht. Einen gemütlichen Start wollte ich hinlegen. Mit´ner Pace knapp unter 6 min/km. Schließlich ist es auch noch ziemlich warm, und Schatten ist nicht in Sicht. An meinem Handgelenk summt meine Uhr. Um mich herum piepst und surrt es zeitgleich. Der erste Kilometer ist geschafft. 05:25 steht auf meinem Display. Ich kriege einen gehörigen Schreck. Viel zu schnell, Daniel. Wenn ich mit der Geschwindigkeit weiterlaufe, kommt spätesten nach 5 km und bei den Temperaturen mein klassischer Einbruch. Meist geht dann die Pace schlagartig in den Keller und ich nähere mich schnell den 6 Minuten.
Beste Stimmung in der Altstadt
Nach der Kehre bei der Automeile geht es über die Pforzheimer Strasse zurück Richtung Altstadt. An Geschwindigkeitsreduzierung ist nicht zu denken. Erstens fällt die Strecke jetzt wieder leicht ab und unter den Bäumen ist es angenehmen schattig und kühl. “Na, das kann ja in heiter werden”, denke ich und lass es einfach laufen, so gut es eben geht. In der Seminarstrasse um die Kurve, an den kleinen Lädchen vorbei und dann über die Brücke Richtung Marktplatz. Schlagartig wird es jetzt lauter. Vor den Cafés und Restaurants genießen die Gäste das bunte Laufspektakel und feuern zwischen Schnitzel, Bier und Schwarzwaldbecher die Läufer lautstark an. Standing Ovations gibt es auf dem Rückweg durch die Fußgängerzone bis zur Start/Ziellinie, wo wir mit Unterstützung einer großartigen Humba-Täterä-Band auf die 2. Runde geschickt werden.
Runde 2
Die gute Stimmung motiviert, und meine Geschwindigkeit bei Kilometer 3 liegt noch immer bei um die 05:30. Also nicht merklich langsamer. Durch die Schöllbronnerstrasse geht es in Runde 2. An der Verpflegungsstation greife ich das erste Mal zum Wasserbecher. Jetzt wird es doch wieder wärmer. Auf dem Rückweg zur Altstadt – zwischen Kilometer 5 und 6 – schnappt mir jemand meinen schon von weitem angepeilten Wasserbecher unangekündigt vor der Nase weg. “Mist”, denke ich. Jetzt dauert es wieder bis zur Runde 3. Prompt falle ich etwas zurück. Die gute Stimmung in der Altstadt ist ungetrübt und gibt die Motivation zurück. (adsbygoogle = window.adsbygoogle || []).push({});
Die letzte Runde
Die letzte Runde ist etwas kürzer als die anderen. Von hier aus sind es nur noch 3 Kilometer. Richtung Norden wird die Strecke gekappt, und es geht jetzt direkt an der kühlen Alb zurück Richtung Altstadt. Vermehrt sehe ich jetzt einzelne, die in den Gehmodus gewechselt haben. Aber auch welche, die mit unglaublichem Speed an mir vorbeiziehen. Ich frage mich dabei immer, ob die mich veräppeln wollen. Denn so, wie die laufen, müssten die doch schon vor einer halben Stunde an mir vorbei gelaufen sein? Und eine Überrundung ist zum jetzigen Zeitpunkt auch nicht mehr möglich. Eigenartig. Wie auch immer.
Im Ziel nach 00:54:57,69
Ich konzentriere mich auf den Schlußspurt und freue mich schon wieder auf die Gute-Laune-Truppe Ecke Marktplatz/Leopoldstrasse. Luft habe ich irgendwie auch noch. Ich mobilisiere meine letzten Kräfte und komme nach 54 Minuten 57,69 Sekunden glücklich ins Ziel. Die Stimmung im Zieleinlauf ist prächtig, und das Publikum feuert auch die Langsameren noch lautstark an. Mit einer persönlichen Bestzeit auf 10 km habe ich heute nicht gerechnet. Umso größer ist die Überraschung als ich mir das offizielle Ergebnis ansehe. Aber irgendwie war es auch klar: Die Atmosphäre an der Strecke, das begeisterte Publikum und das Rahmenprogramm am Stadtbahnhof machen das Laufevent zu einer großartigen runden Sache. 🙂 Das motiviert. Für 2020 kommt der Altstadtlauf auf jeden Fall wieder in meinen Kalender! Vielleicht sieht man sich? Bis dahin und bleibt gesund.
#RELIVE
https://lifestyle50plus.blog/wp-content/uploads/2019/05/Altstadtlauf.mp4
Zieleinlauf
https://lifestyle50plus.blog/wp-content/uploads/2019/05/VIDEO-2019-05-24-21-16-44.mp4
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15. Altstadtlauf Ettlingen (2019) – Laufbericht Volksfeststimmung Gechillte Volksfeststimmung herrscht am Freitagabend am Ettlinger Stadtbahnhof. Es ist sonnig und trocken. Das Thermometer zeigt etwas über 20 Grad.
30. Badische Meile (2019) – Laufbericht
30. Badische Meile (2019) – Laufbericht
Laufbericht zur 30. Badischen Meile Sonntag ist Lauftag
Egal ob alleine, zu zweit oder in der Gruppe. Ob im Wald oder auf der Heide, auf dem Land oder in der Stadt, Wettkampf oder nicht. Sunday is runday. Letzten Sonntag war es wieder soweit. “Die Badische Meile” stand auf dem Programm, und in diesem Jahr liefen alle aus der Familie. Na ja, fast alle. Unsere Jüngste (9 J.) hat sich den Lauf für…
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Es gibt keine Alternative
Der Fleischkonsum steigt unaufhörlich. Gleichzeitig wächst die Weltbevölkerung exponentiell. Sie umfasste im Oktober 2018 rund 7,63 Milliarden Menschen. Die UNO rechnet für den Zeitraum 2015 bis 2020 mit einem Bevölkerungswachstum von rund 78 Millionen Menschen pro Jahr. Die Vereinten Nationen erwarten 2050 etwa 9,7 Milliarden Menschen auf dem Globus.
Keine Flächen mehr
Für die Fleischproduktion werden immer mehr Flächen benötigt, mit denen der enorme Viehfutterbedarf gedeckt werden muss. Gleichzeitig gehen diese Flächen für die Nahrungsmittelproduktion verloren. Von den Einflüssen der Viehwirtschaft auf die Co2-Emissionen ganz zu Schweigen.
Ekelgefühle sind ein Luxus…
…den wir uns bald nicht mehr leisten können. Zwei Milliarden Menschen essen täglich Insekten. Ekelgefühle gegenüber dem Verzehr von Insekten sind ein Luxus, den wir uns gar nicht mehr leisten können. Dabei gibt es sowohl aus ernährungsphysiologischer wie auch aus ökologischer Sicht sehr gute Gründe, Insekten mit auf den Speiseplan zu nehmen.
[notification type=”info”]
Der essbare Anteil von Insekten liegt bei 80%. Wird ein Rind geschlachtet, sind es nur 40% des Tieres, die gegessen werden können.
Insekten brauchen viel weniger Platz für die Produktion und können artgerechter gehalten werden als Schweine, Rinder oder Geflügel.
Um 1 kg Rindfleisch aufzubauen, bedarf es 8 kg Futter. Für die gleiche Menge Insektenfleisch reichen ca. 2 kg.
Der Wasserverbrauch für 1 kg Rindleisch ist ca. 15.500 x höher als für 1 kg Insektenfleisch.
Insekten werden am Ende ihres Lebenszyklus´ “geerntet”. Kaum sind Schweine und Rinder auf der Welt, sind sie häufig schon wieder tot.
Insekten liefern hochwertige Proteine, ungesättigte Fettsäuren und toppen so manche pflanzlichen Nahrungsmittel wie z. B. Nüsse oder Hülsenfrüchte.
[/notification]
Das erste Mal
Vor einigen Jahren hatte ich auf der jährlich stattfindenden Karlsruher Tiermesse “tierisch gut” erstmals die Gelegenheit bekommen, frittierte Grillen zu probieren. In einem Showact gab ein Insektenkoch seine Künste zum Besten und lud sein Publikum anschließend zum Testessen ein. Neugierig, wie ich nun mal bin, musste ich mir unbedingt ein Schälchen abholen. Klar, Überwindung hat es mich schon gekostet, bis ich das erste Mal zubiss und vorsichtig zu kauen begann. Doch die krossen Tierchen schmeckten gar nicht mal so schlecht. Wie Hühnchen. Also rein damit. Mit jeder weiteren Grille wurde auch das Kopfkino immer weniger.
“Heute keine Heuschrecken im Angebot!”
Fündig werde ich im Edeka in Baden-Baden. Zuerst muss ich ein bißchen suchen, nur, um dann doch an der Information fragen zu müssen, wo denn die “Insektenabteilung” ist. DAS wollte ich eigentlich vermeiden, um eventuell auftauchende kritische Rückfragen galant zu umschiffen. Wider Erwarten werde ich prompt und äußerst zuvorkommend (“Wir lieben Lebensmittel!”) ans “Snack-Insects” – Display geführt, an dem ich vor Aufregung zuvor schon zwei Mal vorbei gelaufen war. Leider sind meine Wunschinsekten ausverkauft. Heute keine Heuschrecken. Verstohlen mache ich noch schnell einen Schnappschuss (s. links) vom halb geplünderten Insektenstand. Sozusagen als Beweis, dass es das ECHT zu kaufen gibt. Doch was bleibt als Alternative? Nö, so einen Sportlerriegel auf Insektenbasis ist nicht spektakulär genug. Und die Nudeln aus Insektenmehl könnten zuhause auch als die braunen Nudeln aus der Pastaabteilung ein paar Regale weiter durchgehen. Nein, es muss das echte Tier sein. So mit allem dran. Also greife ich beherzt zu den Buffalowürmern und den Grillen, die im Reagenzglas aussehen, als seien sie ein Scherzartikel aus der Süßwarenabteilung.
Ganz schön teuer
Allein der Verkaufspreis lässt mich gewahr werden, dass es sich dabei mitnichten um einen billigen Zuckerartikel aus dem Designerlabor handelt. An der Kasse werde ich jetzt doch etwas genauer in Augenschein genommen als ich meine Beute auf das Band lege. “Hey”, erwidere ich den Blick der Kassierin, als wollte ich sagen, “guck mich an: jetzt weißt Du auch, warum ich so schlank bin!” Dabei denke ich allerdings weniger an die hochwertigen Proteine sondern daran, dass ich – zöge ich ernsthaft eine Ernährungsumstellung auf Insekteneiweiß in Betracht – mir angesichts des Verkaufspreises gar nicht mehr Gewicht leisten könnte. Au weia! 11 Euro und ein paar Zerquetschte löhne ich dafür, nur, um diesen Blogartikel verfassen zu können. Doch für Euch ist mir nichts zu teuer. Außerdem nehme ich das Thema auch wirklich ernst.
Pizza oder Burger?
Bei der Frage nach der Art der Zubereitung hat der Burger für alle Beteiligten das größte Potenzial. Nämlich das größte Potenzial, auf die Insektenbeilage im Zweifelsfall zu verzichten und trotzdem etwas zu Essen zu bekommen. Alternativ sollen auch die herkömmlichen Hackfleischpatties mit auf die Burger-Speisekarte. Für alle Fälle. Außerdem werden von den paar Würmern und Grillen eh nicht alle satt werden. Es geht ja auch mehr um´s Probieren und um die mentale Vorbereitung auf den welternährungspolitischen Ernstfall. Der Pizzabelag ist gesetzt. Wer die Grillen abpult, erhält an der blankgerubbelten Stelle gar keinen Eiweißersatz.
Das Insekten-Burger-Video
Wer bis jetzt zu faul zum Lesen war, kann sich die wichtigsten Eckdaten nochmal in diesem Video reinziehen. Dann erst wird die Pfanne geschwungen. Beim Anbraten der Insekten gibt´s nur einen Versuch.
[embedyt] https://www.youtube.com/watch?v=kdA51ttGjeo%5B/embedyt%5D
Fazit
Geschmacklich höchst interessant, wobei die Buffalowürmer mir persönlich etwas besser schmecken. Beim Anbraten in der Pfanne ist höchste Vorsicht geboten. Die Insekten sind in Nullkommanix kross gebraten. Da entscheiden Sekunden über Erfolg oder Mißerfolg. Dieses Mal sind mir ein paar Würmer leider verbrannt, was aber kein Grund ist, es nicht noch einmal zu versuchen. Aber nur dann, wenn es preislich einigermaßen interessant ist. Für den, der Insekten einmal probieren möchte, sind die Grillen und die Buffalowürmer von Snackinsects ein super Einstieg.
Foto: Daniel Bär, Nicolas Bär, pexels.com
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Insekten: Proteinlieferanten der Zukunft Es gibt keine Alternative Der Fleischkonsum steigt unaufhörlich. Gleichzeitig wächst die Weltbevölkerung exponentiell. Sie umfasste im Oktober 2018 rund 7,63 Milliarden Menschen.
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Niemals mehr Schuhe binden?
Das Yankz! Schnür System im Test
Erst nach dem Videodreh habe ich entdeckt, dass es noch eine detaillerte Gebrauchsanweisung “innen” gibt. 🙂 Ob es mit trotzdem gelungen ist, das Yankz! Schnür System erfolgreich zu installieren, könnte Ihr im nachfolgenden Video ja sehen. Hier findet Ihr eine praktische Anleitungshilfe und meine Beurteilung, ob das System etwas taugt. Ob Euch das Produkt am Ende 12 € und mehr wert ist, müsst Ihr selbst beurteilen.
Video
[embedyt] https://www.youtube.com/watch?v=5AnVq3qS3KI%5B/embedyt%5D
Wenn Euch das Video gefallen hat, dann klickt auf den “Like-Button” und abonniert meinen Kanal, damit Ihr keine weiteren Videos mehr verpasst!
Fotos / Video: Daniel Bär
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yankz! Schnür System Niemals mehr Schuhe binden? Das Yankz! Schnür System im Test Erst nach dem Videodreh habe ich entdeckt, dass es noch eine detaillerte Gebrauchsanweisung "innen" gibt.
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Begriffe aus einer anderen Welt
VO2 max. Macht mich das schneller, besser, ausdauernder? Was hat es mit diesem Begriff auf sich?
Als Laufanfänger stoßt Ihr mit der Zeit unweigerlich auf Begriffe, über deren Bedeutung man sich erst einmal klar werden muss. Ganz klar werdet Ihr merken, dass das Wort “Pace” einer der ersten Begriffe ist, der deutlich macht, worum es der Mehrheit offenbar geht. Geschwindigkeit, genauer gesagt, die Zeit, in der Ihr die Strecke von einem Kilometer lauft. Hierüber scheinen sich viele Läuferinnen und Läufer zu definieren, in dem sie die Pace über alles stellen und dabei zu vergessen scheinen, dass sie nur ein Parameter von vielen ist und nicht DER Leistungsindikator per se. Aber um die Wichtigkeit oder Unwichtigkeit der Pace soll es hier gar nicht gehen, sondern darum, Euch ein paar Begriffe aus der Läuferwelt näher zu bringen, mit der Ihr über kurz oder lang in Berührung kommen werdet.
VO2max
V = Volumene / O2=Sauerstoff / max.= maximum (ml pro Kilogramm Körpergewicht
Mit dem Begriff VO2max kam ich erstmals bei meinem CheckUp in Berührung, wo dieser Wert im Rahmen des Belastungs EKG irgendwo im Arztbericht auftauchte. 35,1 ml/min/kg. Ich maß dem weiter keine große Bedeutung zu. Hinsichtlich meiner Fitness meinte der Arzt nur, dass sich daruf durchaus “aufbauen” ließe.
Endlich eine richtige Laufuhr. Doch was ist VO2max?
Mit dem Erwerb meiner ersten richtigen Laufuhr (Garmin Forerunner 235) tauchte unter dem Menüpunkt “Eigene Statistiken” der Begriff VO2max plötzlich erneut auf. Jetzt interessierte ich mich doch, was es mit diesem kryptischen Begriff auf sich hat und suchte in der GarminApp, ob ich dort etwas mehr darüber erfahren würde. Macht mich das irgendwie schneller oder ausdauernder?
Nicht zuletzt deswegen, weil der Wert im Rahmen meiner Vorbereitungen für den Halbmarathon kontinuierlich stieg, wollte ich jetzt wissen, was das ist mit der VO2max.
Wikipedia gibt zur VO2max hierzu folgende Definition (Auszug):
[notification type=”info”] Die maximale Sauerstoffaufnahme (VO2max, auch maximale Sauerstoffkapazität) gibt an, wie viele Milliliter Sauerstoff der Körper im Zustand der Ausbelastung maximal pro Minute verwerten kann. Die Angabe erfolgt in Milliliter Sauerstoff pro Minute (ml O2/min). Die VO2max kann als Kriterium für die Bewertung der Ausdauerleistungsfähigkeit eines Menschen herangezogen werden, stellt allerdings nur die obere Grenze für die Ausdauerleistung dar […] und wird daher auch als das „Bruttokriterium“ der Ausdauerleistungsfähigkeit bezeichnet. [/notification]
Als ultimativer Indikator für die Fitness taugt der VO2max Wert eben auch nicht – genauso wenig wie die Pace. Im weiteren Verlauf des Wikipedia-Eintrages heißt es nämlich: Die VO2max zeigt nämlich nicht unmittelbar die Ausdauerleistungsfähigkeit eines Sportlers an. Vielmehr zeigt sie, wie stark die maximale Sauerstoffaufnahme durch extrem hohe Leistung gesteigert werden kann.
Weitere Faktoren, die auf die Vo2max Einfluss nehmen, sind das Geschlecht, das Alter, Körpergewicht und natürlich der Trainingszustand.
Was bedeutet das für die Gesundheit?
Studien belegen, dass es einen Zusammenhang gibt zwischen einer hohen VO2max und Herz-Kreislauf-Leiden. Je höher dieser Wert bei einer Person ist, desto geringer ist das Risiko daran zu erleiden oder daran zu sterben.
Und was heißt das für den Fitnesszustand?
Für einen Ausdauersportler ist der Wert ist die VO2max schon ein wichtiger Indikator, heißt aber nicht, dass dich das schneller oder beweglicher macht. Immerhin bescheinigt ein hoher VO2max-Wert, dass die Regeneration nach der Belastung schneller verläuft und Intensitätssteigerungen im Training einfacher zu bewältigen sind.
Tabelle VO2max
Habt einfach Spaß
Bei allem Gefachsimpel über Pace, VO2max und sonstigem Läufervokabular ist es doch am Wichtigsten, den Spaß am Laufen nicht zu verlieren. Wie heißt es doch schon in der Bibel: “Prüft alles und das Gute behaltet.” Und das Gute ist doch am Ende der Spaß, den ihr beim Laufen habt und das gute Gefühl dabei. Alles andere kommt dann von ganz alleine. In diesem Sinne: lauft!
Fotos: Daniel Bär ©, Garmin ®, The Cooper Institut ®
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Aus der Läufersprache: Was ist das mit der VO2max? Begriffe aus einer anderen Welt VO2 max. Macht mich das schneller, besser, ausdauernder? Was hat es mit diesem Begriff auf sich?
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Laufbericht zum Halbmarathon in Frankfurt #mainova
Das Wetter
Es sieht nicht gut aus am Wettkampfsonntag. Der Himmel ist verhangen. Immer wieder schauert es, als ich mich morgens früh um 07.00 auf den Weg nach Frankfurt mache. Außerdem ist Tief “Eberhard” im Anmarsch. Keine guten Aussichten für einen sonnigen, frühlingshaften Halbmarathon (#mainova) vor der Skyline des Frankfurter Bankenviertels. Unterstützt werde ich heute von einem erfahrenen Läuferkollegen, der mich in meiner Wunschzeit ins Ziel bringen soll. So ist der Plan.
Die Location
Am Frankfurter Fußballstadion angekommen, ist es mit dem Wetter auch nicht besser geworden. Wir bahnen uns unseren Weg vom “Gleisdreieck” Richtung Commerzbank-Arena durch den von Pfützen übersäten, schlammigen Parkplatz. Dazu bläst ein kräftiger Wind und mit knapp 10 Grad ist es saukalt. Die Vorstellung, die nächsten eineinhalb Stunden bis zum Start irgendwo in einer zugigen Stadionecke zu verbringen und mich irgendwie warm zu halten, demotiviert mich schon, bevor ich richtig da bin. 😦 Knapp 6.000 Läufer sind gemeldet. Diese werden die Veranstalter wohl kaum in die heiligen Hallen der Business-Lounge stürmen lassen. Doch hoppla, was ist das? Tatsächlich steht allen Läufern das Innere des Stadions nebst Business-Lounge für den Aufenthalt vor dem Start offen. Unsere Laune steigt schlagartig, und wir können uns in Ruhe – und vor allen Dingen im Warmen – auf unseren Lauf vorbereiten. Die Massen verteilen sich so weit, so dass es sogar genug Sitzplätze für die Teilnehmer gibt. Ein großes Lob an die Organisatoren an dieser Stelle. Die Schlange vor den Toiletten wird jetzt von Minute zu Minute länger. Also schnell noch einen “PitStop”, bevor das Rennen ohne uns startet.
Die letzten Vorbereitungen
Stressfrei können wir unsere Klamotten richten und die Schuhe schnüren. Noch 45 Minuten bis zum Start.
Laufuhr startklar? Check!
Startnummer mit Transponder sicher angebracht? Check!
Regenjacke am Start? Check!
Wasser für die ersten Kilometer dabei? Check!
Energieriegel eingepackt? Check!
Ok. Was fehlt noch?
Genug Motivation vorhanden? Check! – Kann losgehen jetzt.
Draußen wird es immer wuseliger, und der Adrenalinspiegel steigt mit vorrückender Stunde.
Endlich nach draußen
Noch zwanzig Minuten. Endlich nach draußen und schon mal warm machen. Der Regen hat eine Pause gemacht. Locker traben wir die ersten Meter und bringen durch die Bewegung unseren Eustress-Level etwas nach unten. Eustress bedeutet übrigens guter, positiver Stress; für die Nicht-Griechen unter uns. Ein paar Minuten später sind wir auf Betriebstemperatur. Jetzt aber in den Startblock. Noch 5 Minuten. Wir reihen uns irgendwo im Startblock für die Zielzeit zwischen 01:55 h und 02:10 h ein.
Sichtbare Vorfreude 🙂 Foto: Klaus Perrey
Der Start
Die Eliteläufer sind schon auf der Strecke. Das gewöhnliche Fußvolk darf im ehrfurchtsvollen Abstand von 5 Minuten dann auch endlich starten. Es ist exakt 10.13 Uhr als wir die Startlinie überqueren. Es kann losgehen. Das Gedränge ist groß und die Strecke wird erst allmählich etwas breiter. Mit einer Pace von 06:23.1 auf dem ersten Kilometer liegen wir schon weit unter dem, was wir uns als Zielzeit vorgenommen haben. Nach dem Motto “beat yesterday” sollen heute mindestens 02:13:33 auf der Urkunde stehen, wenn wir die Ziellinie überschritten haben. Auf der Strecke durch den Stadtwald lichten sich die Reihen ein wenig und wir pacen uns auf ca. 6 min/km ein. Läuft doch.
Läuft!
Trotz wieder einsetzenden Regens laufen wir entspannt plaudernd durch ein Gewerbegebiet. Mein Laufpartner Tobias unterhält mich gut mit Anekdoten aus seiner Erfahrung als Marathonläufer. Ich nehme es als Motivation für mein nächstes großes Ziel und bin dankbar für die Ablenkung. Die Zeit vergeht wie im Flug und der Regen wird stärker. Schaulustige oder laufinteressierte Zuschauer suchen wir am Strassenrand vergebens. Kein Wunder. Bei dem Sauwetter. Also laufen wir im gleichen Tempo weiter. Ich nippe hin und wieder an meiner Wasserflasche, die ich mir in meine Gesäßtasche geklemmt habe. Das hat bei meinen langen Läufen im Training auch immer gut funktioniert. So sparen wir uns das Gedränge an der ersten Verpflegungsstation, was ein guter Tipp meines Laufpartners war.
Rhythmusstörungen bei Kilometer 10
Bei Kilometer acht angekommen, verläuft die Strecke jetzt direkt am Mainufer mit Blick auf die Skyline von “Mainhatten”. Mittlerweile hat der Regen aufgehört. Sogar ein paar Sonnenstrahlen finden den Weg durch die Wolken. Im Nu wird es jetzt richtig warm, und ich muss meine Regenjacke jetzt ausziehen. Als ich sie um meine Hüfte binden will, macht es einmal “Ploing” und meine Wasserflasche kullert hinter mir auf der Strecke. Instinktiv will ich mich umdrehen und sie wieder aufnehmen. Im Bruchteil einer Sekunde lasse ich mein Vorhaben bleiben, als ich den nachfolgenden Läufer dabei fast zum Sturz bringe, und begebe mich wieder brav auf die Strecke. Mein Laufrhythmus ist gestört und auch mental bin ich etwas zurückgeworfen. Ausgerechnet jetzt, wo es doch für die zweite Hälfte wichtig gewesen wäre, eben nicht aus dem Tritt zu kommen. Außerdem werde ich jetzt noch mehr Zeit verlieren, weil ich an der nächsten Verpflegungsstation mehr Wasser zu mir nehmen muss als gewollt, da meine Notration jetzt weg ist.
Die “Energie-Bombe”
Mit meiner inneren Ruhe ist es vorbei. Es folgt ein Anstieg. Weg vom Mainufer, wieder hoch auf die Strasse. Ich spüre auch, wie jetzt meine körperlichen Kräfte etwas nachlassen. Bei Kilometer 11 nutze ich den Boxenstopp, um Wasser zu trinken. Jetzt ist es auch Zeit für einen Energieschub, und die “Energie-Bombe” von Seitenbacher ein echter Helfer in der Not. Hierzu wäre zwar ein weiterer Schluck Wasser hilfreich gewesen, doch manchmal sind die Dinge eben wie sie sind. Die süße Masse klebt jetzt an meinem Gaumen, und ich hab echte Schwierigkeiten, das Zeug erbrechungsfrei herunterzuschlucken. Zukünftig werde ich wohl darauf achten müssen, den Riegel in kleinere Portionen aufzuteilen. Zur längerfristigen Energiegewinnung ist die Energiebombe trotzdem sehr zu empfehlen. Ich kriege letztlich alles ohne Zwischenfälle geregelt, und auch unsere Pace kommt wieder in die Spur.
Die letzten Kilometer
Statt Energiebombe entscheide ich mich jetzt bei Kilometer 15 für die bereitgestellte Banane, die deutlich besser flutscht als der Riegel. Einen Kilometer braucht es dann aber noch, bevor der neuerliche Energieschub wirkt. Zwischendurch schauen wir uns an: “Hey, und alles freiwillig!” “Ja”, denke ich,”stimmt! Los jetzt!” Auf den letzten Kilometern überholen wir jetzt immer mehr Läufer, was noch mehr Motivation schafft. Viele haben schon in den Gehmodus gewechselt. Andere werden auf dem Asphalt liegend ärztlich behandelt. Das Ziel vor unserem geistigen Auge lässt uns jetzt immer schneller werden. Es läuft wieder! Gegen Ende sind wir wieder bei einer guten 6er Pace. Jetzt will ich endlich ankommen!
Noch ne Brücke!? Ich könnte k…
Kilometer 20 hält noch eine besondere Überraschung bereit. Whaaat? Eine Brückenquerung kurz vor dem Ziel? Fiese Sache das. Aber was soll´s. Wer danach dachte, es ginge jetzt schnurstracks in die zum Greifen nah gelegene Commerzbank-Arena ins Ziel, wurde schnell eines Besseren belehrt. Gefühlt erst zwanzig Kurven weiter, gelangen wir schließlich durch einen breiten Tunnel ins Rund der Arena. Die Ziellinie vor uns motiviert noch ein letztes Mal, die übrig gebliebenen Energiereserven auf die Bahn zu bringen. Mit einer letzten Rundenpace von unter sechs Minuten schaffen wir es über die rote Kunststoffmatte ins Ziel. Ich bin glücklich über eine neue persönliche Bestzeit von 02:10:11 und habe die Zeit im Vergleich zu meinem ersten Halbmarathon um drei Minuten und 23 Sekunden verbessert. Mehr wollte ich gar nicht.
Fazit
Ein toller Lauf mit einer guten Organisation.
Es ist von großem Vorteil, von einem erfahrenen Läufer begleitet zu werden. Er bringt Ruhe und Gelassenheit auf die Laufstrecke und weiß, wie man gut und gleichmäßig pacen kann. Letztlich habe ich es nur meinem erfahrenen Laufpartner zu verdanken, dass ich mein Ergebnis aus dem Vorjahr so gut verbessern konnte. Gerne wieder, Tobias!
Ich hoffe, mein Laufbericht hat Euch motiviert, dabei zu bleiben. Vielleicht habt Ihr Euch heute neue Ziele gesetzt. Z.B einen Halbmarathon zu laufen? 😉
Weiterhin viel Spaß beim Laufen! Vor allen Dingen: Bleibt gesund!
Fotos: Daniel Bär, Klaus Perrey, Wolfgang Nass
#Mainova. Mein Lauf bei Relive.
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…und alles freiwillig Laufbericht zum Halbmarathon in Frankfurt #mainova Das Wetter Es sieht nicht gut aus am Wettkampfsonntag. Der Himmel ist verhangen. 1,366 more words
Halbmarathonvorbereitung #mainova (FFM) - Es läuft wieder!
Halbmarathonvorbereitung #mainova (FFM) – Es läuft wieder!
Vorbereitung auf den 2. HM #mainova
Am 10.03.2019 ist es wieder soweit. Ich starte zu meinem 2. offiziellen Halbmarathon in der Bankenstadt Frankfurt am Main. Mainova. Die Vorbereitungenlaufen seit dem 01.01., und ich verwende dazu den gleichen Trainingsplan wie beim Badenhalbmarathon im letzten Jahr. Warum? Ganz einfach, weil er sich bewährt hat. Das Verletzungspech aus dem letzten Herbst ist…
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Laufanfänger - Runter von der Couch ... oder: Wann bin ich kein "Anfänger" mehr?
Laufanfänger – Runter von der Couch … oder: Wann bin ich kein “Anfänger” mehr?
Wann verliert man eigentlich seinen Laufanfänger-Status?
Denkt Ihr manchmal auch: “Jetzt laufe ich schon seit über 2 Jahren und poste noch immer meine Ergebnisse in die Laufanfängerguppe bei Facebook! Wann hört das mit dem Laufanfängerstatus eigentlich auf?” Ja. Die Frage stelle ich mir manchmal auch. Ich laufe wirklich schon seit über 2 Jahrenregelmäßig. Klar, wenn mir nach den ersten Läufen…
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Laufentzug durch Verletzung und was daraus folgt
Laufentzug durch Verletzung und was daraus folgt
Rückfallträume – wie beim Rauchen
Ex-Raucher wie ich kennen das vielleicht: nach einer gewissen Zeit der Abstinenz kommt es vor, dass dich im Traum die alte Sucht überkommt und du morgens erschrocken – und gleichzeitig erleichtert – aufwachst, weil du dir mal wieder eine oder gleich mehrere Zigaretten reingezogen hast. Dafür gibt es mittlerweile einen englischen Fachterminus: “Dream of…
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Zwei Jahre verletzungsfrei und dann das…
Alles schien gut nach meinem ersten offiziellen Halbmarathon. Ich war froh und dankbar, alles verletzungsfrei überstanden zu haben. Klar, die Belastung war in den Knochen schon zu spüren, aber, hey, es wäre ja auch unnormal, wenn der Lauf völlig spurlos an mir vorüber gegangen wäre. Trotzdem blieb danach schnell die Vorfreude, mit einem langsamen Regenerationslauf zurück in den normalen Laufalltag zu finden.
3 Tage danach wieder am Start
Also plante ich für den Mittwoch meine erste langsame Einheit “danach”. Nur kurz sollte sie sein, die erste Strecke. Sozusagen zum Entspannen. Ich war schließlich gut und beschwerdefrei durch den Wettbewerb gekommen. Es gab keine Anzeichen einer Überlastung oder gar Schmerzen. Also startete ich optimistisch in meinen Lauf. Geplant hatte ich eine ca. 20 minütigen langsame Einheit. Gegen Ende des Laufs spürte ich nun doch meine Knie, maß dem aber keine besondere Bedeutung zu, da bisher auftauchende Belastungsschmerzen immer mal wieder kamen und unmittelbar nach dem Lauf auch sofort wieder gingen. Doch dieses Mal war es anders. Der Schmerz ging nicht wie sonst von alleine weg. So ein Mist!
Trotzdem immer weiter
Ok. Mein Körper signalisierte, dass er offenbar eine kleine Pause benötigte. Trotzdem wollte ich auf meinen sonntäglichen Lauf nicht verzichten und nahm mir vor, wenigstens eine kleine Laufeinheit zu absolvieren. Und von Mittwoch bis Sonntag sind es ja immerhin 4 Tage, um mein Kniegelenk noch etwas zu schonen. Und tatsächlich war es am Sonntag schon spürbar besser um mein Knie bestellt, und ich lief wie geplant etwa 25 Minuten im lockeren Tempo. Am Ende entschied ich aber dann doch, für eine ganze Woche mit dem Laufen auszusetzen, um meinen Gelenken etwas mehr Erholungszeit zu verschaffen. So ganz beschwerdefrei war ich trotz der kurze Strecke nämlich immer noch nicht.
Endorphine fluten meinen Körper
Eine Woche ohne? Geht gar nicht! Und ich konnte es kaum erwarten, am Sonntag wieder meine Laufschuhe zu schnüren. Ich wollte unbedingt los, nahm mir aber vor, bei den geringsten Anzeichen von Schmerzen, sofort aufzuhören und nach Hause zu gehen. Dieses Mal lief es von Anfang an besser. Klar, es zwickte noch ein bißchen im Knie, aber nach drei Kilometern lief es so gut, dass ich entschied, noch eine kleine Runde dranzuhängen. Ich fürchtete um meine grundsätzliche Fitness, wenn ich nicht sofort wieder Kurs auf meine 10 Kilometer Haus- und Hofstrecke nehmen würde. Aus der kleinen Runde wurden schließlich 11 glückliche Kilometer, nachdem mein Gehirn sämtliche Endorphinvorräte ins Blut gekippt hatte und ich wie im Rausch einfach nur lief. Befreit, schmerzfrei, glücklich…. “Ich bin wieder im Spiel!” dachte ich und beendete meinen Sonntagslauf mit der inneren Gewißheit, dass es von nun an wieder läuft wie immer. Wie sollte es anders sein? Schließlich gab´s die letzten zwei Jahre nie Probleme mit Verletzungen.
Der endgültige Knockout am Mittwoch
Weitere 3 Tage später war ich wieder auf den Beinen und fasste siegessicher meine üblichen 10 Kilometer ins Auge. Nach 5 Kilometern spürte ich schon wieder mein Kniegelenk. “Dieses Mal ziehst Du die 10 aber durch!” sagte ich zu mir. “So schlimm wird es schon nicht werden, bist ja am Sonntag sogar 11 Kilometer OHNE Beschwerden gelaufen.” 45 Minuten später war dann aber Schluss mit Lustig, und ich schlich frustriert nach Hause. Da halfen auch keine Endorphine mehr. Jetzt fiel auch zunehmend das normale Gehen schwer. Echter Frust machte sich jetzt breit. War´s das jetzt mit meiner Lauferei? Was tun?
Das kinesiologische Tape brachte inzwischen etwas Linderung, doch ans Laufen war momentan nicht zu denken. (adsbygoogle = window.adsbygoogle || []).push({});
Der Sonntagslauf fällt aus
Heute ist Samstag. Der Halbmarathon ist jetzt 3 Wochen her. Obwohl es mit den Schmerzen schon wieder etwas besser ist, wird mein morgiger Sonntagslauf wohl ausfallen. Offenbar war ich nach dem erfolgreich gefinishten Halbmarathon etwas übermotiviert und habe die körperliche Belastung unterschätzt. Auch wenn ich in der Vorbereitung sehr diszipliniert gewesen war, gelang es mir im Anschluss nicht, ausreichend zu regenerieren. Stattdessen trafen Unbesiegbarkeitsgefühle und Wirklichkeit hart aufeinander.
Wie geht es weiter?
Abgesehen davon, dass ich jetzt mal den “Reset-Knopf” drücken und “runterkommen” muss, wird es nicht das Ende meiner Lauferei sein. Da bin ich mir sicher. Wohl aber bleibt das Gefühl – und die Erkenntnis , dass spätestens dann, wenn der Schmerz anklopft, dem auch angemessen Rechnung getragen werden sollte. Das habe ich nicht getan. Der Denkzettel tut meinem Übereifer vielleicht ganz gut. Denn: wie sagt der Volksmund? “Aus Fehlern wird man klug!” In diesem Sinne: Bleibt gesund und hört auf Euren Körper!
Fotos: pexels.com/de und Wolfgang Nass
Verletzungsfrust nach Halbmarathon Zwei Jahre verletzungsfrei und dann das... Alles schien gut nach meinem ersten offiziellen Halbmarathon. Ich war froh und dankbar, alles verletzungsfrei überstanden zu haben.
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Passt der Trainingsplan für den Badenmarathon?
Die entscheidende Frage heute: “Passt die Zielzeit zum Trainingsplan?” Und die zweite, vielleicht viel wichtigere Frage: “Schaffe ich es beim Badenmarathon überhaupt ins Ziel?”
12 Wochen Vorbereitung liegen hinter mir, und am Tag vor meinem ersten offiziellen Halbmarathon machen sich erste Zweifel breit. Habe ich hart genug trainiert? Schaffe ich den Lauf in der geplanten Zielzeit von weniger als 2:15 h? Habe ich mich richtig ernährt? Was mache ich, wenn ich einbreche? Lauter Fragen, von denen ich glaubte, dass sie aufgrund meiner disziplinierten Vorbereitung erst gar nicht auftauchen würden. Trotzdem schleichen sich die Zweifel ein – je näher der Tag kommt.
Irgendwann gebe ich mich meinem Schicksal hin und hoffe einfach auf kühleres Wetter, nachdem ich oft genug in der sommerlichen Gluthitze meine Einheiten “durchgezogen” habe.
Samstag: Startunterlagen abholen und Maultaschenparty
Um mich schon einmal ein bißchen zu orientieren, fahre ich am Vortag zum Ort des Geschehens und hole meine Startunterlagen in der Europahalle ab. Da die Halle nicht mehr den aktuellen Brandschutzbestimmungen entspricht, darf sich nur eine begrenzte Anzahl an Menschen gleichzeitig dort aufhalten. Kontrolliert wird das mit einem Plastikchip, den jeder, der die Halle betritt in die Hand gedrückt bekommt und beim Verlassen wieder abgeben muss. Können keine Chips mehr ausgegeben werden, muss gewartet werden. Heute am Samstagnachmittag geht alles gechillt zu. Wenn aber am Sonntag über 4.000 Halbmarathonis und mehr als 1.000 Marathonläufer quasi gleichzeitig ihre Startunterlagen abholen wollen, wird es eng in der Butze. Das gleiche gilt für die aufgestellten Toilettenhäuschen, wo man heute noch die Qual der Wahl hat und sich die schönste Kabine für sein Geschäft aussuchen kann. Einigermaßen gesittet geht es auch beim “Maultaschenfassen” zu. Zum kostenlosen Kartoffelsalat gesellen sich drei kleine BURGER-Maultaschen auf dem umweltfreundlichen Holztellerchen. Obwohl in mehreren Varianten im Angebot (Fleisch / vegetarisch) geht der Kantinenmann hinter dem Tresen grundsätzlich davon aus, dass alle Läuferinnen und Läufern FLEISCH wollen. So fragt er gar nicht mehr, sondern schöpft unermüdlich aus dem gleichen Pott nicht weniger – aber auch nicht mehr – als 3 Teigtäschchen mit den begleitenden Worten “Fleisch. Gell?” Ja, bei mir paßt´s schon.
Sonntag: Szenenwechsel
Wird zeitlich schon reichen, denke ich, als ich um ca. 09:10 Uhr die Szenerie von gestern wieder betrete. Der Startschuß soll um 09.30 Uhr erfolgen. Die Schlange der Menschen, die in der Europahalle nur ihr Gepäck abgeben wollen, ist endlos. Der Kaffee treibt und ich reihe mich irgendwo kurz vor der Tür – aber nicht so, dass es wie Drängeln aussieht – geschmeidig in die Reihe ein. Hinten anstellen ging aus zwei Gründen heute ausnahmsweise nicht
1. wäre mir zwischenzeitlich die Blase explodiert und 2. wäre sie mir nicht explodiert, hätte ich spätestens vor einem der vielen Klohäuschen jemanden umbringen müssen, um rechtzeitig -und entspannt gleichermaßen- ins Rennen starten zu können
So stehe ich keine zwei Minuten später – dieses Mal ordnungsgemäß eingereiht – hinter meinen Mitstreitern und tippele mich nervös immer weiter nach vorne, bis ich endlich Erlösung finde. Als ich schließlich so alleine in der blau schimmernden Zelle sitze, schweift mein -zwischenzeitlich gelöster- Blick auf meine Uhr. 09:28 Uhr. Waaas? Da hat mich die Nervosität schlagartig wieder und schnurstracks laufe ich – nicht ohne mich davon zu überzeugen, dass alles wieder da sitzt, wo es sitzen soll – zu den anderen füntausendirgendwas Marathonis und stelle mich irgendwo zwischen Block C und D einfach in die Menge. Zwischendurch verdrücke ich noch schnell eine Banane. Habe gehört, das soll so. Meinetwegen kann´s jetzt los gehen.
Startverschiebung auf der Schnellstraße zur Hölle
Leider wird aus dem 9 Uhr 30 -Start nichts, da noch immer viele Teilnehmer in einer der beiden Endlosschlangen vor der Halle und/oder vor oder vielleicht auch IN der Toilettenkabine feststecken. Es gibt noch 5 Minuten Nervosität oben drauf. Ich bereite schon mal die Musik auf meinem Smartphone vor, die mich zumindest auf den ersten Kilometern begleiten soll. Während beim Startschuss aus den Lautsprecherboxen “Highway to Hell” von AC/DC dröhnt, was ich besser nicht als böses Omen verstanden haben will, starte ich in meinem Kopfhörern meine Musik vom Luther-Pop-Oratorium. OK. Kontrastprogramm, denke ich. Doch der aufgepeitschte Läufermob grölt laut den Refrain “I´m on the Hiiiiighway to Hell, Hiiiiighway to Hell”, der für den einen oder anderen wohl bald unerwartet Wirklichkeit werden wird. Also rein ins Vergnügen und ab auf die Strecke. Doch es dauert noch weitere lange sechs Minuten, bevor ich endlich die rote Zeitmessmatte überschreite, mehr Bewegungsfreiheit gewinne und die sogenannten Nettozeit – sozusagen zeitgleich mit mir – zu laufen beginnt.
Langsamkeit ist Trumpf – jedenfalls zu Beginn
Nicht so schnell, nicht so schnell. Im Überschwang der Gefühle und auch, um das ins Körper geschossene Adrenalin schnell wieder loszuwerden, ist der Drang einfach zu groß, gleich mit Tempo auf die Strecke zu gehen. Ich zwinge mich also, langsamer zu laufen, auch wenn ich – gefühlt – immer weiter zurück falle. Dabei vergesse ich, dass wir ja nicht alle zeitgleich die Matte überschritten haben. Damit ist das, was tatsächlich auf der Strecke passiert, kein Spiegelbild eines tatsächlichen Rankings. Dennoch benehmen sich viele so und meinen, wenn sie einen mehr überholt haben, stehen sie am Ende auf der Ergebnisliste weiter oben. Das mag für die ersten Kilometer vielleicht stimmen, aber hey, 21 Kilometer können verdammt lang sein. Irgendwann verläuft sich das Feld.
Läuft bei mir
Nach einer halben Stunde habe ich in etwa meinen Laufrhythmus gefunden und genieße die tolle Strecke auf der breiten Strasse, auf der ich wochentags so oft im nervtötenden Stop-and-Go-Verfahren unterwegs bin. Ich fühle mich gut und könnte durchaus mehr auf die Tube drücken. Aber sechs Kilometer sind deutlich weniger als die Hälfte. Also lass ich das schön bleiben. Sofern ich mich bei der Kilometer 10,54 noch genauso fit fühle, kann ich das Tempo ja immer noch anziehen – testweise. Also trabe ich weiter. Bei jedem Kilometer lasse ich mir die aktuelle Pace und die durchschnittliche Pace ansagen und liege voll im Plan, besser: ich liege mehr als nur im Plan und freue mich auf eine unglaubliche Bestzeit, die deutlich unter der liegen sollte, für die ich trainiert hatte. Ich muss das Tempo also gar nicht erhöhen und plane, meinen Rhythmus einfach beizubehalten. Die Begeisterung der Zuschauer und der Aktionismus am Streckenrand motiviert und setzt weiter Kräfte frei. Trommelmusik, Tanzeinlagen und Akrobatik wechseln sich ab, während andere einfach nur klatschen und uns kräftig anfeuern. Läuft bei mir!
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Liquid-Energy-Gel und die Folgen
Mir war bewusst, dass die angefutterten Kohlehydrate von gestern in meinem Körper für einen Lauf dieser Länge nicht ausreichen würden. Da hätten drei Maultaschen mehr gestern wahrscheinlich auch nix genutzt. Auch nicht die mit Fleisch, gell? Ich musste also so oder so Energie “zufüttern”, wenn ich weiterhin mein Tempo halten und mein gestecktes Ziel erreichen will. Bei der Hälfte der Strecke packt mich der Ehrgeiz. Jetzt soll es nicht mehr ums reine “Finishen” gehen, sondern darum, in einer deutlich besseren Zeit durchs Ziel zu kommen als eigentlich geplant. Es geschieht zwischen Kilometer 13 und 14 als ich merke, dass meine durchschnittliche Pace signifikant in den Keller geht. Noch ist alles top. Und auch, wenn ich jetzt etwas langsamer werde, kann ich noch ein gutes Ergebnis erreichen. Zeit für mein Energie-Gel. Auf der Strecke liegen jetzt schon viele solcher leergedrückten Gelverpackungen in der Gegend herum. Wie weite manche ihren Dreck wegwerfen können? Erstaunlich! Ok, scheint wohl auch für andere Läufer ein kritischer Moment zu sein. Also rein mit dem Zeug. Schmeckt nicht wirklich gut, aber die auf 60 Milliliter komprimierten Kohlehydrate müssen für die restlichen 6 Kilometer reichen. Was habe ich nicht alles über die Energiewunder gelesen. Rezensenten solcher Käufe sprechen von Energieschüben, die sie quasi auf Sieben-Meilen-Stiefeln ins Ziel getragen haben. Andere vergleichen die Energie mit einer Rakete auf deren Rücken sie wie von selbst durchs Ziel geschossen sind. Für wieder andere glich die Zufuhr des Gels einer Offenbarung, die sie plötzlich neu beflügelte. In Erwartung großer Dinge laufe ich einfach nur weiter und schütte mir an der nächsten Verpflegungsstation einen Becher ISO-Drink in den Hals, um den Geschmack des Liquid-Gels etwas zu neutralisieren. Im Eifer des Gefechts landet das Gesöff mehr im Gesicht als im Mund. Jetzt kann sich auch meine Gesichtshaut an den Isotonen erholen.
Es passiert wenig bis nichts
Zugegeben, ein paar Minuten später habe ich etwas mehr Luft und nutze den Energieschub, um wieder meine “alte” Form zu finden. Der vermeintliche Schub entpuppt sich schließlich nur als lasches Energieschübchen. Denn weitere zehn Minuten später ist schon wieder Schluß mit der Energie. Schließlich packe ich bei Kilometer 15 noch ein halbes Plättchen Traubenzucker mit Geschmacksrichtung Magnesium quer in die Backen und hoffe, so noch etwas mehr Energie in meine Muskeln zu saugen. Kurz darauf hat sich nicht nur der Traubenzucker in Nichts aufgelöst sondern auch meine erhoffte Zielzeit. Immerhin liege ich jetzt GENAU im Plan. Ich rechne mir im Kopf schon aus, wie langsam ich noch werden darf, um immer noch im Rahmen meiner trainierten Zeit ins Ziel zu kommen. Passt noch alles. Kilometer 18 hält noch eine Unterführung mit fieser Steigung parat. Ich werde immer langsamer. Jetzt zwickt auch noch die Wade. Doch die wird, nein MUSS einfach halten. Zwei Kilometer vor dem Ziel motivieren viele Zuschauer mit ihren Anfeuerungsrufen meine letzten Reserven. Zur Melodie von Roland Kaisers “Santa Maria” singt eine Gruppe Zuschauer “Zwei Kilometer, es sind nur noch zwei Kilometer”. Scheiße, ist es nicht doch nur noch ein Kilometer gewesen? Falsch gedacht. Egal. Jetzt gib alles, sage ich zu mir. Und tatsächlich schaffe ich es bis zum Zieleinlauf fast wieder auf meine Anfangsgeschwindigkeit.
Die letzten Meter in den “Läuferhimmel”
Nein, nicht mit letzter Kraft sondern mit der unbändigen Energie der Freude und des Stolzes gehe ich auf die letzten Meter und komme glücklich und vor allen Dingen verletzungsfrei im Ziel an. Die Wade hat gehalten. Und was ist nun meine Nettozeit? Erst mal egal. Ich brauche etwas zu trinken und zu essen. Außerdem muss ich mich dringend setzen. Statt “Highway to Hell” jetzt in den “Runner´s Heaven”, in dem es an nichts mangelt:
[notification type=”info”]
Verpflegung im “Runner´s Heaven”
13.500 Flaschen Bier – natürlich alkoholfrei und nochmal so viele Flaschen mit anderen Drinks.
5.000 Bananen, wovon ich mindestens drei gegessen habe
5.000 Äpfel
7.500 Einbackbrötchen
7.500 Laugen-Party-Brötchen
1.500 Vollkornscheiben mit Guacamole-Aufstrich [/notification]
Gut gestärkt genieße ich jetzt einfach die Atmosphäre, entspanne mich und feuere meinerseits im Zielbereich die ankommenden Läufer an. Währenddessen vibriert mein Handy. Auf WhatsApp finde ich meine Netto-Zielzeit. Wie jetzt? Noch bevor ich mich selbst darum kümmern muss, wird mir meine Zeit von meiner mitfiebernden Verwandtschaft aufs Handy gepostet. Hey, das nenne ich prompt. Im Internet können Zwischenzeiten und Zielzeiten live eingesehen werden. Technik, die begeistert! Mit meiner Finishermedaille um den Hals, mache ich mich langsam auf den Heimweg und freue mich auf ein deftiges Mittagessen im Oktoberfestzelt, das an diesem Wochenende in unserer Gemeinde über die Bühne geht.
Half der Trainingsplan, die gesteckten Ziele zu erreichen?
Ganz klares JA! Der Trainingsplan war auf eine Zielzeit von < 2:15 h ausgelegt. Meine persönliche Zielzeit war: 02:13:29. So gesehen hat alles wunderbar gepasst. Ich bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Auch wenn es “nur” ein Halbmarathon war. Der Aufwand und die Strecke ist nicht zu unterschätzen. Ganz ohne Training und Vorbereitung kann ich so ein Projekt nicht empfehlen.
Jetzt der Marathon?
Ich denke im Nachhinein, dass ich vor dem ganzen Marathon noch mehr Erfahrung benötige. Dazu werde bestimmt noch einmal auf die 21,09 km gehen müssen – sozusagen als Vorbereitung auf das “ganz große Ding”. Jetzt aber erst mal regenerieren. Doch irgendwie juckt es schon wieder…
Bleibt motiviert und vor allen Dingen gesund!
Danke an die Organisatoren des Badenmarathon und den tollen Film, den Ihr für jeden einzelnen Läufer erstellt habt! Klickt einfach auf das Video, um meinen Lauf zu sehen:
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Fotos: Daniel Bär ©
Laufbericht: Badenmarathon (Halbmarathon) Passt der Trainingsplan für den Badenmarathon? Die entscheidende Frage heute: "Passt die Zielzeit zum Trainingsplan?" Und die zweite, vielleicht viel wichtigere Frage: "Schaffe ich es beim Badenmarathon überhaupt ins Ziel?"
Langsam kribbelt´s…
(adsbygoogle = window.adsbygoogle || []).push({}); (Karlsruhe) Kennt Ihr das? Die Vorbereitungen nähern sich dem Ende. Gleichzeitig rückt der große Wettkampftag näher und die Nervosität steigt. Kann ich es schaffen oder breche ich unterwegs zusammen? Komme ich ins Ziel oder ist das Rennen beendet, ehe es begonnen hat? Jetzt nur nicht krank werden. Bloß keine Verletzung mehr riskieren. Habe ich überhaupt gut genug trainiert oder war alles umsonst?
Nur noch 5 Trainingseinheiten
26 von 31 Einheiten sind absolviert. Noch 11 Tage. Ich bin dankbar, dass ich kein Training habe ausfallen lassen müssen. Und ebenso freue ich mich darüber, dass ich alles unverletzt überstanden habe. Am Donnerstag steht noch so ein “ätzendes” Intervalltraining an. Aber was habe ich nicht schon alles auf mich genommen, um am 23. September gut vorbereitet an den Start gehen zu können? Als es tagsüber so brütend heiß war, habe ich mir um 04.45 Uhr den Wecker gestellt, um meine Läufe planmäßig durchführen zu können. Boah, was für ein Erlebnis. Im Urlaub (Bayrischer Wald) lief ich plötzlich Höhenmeter, die ich in den letzten zwei Jahren zusammen genommen nie gelaufen bin. Und bei meinem Longrun am letzten Sonntag habe ich mich zeitmäßig so verschätzt, dass aus den geplanten zwei Stunden, zweieinhalb Stunden geworden sind. 3,5 km. So weit war ich noch von zuhause weg. Da kam ich an meine Belastungsgrenze, als ich den “letzten Rest” auch noch gelaufen bin. Immerhin hat mir diese Aktion das (gute) Gefühl gegeben, es am Wettkampftag wenigstens ins Ziel schaffen zu können 😉
Equipment, Ernährung und Erholung
Equipment
Seit ich am 17. Juli mit meiner Laufvorbereitung nach Trainingsplan gestartet bin, habe ich ordentlich aufgerüstet. Die AppleWatch (Gen1.)genügte nicht mehr den Ansprüchen, die ich mittlerweile an eine Laufuhr hatte. Deswegen bin ich zwischenzeitlich auf die Forerunner 235 umgestiegen. Tja, und mit meinen heißgeliebten Brooks, das merkte ich schon, wird auch kein Blumentopf mehr zu gewinnen sein. Deswegen habe ich mir rechtzeitig ein weiteres Paar Laufschuhe zugelegt und bin der Empfehlung des Fachberaters gefolgt. Es ist dieses Mal ein Saucony geworden. Bis letzte Woche lief ich beide Schuhe abwechselnd. Doch der Brooks machte mir mehr und Schmerzen beim Laufen, so dass ich ihn nach “nur” 650 km ausmustern musste. Der neue Schuh läuft sich super, ist viel leichter und dämpft optimal. Damit kann ich in 11 Tagen dann starten.
Ernährung
So kurz vor knapp wollte ich ungern meinen alltäglichen Ernährungsstil ändern, dennoch dachte ich mir, dass ein paar klitzekleine Anpassungen nicht schaden können. Radikal gestrichen habe ich seit einer Woche sämtliche Süßigkeiten, als da sind Weingummi, Schokolade, TicTac und diverse Kaubonbonmischungen. Gestrichen sind auch die süßen Limonaden, die ich aber ohnehin nicht übermäßig konsumiere. Mineralwasser trinke ich immer schon sehr viel, doch mische ich dieses jetzt mit einem Schuß Fruchtsaft – vorzugsweise schwarze Johannisbeer- oder Traubensaft. Schon alleine diese beiden Maßnahmen haben dazu geführt, dass ich mich beim Laufen viel besser fühle. Mein Magen-Darmtrakt hat sich deutlich beruhigt, was mich bei meinen Läufen zuvor immer mal wieder zu einem Zwischenstopp abseits der Waldwege zwang… . Ansonsten achte ich einfach mehr darauf, wie und in welcher Form ich meinem Körper Energie zuführe. Heißhungerattacken nach den langen Läufen gehe ich jetzt etwas gezielter an und fülle meine leeren Speicher nicht nur einfach mit irgendwelchen leeren Bierkalorien (lecker Weizenbier) und schnellen Kohlehydraten auf, sondern denke auch an verloren gegangene Mineralien, Vitamine und Proteine. Insgesamt habe ich das Gefühl, dass mir die kleine Essensplanänderung gut tut und meine Läufe irgendwie leichter werden. Stellt Euch vor, am letzten Sonntag habe ich tatsächlich den ersten Smoothie meines Lebens zu mir genommen – aus Gemüse und Früchten. Spinat war da drin. Aber, hey: der exotische Drink in dunkelgrün schmeckte besser als er aussah 🙂
Fazit: Offenbar gibt es doch einen spürbaren Zusammenhang zwischen Ernährung und Sport. Auch wer kein Ernährungsprofi ist, weiß, dass bestimmte Ernährungsgewohnheiten dem körperlichen Wohlbefinden zuträglicher sind als andere. Nur halten will sich kaum jemand dran. Dabei ist der Gewinn durch bewusstere Ernährung größer als der Verlust. Das habe ich jetzt schon gelernt.
Erholung
In der kommenden (letzten) Woche wird die Trainingsintensität (laut Plan) deutlich zurückgefahren. Bis zum Start meines ersten Halbmarathon stehen noch ein paar kurze Laufeinheiten an, bevor am Sonntag der große Tag kommt. Deswegen werde ich – trotz steigender Nervosität – versuchen, weitestgehend entspannt zu bleiben. Ob es mir wirklich gelingt? Keine Ahnung. Wenn aber alles vorbei ist, werde ich mich hier mit einem ausführlichen Laufbericht wieder zurückmelden. Bis dahin!
Fotos: Daniel Bär ©
Badenhalbmarathon: Laufvorbereitung – der Countdown läuft Langsam kribbelt´s... (Karlsruhe) Kennt Ihr das? Die Vorbereitungen nähern sich dem Ende. Gleichzeitig rückt der große Wettkampftag näher und die Nervosität steigt.
GARMIN Forerunner 235 vs. AppleWatch
(adsbygoogle = window.adsbygoogle || []).push({}); Meine Applewatch (Gen.1) habe ich letzte Woche gegen eine GARMIN Forerunner 235 eingetauscht und auch schon meine ersten Trainingseinheiten damit absolviert. Um es kurz zu machen: Bombe, das Ding! Sie hat alles, was mein Läuferherz begehrt. Und alles, was mit der AppleWatch nicht möglich war, lässt sich mit GARMIN realisieren.
Meine Ansprüche an das Lauftracking wurden mit der Zeit einfach größer
Dabei lag es nicht am fehlenden GPS-Modul der “alten” Apfeluhr. Ich laufe sowieso immer mit Handy. Was mich einfach nervte, war das komplizierte Programmieren von einfachen Trainingseinheiten. Da kamen die Uhr und die die gute Runtastic-App an ihre Grenzen. Der GARMIN-Tracker lässt sich über das Internet oder über die zugehörige App “GARMIN-Connect” so programmieren, dass sämtliche Trainingsabschnitte zuverlässig an der Uhr per Vibration und optisch auf dem Display signalisiert werden. Da kannst Du problemlos die komplexesten Intervalle aneinanderhängen, der Tracker spult das genauso runter. Gut, laufen musst Du aber schon noch selbst.
Zweitens: so toll das kapazitive Display der AppleWatch auch sein mag, für das Lauftraining taugt das einfach nichts. Wie oft wischte ich nach dem Ende einer Trainingseinheit wie ein Verrückter über das kleine Uhrenglas, bis es in meinem Kopfhörer endlich hieß “Aktivität beendet”. Da wurden aus einer Pace von 5:30 am Ende mal schnell 6 oder 6:30 min/km. Wenn ich dann das Training nicht endgültig auf der Uhr gespeichert hatte, und stattdessen das iPhone bediente – konnte ich die nächste Laufeinheit erst dann wieder beginnen, wenn ich Runtastic zuvor auf der AppleWatch deinstalliert und dann erneut installiert hatte. Die Runtastic-Software auf der Uhr hat sich unzählige Male so aufgehängt, dass dies immer die finale Lösung war. Meine Ansprüche wurden mit der Zeit einfach größer.
Bei Regen ging mit der AppleWatch gar nichts mehr
Nicht nur, dass die Uhr aus dem Hause Apple gar nicht wasserdicht war, bei Regen musste man aufpassen, dass der elektronische Apfeltracker keinen Wasserschaden nahm. Nun war unser Sommer in diesem Jahr nicht gerade ins Wasser gefallen, dennoch verfügte ich offenbar nicht über die erforderliche Feinmotorik, um das Uhrendisplay angemessen zu touchen. Besonders, wenn ich regennasse oder schwitzige Finger hatte, versuchte ich, diese schon 1 km vor dem Ziel in einen angemessenen Trockenzustand zu bringen, so dass ich zielgenau Zeit und Distanzen stoppen konnte. Meist vergeblich.
Sport-Tracking wird bei Apple zu stiefmütterlich behandelt
Was sollte eine andere Laufuhr nun bieten? Na eben das, was die Forerunner kann. 😉 Die Sportapplikationen über die AppleWatch sind ganz “nett”, aber wie jeder seit Dieter Bohlen weiß “Nett ist die kleine Schwester von Sch…..” Die Apfeluhr reicht für gelegentliche Freizeitläufe, aber nach 2 Jahren Laufen und Ambitionen auf den Halbmarathon und eventuell mehr, erwarte ich auch einfach mehr.
Großes Display
Für so einen alten Blindfisch wie mich, ist es von großem Vorteil, während meiner Laufeinheiten auch ohne Brille etwas auf dem Display der Uhr sehen zu können. So lassen sich in verschiedenen, selbst programmierten Feldern, alle relevanten Daten während des Laufs anzeigen. Auf Knopfdruck wechselt das Display zuverlässig die Anzeige. Je nach persönlichen Präferenzen – und Sehvermögen – lassen sich bis zu 4 frei programmierbare Felder auf einen Blick anzeigen. Oder eben nur ein oder zwei.
Statistiken
Für Freunde von ausführlichen Statistiken ist die Forerunner 235 ein echter Leckerbissen. Dabei lassen sich die Auswertungen nicht nur direkt auf dem Tracker anzeigen, sondern wahlweise auch in der HandyApp von “GARMIN-Connect” oder nach dem Login auf der Webseite von GARMIN. Die Daten und Fakten kommen eben auch auf der Uhr übersichtlich daher und motivieren für weitere Ziele. Angaben zur VO2max oder eine Laufprognose sucht man beim Apple Device vergebens.
Echte Tasten statt Touchdisplay
Der Vorteil robuster Tasten im Gegensatz zum berührungsempfindlichen Bildschirm wird kaum irgendwo so deutlich wie bei einer Laufuhr. Start- und Ziel lassen sich so eindeutig und zuverlässig – eben auf Tastendruck -bestimmen. Die Darstellung der relevanten Datenfelder lassen sich auch während eines Laufes gezielt auf Knopfdruck abrufen und bei Bedarf die Ansicht ändern. Das Fehlen der kapazitiven Touchfunktion sehe ich in diesem Fall nicht als Nachteil, sondern ganz im Gegenteil als großen Vorteil gegenüber dem teilweise hektisch haptischen Gewische über das Uhrenglas des Apfetrackers. Oft blieben nur unschöne Wischspuren zurück, ohne dass die Software der Uhr irgendwie reagierte.
Wasserdicht
Regen, Schnee und Eis können der GARMIN Forerunner235 nichts anhaben. Von -20 C° bis + 60 C° soll das elektronische Helferlein zuverlässig seine Dienste verrichten. Der Hersteller empfiehlt sogar, die Uhr nach jedem Lauf mit klarem Wasser gut abzuspülen. Ja, und Schwimmen war ich auch schon damit. Allerdings ist es mir noch nicht gelungen, die erforderliche App auf das Gerät zu bringen.
Synchronisierung und ZusatzApps
Die Synchronisierung der Uhr mit dem Handy oder dem DesktopPC lässt sich schnell und zuverlässig bewerkstelligen. In wie weit passende Apps aus dem ConnectIQ Store irgendeinen elementaren Zusatznutzen bringen, kann ich noch nicht sagen. Auf den ersten Blick sehe ich für meine eigenen Bedürfnisse keine Notwendigkeit, irgendetwas hiervon downzuloaden. Einzig das WatchFace mit dem Namen GearMin habe ich aus dem Store heruntergeladen und auf meiner Uhr installiert. Es beinhaltet auf einen Blick alles, was wichtig ist. Außerdem lassen sich die Optik und die Datenfelder individuell gestalten, je nach Gusto. Zum Download von GearMin geht es hier.
Fazit
Noch lange ist über die Forerunner 235 nicht alles gesagt. Doch viele Dinge sind für mich einfach nicht relevant, weshalb ich mich auf das beschränke, was mir persönlich wichtig war. Für den anderen großen Rest an Funktionalität gibt es das große Handbuch, dass Du hier als PDF herunterladen kannst. Im Ergebnis lässt sich sagen, dass sich der Wechsel zur GARMIN Forerunner 235 auf jeden Fall gelohnt hat und ich bin schwer motiviert, mich gut auf die anstehenden Laufevents vorzubereiten.
Zu guter Letzt: GARMIN-Laufgruppe “lifestyle50plus”
Für Lauffreunde, die schon einen Account bei GARMIN haben, habe ich jetzt eine LIFESTYLE50PLUS-Gruppe erstellt, der natürlich Menschen JEDEN Alters beitreten können. Ich freue mich auf rege Beteiligung und einen tollen Austausch. Es geht nicht um Höchstleistungen und Bestzeiten, sondern um den Zusammenhalt und Austausch als Freizeitsportler. Klickt einfach auf diesen Link und tretet ohne weitere Anmeldung bei. Ich freue mich auf Euch!
Fotos: © Daniel Bär / © http://www.garmin.com
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GARMIN Forerunner 235 im Schnelltest GARMIN Forerunner 235 vs. AppleWatch Meine Applewatch (Gen.1) habe ich letzte Woche gegen eine GARMIN Forerunner 235…
KARLSRUHE – “Die Neue Welle”
11.08.2018
Glückwunsch an meinen “kleinen” großen Bruder Michael und seine Frau Steffi Bär. Wir freuen uns mit “Herr und Frau Bär” über den 1. Platz in der Kategorie “Bands mit eigenen Songs”. Nach ihrem gelungenen Live-Auftritt im Finale vor dem Karlsruher Schloss gewinnen sie mit ihren deutschsprachigen Songs verdient die “Goldene Gitarre” und 5.000 €. Der satte, rockige und rhythmische Sound handgemachter Musik mit Schlagzeug, Bass- und E-Gitarre hat nicht nur uns, sondern auch die Jury überzeugt! Weiter so!
Fotos: © Daniel Bär
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Eilmeldung – “Herr und Frau Bär” gewinnen die “Goldene Gitarre” und 5.000 € KARLSRUHE - "Die Neue Welle" 11.08.2018 Glückwunsch an meinen "kleinen" großen Bruder Michael und seine Frau Steffi Bär.
Schläfst Du noch oder läufst Du schon? - Morgenlauf
Schläfst Du noch oder läufst Du schon? – Morgenlauf
Raus aus dem Bett – rein in die Laufschuhe
Hätte mir vor einem Jahr jemand gesagt, dass ich einmal meinen Wecker stellen würde, um noch vor der Arbeit laufen zu gehen: ich hätte ihn für verrückt erklärt. Derzeit bereite ich mich auf meinen ersten offiziellen Halbmarathonvor. Hierzu trainiere ich gezielt nach einem Plan, der mich spätestens nach 2 Stunden und 15 Minuten ins Ziel bringen soll. Für…
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